Wie Menus für 2’000 Tiere entstehen in einer ab heute einsehbaren Tierküche

27. April 2016

Wie Menus für 2'000 Tiere entstehen

Seit dieser Woche können die Besucher des Papiliorama in Kerzers die Tierküche durch grosse Glasscheiben einsehen und direkt miterleben, wie die Tierpfleger die Nahrung für die rund 2’000 Tiere zubereiten. Die neue Attraktion ist das erste Element des «Null-Kulissen»-Konzeptes. Weitere werden folgen.

Jeden Tag werden im Papiliorama 47 verschiedene Menus für zirka 2’000 Tiere zubereitet. Dieser Teil des Papiliorama-Alltags spielte sich bisher hinter verschlossenen Türen ab. Der Rundgang im Aussenbereich führt seit heute an den grossen Fenstern der Küche vorbei. Besucher können direkt dabei zusehen, wie das Essen für die tierischen Bewohner des Papiliorama entsteht. Die Menus müssen jeden Tag variiert werden, da auch Tiere Abwechslung und vollwertige Ernährung brauchen. Die Zusammenstellung der verschiedenen Menus – je nach Lieferung der frischen Zutaten und Anpassung auf die spezifischen Bedürfnisse der Tiere – ist inzwischen so komplex geworden, dass die Menüs mithilfe einer eigenen Software entstehen. Seien es vegetarische Vorlieben, vegane Arten oder schlicht Diäten; alles muss berücksichtigt und sorgfältig vorbereitet werden. Denn eine falsche Ernährung kann für die Tiere gefährlich sein.

Erster Baustein des «Null-Kulissen-Konzepts»
Das Papiliorama-Team hat seit langem festgestellt, dass viele ihrer Besucher nur zu gerne einen Blick hinter die Kulissen werfen möchten. Schon seit längerem führt der Rundgang im Aussenbereich an den Fenstern der Papiliorama-Büros vorbei. Die Öffnung des Küchenbereichs für die Besucher ist ein erster Schritt im neuen «Null-Kulissen-Konzept». Dieses wird in Zukunft um weitere Bereiche ergänzt, bei denen das Publikum direkt den Papiliorama-Alltag miterleben können – so etwa das Zuchtgehege, die Transitstation für ankommende oder wegreisende Tiere sowie der Tierarztraum. Die Besucher sollen so nicht nur die Aussenseite des Zoos, sondern möglichst viele, bis anhin versteckte Aspekte des Zooalltags miterleben können. Mit dem «Null-Kulissen-Konzept» wollen die Verantwortlichen des Papiliorama den Zooalltag transparent aufzeigen und dabei etwa erklären, warum Zoos eine wichtige Rolle in der weltweiten Arterhaltung spielen und weshalb länderübergreifende Zuchtprogramme dafür wichtige Hilfsmittel darstellen.

Für weitere Auskünfte: Caspar Bijleveld, Direktor

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Seltene Naturbrut bei den Stumpfkrokodilen (CH)

8. Dezember 2014

Die jungen Stumpfkrokodile werden von der Mutter auch im Wasser noch bewacht.

Im Reptilienhaus des Walter Zoos sind junge Stumpfkrokodile geschlüpft.

Gossau. Seit Monaten konnten die Besucher im Reptilienhaus den Bruthügel sehen. Doch Geduld war gefragt und wurde nun auch belohnt. In den letzten Tagen schlüpften die Jungtiere.

Das Krokodilweibchen Dundee schichtete schon im Frühjahr aus Erde, Rindenmaterial und Blättern einen grossen Hügel auf. Wenig später konnte mit einer Videokamera nachts beobachtet werden, wie das Weibchen Eier darin ablegte. Stumpfkrokodile legen zirka 10-20 Eier, die während rund 80-120 Tagen im Bruthügel ausgebrütet werden. Die darin herrschende Temperatur liegt zwischen 27 bis 35 Grad und entscheidet, ob aus dem Gelege männliche oder weibliche Jungtiere schlüpfen werden.

Naturbrut
Schon bei den ersten Anzeichen eines Hügelbaus wurde beschlossen, auf eine Naturbrut zu setzen und die Eier nicht künstlich auszubrüten. „Bei guten Bedingungen wissen die Tiere instinktiv, was zu tun ist“, erklärt Zootierärztin Karin Federer. Und die Bedingungen in der 2011 neu eröffneten Anlage scheinen perfekt zu sein. „Es ist die grösste Stumpfkrokodilanlage in Europa“, ergänzt Federer. Finanziert wurde die Anlage durch den Gönnerverein Walter Zoo.
Das Weibchen Dundee ist 18 Jahre alt und stammt aus der letzten erfolgreichen Brut im Walter Zoo. Die mütterliche Brutpflege bei Krokodilen ist einzigartig. Durch die Naturbrut kann Dundee ihre Rolle als Mutter voll wahrnehmen. Sie hat den Bruthügel nicht nur aufgeschichtet, sondern ihn auch während der ganzen Brutzeit bewacht. Am Schlupftag verteidigte sie den Hügel ungewohnt stark. Sie hat die Eier kurz vor dem Schlupf ausgegraben und einigen Jungtieren sogar aus der Eierschale geholfen. „Zu sehen, wie Dundee die Jungtiere behutsam zwischen ihre Zähne nimmt und zum Wasser trägt, ist ein einmaliger Anblick“, berichtet Federer begeistert.

Status: gefährdet
Stumpfkrokodile gehören mit zirka zwei Metern zu den kleineren Arten. Sie leben in den Sümpfen und Sumpfwäldern Zentral- und Westafrikas. Obschon ihre Hauptnahrung vor allem aus Fischen, Krebsen und Fröschen besteht, unternehmen sie auch Streifzüge an Land um Futter zu finden.
Auf der roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature) sind Stumpfkrokodile als gefährdet eingestuft. Ihr Lebensraum wird immer mehr zerstört und die Tiere werden häufig auch wegen ihres Fleisches gejagt. Die Stumpfkrokodile im Walter Zoo gehören zur äusserst seltenen westafrikanischen Unterart. Sie werden im Rahmen des Europäischen Zuchtbuchs gezüchtet. Nachzuchten sind aber sehr selten. Da die Jungtiere in der Anlage des Walter Zoos optimalen Schutz finden, kann die genaue Anzahl noch nicht festgestellt werden. Es wird mit vier bis sechs Tieren gerechnet, die geschlüpft sind.

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Alarmstufe 1 im Walter Zoo (CH)

26. März 2014

Alarmstufe 1 im Walter Zoo

Dienstagmorgen 10.03 Uhr in der Alarmzentrale St. Gallen: Guten Morgen. Hier ist der Walter Zoo in Gossau. Wir haben Alarmstufe 1. Schimpansen sind ausgebrochen und befinden sich frei auf dem Zoogelände. Wir haben einen schwerverletzten Besucher, der einen Krankenwagen benötigt.

Gossau. Im ganzen Zoo schrillen die Funkgeräte. Ein Tierpfleger bei den Schimpansen hat Alarm ausgelöst. Die zwei grossen Schimpansenmänner Digit und Cess sowie das Weibchen Blacky sind aus dem Gehege entwichen. Die Tierpfleger machen sich mit Besen, Schaufeln und Stühlen bewaffnet auf den Weg in Richtung des Geschehens. Die Tierpflegerinnen evakuieren die Besuchenden in die am nächsten gelegenen Gebäude.

Inzwischen versucht die Kasse, einen der Alarmverantwortlichen telefonisch zu erreichen. Es ist Gabi Federer, die dann auch den Befehl gibt, Grossalarm auszulösen. Dies führt zum Anruf bei der Alarmzentrale St. Gallen. Und auch die Sirenen auf dem Zoogelände ertönen unüberhörbar.

Den Ernstfall üben
Dass es sich zum Glück um keinen Ernstfall handelt, ist höchstens an den Personen in orangen Westen und natürlich an den drei Männern in Schimpansenkostümen zu erkennen. Übungsleiter und Zoodirektor Ernst Federer ist auf Platz und beobachtet kritisch das Geschehen. Tierärztin und Tochter Karin hat mittlerweile die Koordination auf Platz übernommen. Es geht darum, die Tiere wenn möglich zurück ins Gehege zu drängen oder dann zu betäuben.

Der gefährlichste Fall
Schimpansen werden oft falsch wahrgenommen. Sie sind uns Menschen kräftemässig weit überlegen und handeln auch intelligent. Ernst Federer meint, „Schimpansen ausserhalb ihres Geheges ist die gefährlichste Situation, die eintreten könnte.“ Während sich ein Tiger wahrscheinlich eher verstecken würde und auch einschüchtern lässt, sind sich Schimpansen ihrer Überlegenheit durchaus bewusst.

Andere Alarmsituationen können auch ein Brand sein, oder der Ausbruch weniger gefährlicher Wildtiere. Die Alarmstufe 1 wird im Zoo nur bei Schimpansen und Grosskatzen ausgelöst. Priorität bei allen Situationen hat die Sicherheit der Besuchenden und Mitarbeitenden.

Lob und Kritik
Am Abend findet dann die Übungsbesprechung – natürlich im Besuchergang des Schimpansenhauses – statt. Die richtige Blacky sitzt vorne an der Scheibe. Digit und Cess sammeln gerade Holzwolle für ihr Bett.

„Die Alarmierung ist sehr gut und vor allem auch schnell erfolgt“, lobt Federer. Hier hat sich gezeigt, dass der Alarmplan auch in der Praxis funktioniert. Aber es gab auch Kritik. „Ihr wart viel zu mutig, viel zu nahe am Tier.“ Dadurch werde das Tier unnötig unter Druck gesetzt und auch der Einsatz des Betäubungsgewehrs erschwert, führt Federer weiter aus.

Als Resümee bewertet der Zoodirektor die Arbeit des Teams als gut bis sehr gut. Er ist sich bewusst, dass jede Situation wieder anders ist und daher hat er wahrscheinlich auch schon die nächste Übung im Kopf, die in ein paar Monaten stattfinden wird.

Medienkontakt Stefan Specht, Marketing und Events
Tel. 071 387 50 68 / Mail marketing@walterzoo.ch

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Die fünfmillionste Besucherin des Papilioramas ist eine junge Baselländerin !

10. März 2014

Foto (von rechts nach links): Lorenz Schläfli, C.O. Stiftung Papiliorama; Mutter von Lara und Lara Martins; Chantal Derungs,leitende Biologin; Caspar Bijleveld, Direktor Stiftung Papiliorama

Lara Martins von Reinach, welche am heute um 11:19 Uhr das Papiliorama betrat, ist die fünfmillionste Besucherin des Papilioramas in Kerzers. Das Papiliorama existiert seit bald 26 Jahren. Lara und ihre Mutter sind aus dem Baselland angereist, dort sind momentan Fasnachtsferien. Beide waren überrascht und erfreut über den Empfang mit Blumenstrauss und die Einladung für den gesamten Tag, welchen sie von der Geschäftsführung der Stiftung erhielten.

Es könnte sein, dass Lara ihr Glück vorausgeahnt hat: beide, sie und ihre Mutter, trugen Kleider mit Schmetterlingsmotiven. Der Vater und der Bruder von Lara waren leider nicht im Papiliorama; die ganze Familie erhält aber eine Zweijahreskarte mit unbeschränktem Eintritt ins Papiliorama.

Foto (von rechts nach links): Lorenz Schläfli, C.O. Stiftung Papiliorama; Mutter von Lara und Lara Martins; Chantal Derungs,leitende Biologin; Caspar Bijleveld, Direktor Stiftung Papiliorama

Kerzers, 10. März 2014

Weitere Auskünfte
Caspar Bijleveld, Direktor der Stiftung Papiliorama

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Erste Geburt eines Ameisenbären im Papiliorama (CH)

13. Februar 2014

Erste Geburt eines Ameisenbären im Papiliorama

Schon wieder darf sich das Papiliorama über eine Premiere freuen: Am 7. Januar erblickte ein Südlicher Tamandua, eine Ameisenbärenart aus Südamerika, das Licht der Welt. Der kleine Tamandua ist zurzeit noch eng an seine Mutter geklammert. Nachmittags wird er nun immer öfter zusammen mit ihr bei der Erkundung seines Geheges zu sehen sein.

Die Eltern des Babys, Orinoka und Guillermo, wurden erst im Oktober in ihrem neuen Gehege im Jungle Trek zusammengeführt. Sie fanden offenbar sofort Gefallen an einander, so dass das Weibchen nach einer Tragzeit von rund 190 Tagen bereits ihr erstes Jungtier zur Welt brachte. Dass es so schnell Nachwuchs gegeben hat ist umso erfreulicher, weil Orinoka bei dieser ersten Geburt bereits über 10-jährig war. Das Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist, wird ein Jahr lang in der Obhut seiner Mutter bleiben.

Der Südliche Tamandua (Tamandua tetradactyla) stammt aus den Tropenwäldern Südamerikas. Er ist sehr anpassungsfähig und kann sowohl tag-, als auch nachtaktiv sein. Zudem ist er sowohl baum- als auch bodenbewohnend. Ameisenbären gehören zu einer der ältesten Säugetiergruppen der Erde und ernähren sich vor allem von Ameisen, Termiten und Bienen. Sie besitzen keine Zähne, dafür eine rund 40cm lange Zunge. In den Mitgliedzoos des Europäischen Zooverbands (EAZA) leben derzeit rund 100 Südliche Tamanduas, wobei das älteste Tier 19 Jahre alt ist. Die Population wird vom Zoo Krefeld überwacht zwecks Gewährleistung der genetischen Vielfalt.

Kerzers, 13. Februar.2014

Weitere Auskünfte
Caspar Bijleveld, Direktor der Stiftung Papiliorama

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Das Papiliorama eröffnet den « Zoé-Zoo », den renovierten und vergrösserten Minizoo (CH)

30. September 2013

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Feierliches Wochenende für die Stiftung Papiliorama: Nach mehr als einjähriger Bauzeit hat das Papiliorama seinen neuen Zoé-Zoo eröffnet. Die Fläche des seit 2004 bestehenden Areals wurde praktisch verdoppelt. Die Besucher können verschiedene Bauernhoftiere bestaunen und streicheln.

Das neue Gelände konnte dank des Legates einer Natur-und Tierliebhaberin, sowie auch Bewunderin des Papilioramas, verwirklicht werden. Ihr Vorname war Zoé. Ihre Mutter hat sie als Kind „Zou“ genannt. Grund genug für das Papiliorama, den neuen, den Tieren des Bauernhofes gewidmeten Minizoo, „Zoé-Zoo“ zu taufen.

Der Zoé-Zoo folgt dem neuen thematischen roten Faden der Aussenbereiche des Papilioramas: Das Seeland wie es war und heute ist. Nun ist es nicht mehr nur ein Minizoo; sondern ein Ort der Ruhe, welcher zum idyllischen Spaziergang zwischen Hainen und Bächlein einlädt, ganz im Stile des Seelands inklusive typischen Miniatur-Bauernhäusern mit echtem Fachwerk.

Der Zoé-Zoo ist das Königreich der Esel, Schweine, Kaninchen, Ziegen, Hühner, Enten, Tauben und Pfauen. Vier der hier lebenden Arten sind alte, heute selten gewordene Rassen, für welche sich „ProSpecieRara“ einsetzt, eine Vereinigung, mit der die Stiftung Papiliorama zusammenarbeitet. Die Portraits aller Tiere zieren neu die Fassade des „Zoé-Zoos“.

Kerzers, 30.09.2013

Pressemitteilung / Medienmitteilung zum downloaden (PDF) – Deutsch

Für weitere Informationen
Caspar Bijleveld, Direktor Stiftung Papiliorama
contact@papiliorama.ch
http://www.papiliorama.ch

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Papiliorama: ein Bébé Faultier ist Ende Sommer stresslos geboren.

19. September 2013

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Beeile dich langsam: ein Bébé Faultier ist Ende Sommer stresslos geboren.

Das junge Faultier wurde am 29. August 2013 im Papiliorama in Kerzers geboren. Geburten von Zweifinger Faultieren sind im Papiliorama zwar nicht selten, aber es ist das erste Mal, dass ein Junges zur Welt kommt, dessen Mutter bereits im Papiliorama zur Welt gekommen ist. Diese Beständigkeit freut natürlich alle TierpflegerInnen, welche sich Tag für Tag um die Faultierpopulation in Kerzers kümmern.

Die Mutter „Janis“ kam im Dezember 2009 im Nocturama zur Welt, ist also eine echte Freiburgerin. Der Vater „Felice“ im Mai 2005 im Zoo Zürich, ein gebürtiger Zürcher. Das Bébé ist daher das Ergebnis einer symbolischen, röschtigrabenübergreifenden Bindung. Für Besucherinnen und Besucher ist das junge Faultier während den Fütterungszeiten im Eingangsbereich des Nocturama normalerweise gut sichtbar

Das kleine Faultier hat noch keinen Namen und für die Geschlechtsbestimmung ist es noch zu früh. Jedermann ist dazu eingeladen, uns eine Postkarte zu schicken mit zwei Vorschlägen: einem weiblichen und einem männlichen Vornamen. Einzige Bedingung; der Name muss mit dem Buchstaben „N“ beginnen.

Für weitere Informationen
Caspar Bijleveld, Direktor Stiftung Papiliorama, 079 458 29 63

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