Kindermuseum Creaviva: In 101 Tagen eine Welt erfinden. (CH)

25. Januar 2011

In 101 Tagen kreieren die Besucher und Besucherinnen im Kindermuseum Creaviva ihre eigene Welt. «Welt erfinden» heisst die interaktive Ausstellung, die sich als Brücke versteht zu «Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern» im Zentrum Paul Klee. Die Freundschaft zwischen Paul Klee und Franz Marc wurde durch Marcs Tod im ersten Weltkrieg jäh zerrissen. Als Gegenvorschlag zum Albtraum Krieg geht es im Creaviva um Sehnsüchte und Phantasien über eine neue Welt. Welche Träume Berner Jugendliche und Prominente haben, hört, sieht und liest man an der Vernissage von «Welt erfinden» am Mittwoch 26. Januar 2011 um 17 Uhr.

Das Kindermuseum Creaviva konzipierte die interaktive Ausstellung «Welt erfinden» vor dem Hintergrund der neuen Ausstellung «Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern» im Zentrum Paul Klee. Im Fokus der Installation im Loft des Creaviva steht ein gestalterischer Gegenentwurf zum Thema Krieg – dies mit Blick auf den Tod von Franz Marc als Gefechtsopfer 1916 bei Verdun. In 101 Tagen erfinden die Gäste eine Welt nach ihren Vorstellungen. Mit Bausteinen aus Holz, die bemalt, beschriftet oder beklebt werden können, formen die Besucher und Besucherinnen Tag für Tag eine neue Stadtlandschaft. Die Träume von Berner Jugendlichen und Prominenten dienen dabei als Inspirationsquelle.

Die 19 Träumenden werden mit Portraits der Berner Fotografin Sandra Stampfli visualisiert. Die Gesichtslandschaften mit den persönlich verfassten Visionen wecken die Imagination der Gäste und regen zum Nachdenken an. Das Spektrum der formulierten Gedanken reicht von der schlichten Hoffnung auf Freiheit oder Erinnerungen an verstörende Erlebnisse aus der Kindheit bis hin zu sehr persönlichen Anliegen und Wünschen für die Zukunft der Welt oder des eigenen Lebens. Gäste, welche ihre Visionen ebenfalls formulieren möchten, finden im Loft des Creaviva eine digitale Traumstation, um ihre Vorstellungen zu Blatt zu bringen.

An der Vernissage stellen einige Träumende ihren Traum selber vor: Politikerin Hildegard Fässler, Künstler Luciano Andreani, Schauspieler Manfred Liechti und Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Musikalisch umrahmt wird die Vernissage am 26. Januar 2011 um 17 Uhr von Loten Namling und Gilbert Päffgen.

Wer den Dialog zwischen Paul Klee und Franz Marc gestalterisch erfahren will, ist herzlich willkommen, das «Offene Atelier» im Kindermuseum zu besuchen. Unter professioneller Anleitung von Künstlern und Kunstpädagoginnen gestalten Kinder und Erwachsene ihr persönliches Stück Kunst – täglich (ausser Montag) um 12, 14 und 16 Uhr ohne Voranmeldung. Unter dem Titel «Elfe, Adler, Reh?» kreieren die jungen Gäste im Februar einen Wald voller Linien, wo sich farbige Wesen aus einer anderen Welt verstecken. Im März wird unter dem Titel «Bunter als die Wirklichkeit» die Farbenpracht in einem selbst gemalten Bild eingefangen, wie es sich Franz Marc vor hundert Jahren erträumt hätte.

Die Vernissage der interaktiven Ausstellung «Welt erfinden» im Loft des Kindermuseums Creaviva findet am Mittwoch 26. Januar 2011 um 17 Uhr statt.

Kontaktperson:
Urs Rietmann
Leiter Kindermuseum Creaviva
T +41 (0)31 359 01 60
urs.rietmann@zpk.org

Weitere Informationen zum
Kindermuseum Creaviva auf www.Ausflugsziele.ch

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Zentrum Paul Klee: Eine Ausstellung über eine berührende Künstlerfreundschaft. (CH)

25. Januar 2011

Paul Klee mit dem Regenbogen. Aquarell auf Kreidegrundierung auf Papier, mit Aquarell eingefasst, auf Karton 17,4 x 20,8 cm. Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern
Paul Klee mit dem Regenbogen. Aquarell auf Kreidegrundierung auf Papier, mit Aquarell eingefasst, auf Karton 17,4 x 20,8 cm. Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern
Zwei im Menschlichen und Künstlerischen verschiedene Temperamente.

«Wenn ich sage wer Franz Marc ist, muss ich zugleich bekennen wer ich bin, denn vieles woran ich Teil nehme, gehörte auch ihm. Menschlicher ist er, er liebt wärmer, ausgesprochener.»
Paul Klee, Tagebuch IV, 1916

Die Freundschaft zwischen Paul Klee und Franz Marc, einem der Begründer des «Blauen Reiter», gehört zu den berührendsten und nachhaltigsten Künstlerbeziehungen der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Die erste Begegnung der beiden Maler im Frühjahr 1912 bildet den Ausgangspunkt einer Freundschaft, die bis zum tragischen Kriegstod Franz Marcs vor Verdun im Jahre 1916 dauert und zwei im Menschlichen und Künstlerischen grundsätzlich verschiedene Temperamente verband.

Der Zusammenklang beider Namen weckt viele Assoziationen, Gedanken an eine Kunst, die mit dem Kreis des «Blauen Reiter» verbunden ist, aber auch Vorstellungen von einem tiefen Einverständnis beider Maler, die sich gegen Konventionen und Traditionen richteten, um künstlerisch einen neuen, eigenen Weg zu finden.

Was verband die beiden Freunde? Den unabhängigen, analytischen Denker Paul Klee und den religiös inspirierten Utopisten Franz Marc? Was teilte Klee, der die Küche der Schwabinger Wohnung zum Atelier umfunktionierte und der sich um den gemeinsamen Sohn kümmerte, während seine Frau mit Klavierstunden den Lebensunterhalt verdiente, mit dem zivilisationsmüden Marc, der seine Zurückgezogenheit auf dem Lande nicht nur mit den vertrauten Tieren, sondern zeitweise auch mit den zwei Geliebten teilte?

Die Ausstellung
Wie begann diese Freundschaft, wie entwickelte sie sich und was bedeutete sie für beide Künstler? Danach fragt die Ausstellung Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern. Sie vereint zum ersten Mal über 100 Werke beider Künstler, darunter eine grosse Anzahl von Meisterwerken aus renommierten Museen in Deutschland und der Schweiz.

Die in enger Zusammenarbeit mit dem Franz-Marc-Museum in Kochel und der Stiftung Moritzburg in Halle entstandene Ausstellung präsentiert diesen facettenreichen Dialog thematisch strukturiert und vertieft die wichtigsten Aspekte: illustrierte Briefe und Postkarten, gemeinsame Projekte, wie die Illustrationen zur Bibel oder die Candide-Zeichnungen von Paul Klee sowie eine Reihe wichtiger Aquarelle, die in der Auseinandersetzung mit der Farbtheorie Robert Delaunays entstanden sind.

Den Höhepunkt der Ausstellung stellen neben den illustrierten Postkarten die Tierdarstellungen von Franz Marc dar, dem Tiermaler der Moderne par excellence. Wie kein anderer Künstler näherte er sich mit den Mitteln der neuen Kunst der «Seele» der Tiere und der Utopie einer paradiesischen Welt an. Pferde, Rehe, Schafe, Stiere werden in Marcs expressiv farbiger Malerei zu Sinnbildern der Ursprünglichkeit und Reinheit.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Maria-Teresa Cano,
Leiterin Kommunikation und Kunstvermittlung,
mariateresa.cano@zpk.org,
Tel. +41 (0)31 359 01 01

Weitere Informationen zum
Zentrum Paul Klee auf www.Ausflugsziele.ch


Zentrum Paul Klee: Verspielt – übermütig – schonungslos (CH)

13. Januar 2011

Das Zentrum Paul Klee (ZPK) setzt im Ausstellungsjahr 2011 auf das Thema «Kind». Ein verspieltes und übermütiges Programm, welches sich mit dem Kind und all seinen Facetten auseinandersetzt: Fantasie, Verspieltheit, Unbekümmertheit und schonungslos direkt. Die verschiedenen Ausstellungen sind in Kooperation mit namhaften internationalen Museen entstanden und garantieren eine hochkarätige Werkschau. Ein Rahmenprogramm in enger Zusammenarbeit mit dem Kindermuseum Creaviva bietet Familien kunstreiche Wochenenden mit den Schwerpunkten Theater, Geschichtenerzählen, Philosophie und Film.

Das Zentrum Paul Klee beginnt das Ausstellungsjahr 2011 mit «Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern». Die Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Franz Marc Museum in Kochel am See (D) und der Stiftung Moritzburg in Halle (D) entstanden ist, kommt nach den beiden Stationen in Deutschland nun nach Bern. Sie ermöglicht einen einzigartigen Einblick in diese fruchtbare Freundschaft. Das Kindermuseum Creaviva zeigt in diesem Kontext die interaktive Ausstellung «Welt erfinden». Während 100 Tagen bauen die Creaviva-Gäste aus Trümmern und Ruinen gemeinsam ihre neue Welt.

Das Jahresmotto «Kind» wird mit «Paul Klee. übermütig», der Sammlungspräsentation 2011, eingeläutet. Die Faszination für die bildnerische Ausdruckskraft von Kindern zieht sich in unterschiedlichsten Akzenten durch Klees gesamtes Schaffen. Einen weiteren Höhepunkt zum Thema bildet die Ausstellung «Klee und CoBrA – ein Kinderspiel», die in Kooperation mit dem Louisiana Museum of Modern Art in Humlebaek (DK) und dem Cobra Museum voor Moderne Kunst in Amstelveen (NL) entstand. Im September wird schliesslich die Ausstellung «Eiapopeia. Das Kind im Klee» den Ausstellungsreigen rund um das Jahresmotto beenden. Das gesamte Programm wird mit interaktiven Ausstellungen und kreativen Workshops im Kindermuseum Creaviva begleitet.

Die äusserst erfolgreiche Reihe der Meisterkonzerte geht dieses Jahr in die vierte Saison. Den Auftakt machen die Berliner Philharmonische Bläsersolisten, im Frühjahr spielt Maria João Pires gefolgt von Janine Jansen im September und dem Trio Zimmermann Anfang November. Das Ensemble Paul Klee hat sich in seinem Programm ganz dem »Kind» verschrieben und begeleitet die Ausstellungen musikalisch. Ein weiteres Highlight ist die erste Design Messe Bern. Möbel und Wohnaccessoires, Designikonen des 20. Jahrhunderts werden von ausgewählten Händlern präsentiert.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Maria-Teresa Cano,
Leiterin Kommunikation und Kunstvermittlung,
mariateresa.cano@zpk.org,
Tel. +41 (0)31 359 01 01

Ausstellungsprogramm 2011

Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern
27.1. – 1.5.2011

Paul Klee und Franz Marc lernten sich 1912 in München kennen. Die Begegnung der beiden Maler war Ausgangspunkt für eine Freundschaft, die bis zum Tod Franz Marcs 1916 im Ersten Weltkrieg dauerte. Neben illustrierten Postkarten und getauschten Bildern der Künstler umfasst die Ausstellung einige wichtige Werkgruppen zu gemeinsamen Themen und Motiven. Marcs Vision einer rein geistigen Welt steht das künstlerische Universum Klees gegenüber, reich an Formen und Empfindungen, voller Widersprüche, Vieldeutigkeit und Weisheit.

Paul Klee. übermütig
Sammlungsausstellung 2011
1 1.3.2011 – 18.3.2012

Der Reigen der Ausstellungen zum Jahresmotto 2011 «Kind» wird durch die neue Sammlungsausstellung «Paul Klee. übermütig» eröffnet. Den Ausgangspunkt bildet das berühmte Bild «Uebermut» aus dem Jahr 1939. Spiel, Übermut, Akrobatik und Balance sind Themen der Kleeschen Bildwelt. Den überraschenden Auftakt bildet eine Arbeit von Roman Signer. In einem Anflug von Übermut hat der Künstler den Flügel aus dem Nachlass von Lily Klee in eine federleichte Klanginstallation verwandelt.

Klee und CoBrA – ein Kinderspiel
25.5. – 4.9.2011

Die Faszination für die bildnerische Ausdruckskraft von Kindern zieht sich in unterschiedlichsten Akzenten durch Klees gesamtes Schaffen. Die Entdeckung des bildnerischen Ausdruckspotentials von Kindern war aber auch ein wichtiger Impuls für die Avantgarde und ist bis heute Inspirationsquelle für Künstler. Die Auseinandersetzung mit der Kinderkunst und die direkte Zusammenarbeit mit Kindern, wie die legendäre Bemalung der Wände und Decken des Hauses in Bregneröd nahe Kopenhagen, waren Marksteine in der Entstehung von CoBrA.

Eiapopeia. Das Kind im Klee
21.9.2011 – 19.2.2012

Eine Ausstellung zum Thema Kindheit, die das komplexe Spannungsverhältnis zwischen einem imaginären Universum, wie es ein Kind erschafft, und einem reellen Universum, wie es Erwachsene erfassen, beleuchtet. Ein anhand von mehr als 100 Werken des Künstlers Paul Klee entwickeltes Thema, das zentral für sein Schaffen ist.

Weitere Informationen zum
Zentrum Paul Klee auf www.Ausflugsziele.ch


Sammlungsausstellung Paul Klee. Farbe, Form und Linie (CH)

9. September 2010
Paul Klee - Ohne Titel, um 1940 - Kleisterfarbe und Kreide auf Papier auf Karton - 65,1 x 49,8 cm - Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee - Ohne Titel, um 1940 - Kleisterfarbe und Kreide auf Papier auf Karton - 65,1 x 49,8 cm - Zentrum Paul Klee, Bern

Medienmitteilung
9. September 2010

In der neuen Sammlungsausstellung kommen Klees künstlerische Gestaltungsmittel zur Schau. Dem Publikum wird näher gebracht, wie Klee bewusst Linien zum Leben erweckte, Formen zu Fantasiegebilden erschuf und Farbe zur Kontrastierung einsetzte. Eine Ausstellung als lustvolle Schule des Sehens, in welcher die künstlerischen Gestaltungsprozesse anschaulich nachvollziehbar werden.

Im Zentrum Paul Klee wird die komplexe Vielfältigkeit des Werkes Paul Klees in den verschiedenen Zusammenhängen aufgezeigt und dem Publikum in einem kunsthistorischen Kontext vermittelt. Neben speziellen Ausstellungen wie „Klee trifft Picasso“ (letzte Tage, noch bis zum 26. September 2010) wird in der Sammlungsausstellung eine stets neue, jedoch repräsentative Auswahl von Klees Werk ausgestellt.

Die Sammlungsausstellung „Paul Klee. Farbe, Form und Linie“ schliesst nahtlos an die Ausstellung „Paul Klee. Seltene Früchte“ an. Erneut werden Werke gezeigt, die nur selten zur sehen waren. Ausgeprägter noch als letztere setzt sie sich mit den künstlerischen Bild- und Gestaltungsansätzen im Schaffen von Paul Klee auseinander.

Ein besonderes Augenmerk wird auf das Zusammenspiel und Spannungsverhältnis der Hauptelemente bildnerischer Darstellung gesetzt: Farbe, Form und Linie. Während Klee in der Beherrschung von Linie und Form schon früh zu grosser Sicherheit fand, näherte er sich der Farbe über ausgedehnte Versuche behutsam an. Klees Spielen mit den Linien, den Farben und der Form als Mittel zur Gestaltung wird in der Ausstellung sichtbar gemacht.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
– Maria-Teresa Cano,
Leiterin Kommunikation und Vermittlung,
mariateresa.cano@zpk.org,
Tel. +41 (0)31 359 01 01

– Michael Baumgartner,
Kurator der Ausstellung,
michael.baumgartner@zpk.org,
Tel. +41 (0)31 359 01 01

Zentrum Paul Klee auf www.Ausflugsziele.ch