Das Schneesportgebiet Fideriser Heuberge macht vorerst weiter. Trotz roten Zahlen wird die Besitzerfamilie Vetsch auch die kommende Wintersaison bestreiten. Die Suche nach einer Nachfolgelösung läuft unvermindert weiter. Geschäftsführer Henrik Vetsch begründet den Entscheid.

Das Geschenk ist aus massivem Holz, die Botschaft dahinter ebenso deutlich: Zum 15-Jahr-Jubiläum der Familie Vetsch in den Fideriser Heubergen haben die einheimischen Chauffeure der Heubergbusse ihrer Arbeitgeberfamilie ein Holzbänkli geschenkt. Verbunden mit einem Wunsch: Es möge nochmals 15 Jahre weitergehen. Henrik Vetsch und seine Partnerin Sara Wiesendanger hat die Geste berührt – dies sei ein schönes Zeichen der Verbundenheit der Mitarbeitenden mit dem Betrieb. Und er hat gute Nachrichten: Die 70 Saisonangestellten werden auch im kommenden Winter ihre Stelle «am Bärg» antreten können. Dies, nachdem sein Vater und Verwaltungsratspräsident Walter Vetsch (Jenaz) im Januar dieses Jahres ankündigte, dass die defizitäre Gesellschaft veräussert würde, nachdem die raumplanerischen Vorgaben geändert worden seien.
Wie kam es dazu, dass die aktuellen Besitzer auch die kommende Wintersaison angehen? Für Henrik Vetsch sind es mehrere Faktoren, welche die Familie dazu bewogen haben, das finanzielle Risiko ein weiteres Mal zu schultern. Einerseits sind alle Interessenten noch mit weiteren Abklärungen beschäftigt, sodass über den Verkauf erst später entschieden werden kann. Zudem sind die zahlreichen Mitarbeitenden mit dem Betrieb eng verbunden und auch viele in Fideris und der näheren Umgebung Ansässige hätten den Wunsch geäussert, dass das einzigartige Schneesportgebiet erhalten bleiben solle. Für potenzielle Kaufinteressenten sei es zudem essenziell, nicht ein stillgelegtes Gebiet zu übernehmen, denn durch eine Schliessung würden auch viele Stammkunden enttäuscht, die danach wieder neu gewonnen werden müssten. Die Heuberge verstehen sich auch als wichtigen Impulsgeber für zukünftige Skifahrer:innen im ganzen Kanton Graubünden. Die rund 1500 Kinder, welche in den jährlichen Skilagern in den Heubergen Skifahren lernen und mehr als 6000 Logiernächte generieren, reisen mit Begeisterung nach Hause, um von ihren Skierlebnissen zu erzählen.
Ein wichtiger Aspekt sei aber auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Fideris. Hier habe man gute Gespräche führen können, um das Fundament für einen nahtlosen Übergang zu einer neuen Besitzerschaft zu legen. Auch habe man Ideen gewälzt, wie die Abhängigkeit von der Schneesituation, insbesondere beim Schlittelweg, reduziert werden könne. «Selbst wenn wir die Schlittelbahn bei Schneemangel um die Hälfte verkürzen müssen, bleibt sie immer noch eine der längsten der Schweiz und damit attraktiv», so Henrik Vetsch. Und die vergangene Saison habe erneut gezeigt, dass das Konzept mit 100 % Naturschneepisten immer mehr Skifahrende anziehe, welche Naturschnee dem harten Kunstschnee abseits der Hektik grosser Skigebiete vorziehen. Des Weiteren sei es gelungen, mit dem verlängerten SchweizMobil Schneeschuhtrail und der Kooperation mit den Bergbahnen Hochwang neue Gästesegmente anzusprechen. «Sowohl der Schneeschuhtrail wie auch die Winterwanderwege sind absolute Perlen, wie man sie sonst selten findet.» Auch ein Zuwachs an Skitourengängern habe man feststellen können; diese profitierten unter anderem von einem neu eingerichteten Suchfeld für Lawinentrainings und einem Lawinenlehrpfad. Zudem, so Henrik Vetsch, habe die Familie nicht nur sehr viel Geld investiert, sondern auch eigenes Herzblut: Die Sicherung des Fortbestandes der touristischen Nutzung der Heuberge sei für die ganze Familie ein wichtiges Anliegen, und man wolle dafür sorgen, dass das zweitgrösste Tourismusunternehmen des Vorder- und Mittelprättigaus in irgendeiner Form erhalten werden könne. Das «Ja» zur kommenden Wintersaison versteht der Geschäftsführer auch als Einladung an alle Prättigauerinnen und Prättigauer, wieder einmal einen Ausflug in die Heuberge zu planen, um das vielfältige Angebot zu nutzen und um die Schönheit dieser einmaligen Gebirgslandschaft zu geniessen.
Über die Fideriser Heuberge
Die Fideriser Heuberge sind ein idyllisches Ferien- und Naturparadies im Prättigau (Kanton Graubünden) auf 2000 Metern über Meer. Das Gebiet oberhalb von Fideris ist besonders bekannt für seinen 12 Kilometer langen Naturschlittelweg ins Tal, die gemütlichen Berghäuser Arflina und Heuberge sowie sanften Tourismus.
Pressekontakt:
Heuberge AG,
Heubergstrasse 118,
7235 Fideris
Mail: info@heuberge.ch
Tel.: 081 300 30 70
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Veröffentlicht von H M MEDIA 










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