GV Natur- und Tierpark Goldau: Jubiläumsjahr mit vielen Höhepunkten

1. September 2026

100-Jahr-Jubiläum, lang ersehnter Bärennachwuchs, die Eröffnung der neuen Wild-schwein-Anlage und wichtige Schritte in der Weiterentwicklung des Parks: An der rege besuchten Generalversammlung blickte der Natur- und Tierpark Goldau auf ein aussergewöhnliches Geschäftsjahr 2025/26 zurück. Gleichzeitig präsentierte er ein positives finanzielles Ergebnis und zeigte auf, wohin die Reise in den kommenden Jahren führt.

Mit rund 130 Gästen war die 100. GV des Natur- und Tierparks Goldau am 29. August 2026 im Park-Restaurant «Grüne Gans» sehr gut besucht. Im Zentrum stand der Rückblick auf ein Ge-schäftsjahr, das ganz im Zeichen des 100-Jahr-Jubiläums stand. Mit zahlreichen Veranstaltun-gen, Spezialangeboten und kommunikativen Massnahmen feierte der Park sein hundertjähriges Bestehen – und richtete gleichzeitig den Blick nach vorne. «Nachdem wir im vergangenen Jahr auf 100 Jahre Park-Geschichte zurückgeblickt haben, möchten wir heute vor allem zeigen, wo wir stehen, was wir im vergangenen Jahr erreicht haben und wie wir den Park weiterentwi-ckeln», erklärte Präsidentin Regula Straub an der GV.

Positives Ergebnis im Jubiläumsjahr
Finanziell zeigte sich das Berichtsjahr vielschichtig. Trotz zusätzlicher Investitionen im Jubilä-umsjahr schloss der Natur- und Tierpark Goldau das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis ab. Der Betriebsertrag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von CHF 13.82 Mio. auf CHF 14.68 Mio. Das Betriebsergebnis betrug rund CHF 697’000, das Jahresergebnis CHF 222’000.

Erfreulich entwickelten sich insbesondere die Einnahmen aus Spenden, Beiträgen und Paten-schaften sowie dem Tierpark-Shop. Gleichzeitig zeigte die konsequente Prozessoptimierung und Kostensteuerung Wirkung: Die Energieaufwendungen konnten um 15 Prozent, die IT- und Verwaltungskosten um 21 Prozent gesenkt werden. «Wir haben im Geschäftsjahr unsere Kosten und Strukturen genau analysiert und wichtige Grundlagen geschaffen. Das gibt uns die nötige Stabilität, um die Weiterentwicklung des Parks gezielt und gewissenhaft anzugehen», erläuterte Katrina Wenger, Direktorin des Natur- und Tierparks Goldau.

Tierischer Nachwuchs und neue Lebensräume
Für besondere Aufmerksamkeit sorgten im Berichtsjahr die tierischen Höhepunkte. Im Januar 2026 kamen erstmals seit 18 Jahren wieder Syrische Braunbären im Park zur Welt. Die beiden Jungtiere sind nicht nur Publikumslieblinge, sondern auch ein wichtiges Zeichen für die erfolgrei-che Haltung und Zucht dieser gefährdeten Unterart.

Nahrungssuche für die Tiere. Die neue Anlage verbindet Tierwohl und natürliche Verhaltenswei-sen mit Wissensvermittlung und einem attraktiven Gästeerlebnis.

Bereits im Mai 2025 durfte sich der Park nach mehr als einem Vierteljahrhundert erstmals wie-der über Luchsnachwuchs freuen. Die Jungtiere Janka und Katinka leisten einen wichtigen Bei-trag zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. «Worauf ich persönlich sehr stolz bin, ist die Entwicklung, die wir bei den Tieren bereits erreicht haben», betonte Regula Straub. «Nach-wuchs ist nicht nur eine Attraktion für unsere Gäste. Er ermöglicht den Tieren auch, artspezifi-sche Verhaltensweisen und einen natürlichen Lebenszyklus auszuleben, und spielt bei bedroh-ten Tieren eine wichtige Rolle im Artenschutz.»

Artenschutz über die Parkgrenzen hinaus
Auch ausserhalb des Parks engagierte sich der Natur- und Tierpark Goldau für bedrohte Tierar-ten. Das in Tschechien geschlüpfte und in Goldau von Bartgeiern aufgezogene Jungtier «Ge-nerl» wurde im Frühling 2025 ausgewildert. Ebenfalls ausgewildert wurden ein Steinkauz in Deutschland und drei Habichtskäuze in Österreich.

In einem spannenden Kurzreferat vermittelte Dr. Pascal Marty, Leiter Zoologie und Kurator des Natur- und Tierparks Goldau, an der GV zudem Einblicke in die Entwicklung des Populationsma-nagements und dessen heutige und zukünftige Bedeutung für wissenschaftlich geführte Zoos und Tierparks. Dabei ging er auf die verschiedenen Möglichkeiten des Populationsmanagements ein und erläuterte die ethischen und biologischen Konsequenzen der verschiedenen Methoden.

Bildung als wichtiger Pfeiler
Die Bildungsarbeit nimmt im Park weiterhin einen hohen Stellenwert ein. Mit Angeboten für un-terschiedliche Altersgruppen – von den Mini Rangern über unterschiedlichste Schulprogramme bis zu Führungen für Kinder und Erwachsene – vermittelt der Natur- und Tierpark Goldau Wis-sen über Natur- und Artenschutz und schafft unmittelbare Naturerlebnisse.

Dass Bildungsarbeit enorm wichtig ist, unterstreicht auch die finanzielle Unterstützung der Kan-tone Schwyz und Zug für die nächsten fünf Jahre – ein wichtiges Signal, das auch Katrina Wenger betonte: «Bildung gehört zu unseren zentralen Aufgaben. Wer Tiere und ihre Lebens-räume kennt und versteht, entwickelt auch eine höhere Bereitschaft, sich für deren Schutz ein-zusetzen.»

Mit klarer Strategie in die Zukunft
Im Anschluss sprach Katrina Wenger über die Zukunft des Parks. Dieser befindet sich in einer Transformations-, Aufbau- und Investitionsphase. Im Zentrum der Unternehmensstrategie steht die Frage, wie die Anforderungen an einen modernen, wissenschaftlich geführten Zoo mit einem attraktiven Naturerlebnis und einer wirtschaftlich nachhaltigen Entwicklung verbunden werden können. Schwerpunkte liegen auf modernen Tieranlagen, einer hohen veterinärmedizinischen Qualität, zeitgemässen Gästeangeboten sowie der Digitalisierung interner Prozesse.

Verabschiedungen und neue Ehrenmitglieder
Mit Erwin Suter und Werner Schibig wurden an der GV zwei langjährige Mitglieder der Verwal-tungskommission verabschiedet. Erwin Suter engagierte sich während acht Jahren im Vorstand, unter anderem als Vizepräsident und Vorsitzender des Finanzausschusses. Werner Schibig gehörte dem Gremium neun Jahre an und wirkte als Aktuar sowie im Projekt- und Findungsaus-schuss mit. Präsidentin Regula Straub würdigte ihren ausserordentlichen Einsatz, ihre Verläss-lichkeit und ihr langjähriges Engagement für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Natur- und Tierparks Goldau. Zu neuen Kommissionsmitgliedern wurden Othmar Stöckli und Prof. Dr. Marta Manser gewählt.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Sara Gianella, Leiterin Marketing & Kommunikation Natur- und Tierpark Goldau: sara.gianella@tierpark.ch / +41 41 859 06 84

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Ausflüge tun gut: Ausflugsziele.ch macht Lust auf kleine Auszeiten in der Schweiz

14. August 2026

Ausflüge bringen Abwechslung in den Alltag, schaffen gemeinsame Erlebnisse und eröffnen neue Perspektiven. Ausflugsziele.ch inspiriert als Schweizer Online Magazin zu kleinen und grossen Auszeiten – für Familien, Paare, Gruppen und alle, die ihre freie Zeit bewusst erleben möchten.

Ausflugsziele.ch

Ein freier Nachmittag, ein Wochenende mit der Familie, ein spontaner Ferientag oder ein besonderer Moment zu zweit: Oft braucht es gar nicht viel, um dem Alltag für ein paar Stunden zu entfliehen. Ein Ausflug kann guttun, den Kopf frei machen, verbinden, überraschen und neue Energie schenken.

Die Schweiz bietet dafür unzählige Möglichkeiten. Berge, Seen, Wälder, Städte, Dörfer, Museen, Tierparks, Erlebnisbäder, Schlösser, Bahnen, Schiffe, Themenwege, Bauernhöfe, Wellnessangebote und kulinarische Erlebnisse laden dazu ein, die eigene Umgebung neu zu entdecken oder bekannte Orte aus einem anderen Blickwinkel zu erleben.

Genau hier setzt Ausflugsziele.ch an. Das Schweizer Online Magazin bündelt seit 1998 Ausflugsideen, Freizeitangebote und Erlebnisvorschläge aus der ganzen Schweiz. Im Mittelpunkt steht die Inspiration: Menschen sollen Lust bekommen, rauszugehen, etwas Schönes zu erleben und ihren freien Tag mit einem passenden Ausflug zu bereichern.

Ob Familienausflug mit Kindern, gemütlicher Spaziergang, Wanderung mit Aussicht, Museumsbesuch, Tiererlebnis, Schifffahrt, Erlebnisbahn, Badeplausch, Brunch, Outdoor-Abenteuer, Indoor-Ausflug bei Regen oder romantischer Ausflug zu zweit – Ausflugsziele.ch zeigt, wie vielfältig Ausflüge in der Schweiz sein können.

Dabei geht es nicht immer um das grosse Abenteuer. Manchmal reicht eine kleine Auszeit in der Natur, ein Aussichtspunkt, ein Besuch im Erlebnisbad, ein Spaziergang durch einen Park, eine Fahrt mit der Bergbahn oder ein gemeinsames Frühstück an einem besonderen Ort. Gerade solche Momente bleiben oft in Erinnerung.

Ausflugsziele.ch ist ein kuratiertes Online Magazin für Ausflüge, Freizeit und Erlebnisse in der Schweiz. Die Plattform inspiriert Menschen, die aktiv nach Ideen suchen – nach Wetter, Stimmung, Saison, Begleitung oder Erlebnisart.

Für Freizeitanbieter, Ausflugsziele, Destinationen und touristische Partner bietet Ausflugsziele.ch ein besonders passendes thematisches Umfeld. Wer hier präsent ist, erreicht Nutzerinnen und Nutzer in einem Moment, in dem sie offen für Inspiration sind und konkrete Ideen für ihre Freizeit suchen.

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Wenn es heiss wird: So kühlen sich die Tiere im Natur- und Tierpark Goldau ab

4. August 2026

Steigen die Temperaturen, passen auch Tiere ihr Verhalten an. Während Menschen ihren Körper vor allem durch Schwitzen kühlen, nutzen Wildtiere unterschiedliche Strategien: Sie hecheln, suhlen sich im Schlamm, geben Wärme über gut durchblutete Körperregionen ab oder verlegen ihre Aktivitäten in die kühleren Tageszeiten. Im Natur- und Tierpark Goldau können sie diese natürlichen Mechanismen in naturnah gestalteten Anlagen optimal nutzen.

Warme Sommertage gehören für viele Tierarten zu ihrem natürlichen Jahresverlauf. Im Laufe der Evolution haben sie deshalb unterschiedliche physiologische und verhaltensbezogene Mechanismen zur Regulation ihrer Körpertemperatur entwickelt. Auch für die Tiere des Natur- und Tierparks Goldau sind keine besonderen Kühlmassnahmen nötig. «Unsere Tiere sind an sommerliche Temperaturen generell gut angepasst. In den naturnah gestalteten Anlagen können sie selbst wählen, wo sie sich aufhalten und ihre Aktivitäten in die kühleren Tageszeiten verlegen. Wichtig ist, dass ihnen jederzeit frisches Wasser zur Verfügung steht», erklärt Dr. Pascal Marty, Leiter Zoologie des Natur- und Tierparks Goldau.

Von Schlammbad bis Siesta: Jede Tierart kühlt anders

Welche Strategie ein Tier nutzt, hängt von seinen Anpassungen an den natürlichen Lebensraum ab.

Wildschweine besitzen kaum funktionstüchtige Schweissdrüsen und können überschüssige Wärme nur sehr begrenzt über die Haut abgeben. Deshalb suhlen sie sich regelmässig im Schlamm. Das verdunstende Wasser entzieht dem Körper Wärme; zugleich schützt die Schlammschicht vor intensiver Sonneneinstrahlung und lästigen Insekten.

Wölfe und Luchse kühlen ihren Körper vor allem durch Hecheln. Dabei verdunstet Wasser über die Schleimhäute der Zunge, Maulhöhle und oberen Atemwege und führt so Wärme ab. Zwar besitzen Wölfe und Luchse auch Schweissdrüsen an den Fussballen, für die Regulierung der Körpertemperatur spielen diese jedoch wegen ihrer kleinen Oberfläche kaum eine Rolle.

Huftiere wie Rothirsche, Sikahirsche, Steinböcke oder Mufflons können Wärme auch über Schweiss abgeben. Die Effizienz unterscheidet sich aber von Art zu Art. An heissen Tagen reduzieren Huftiere ihre Aktivität während der Mittagszeit und verlegen das Äsen in die Nacht oder die kühleren Morgen- und Abendstunden. Zusätzlich geben sie Wärme über die Haut und durch Verdunstung über die Atemwege ab.

Auch Syrische Braunbären vermeiden grosse Hitze vorwiegend durch ihr Verhalten: Tagsüber ruhen sie in kühleren Bereichen und nutzen Wasserstellen zur Abkühlung. Ihr dichtes Fell schützt nicht nur im Winter vor Kälte, sondern wirkt auch im Sommer isolierend und kann dadurch verhindern, dass sich der Körper bei direkter Sonneneinstrahlung zu schnell aufheizt.

Futter-Glaces: Abwechslung mit kühlendem Nebeneffekt

An besonders heissen Tagen erhalten einzelne Tierarten des Natur- und Tierparks Goldau – beispielsweise Wildschweine, Hausschweine, Fischotter oder Syrische Braunbären – Futter-Glaces. Die mit Früchten, Gemüse oder anderen geeigneten Futtermitteln gefüllten Eisblöcke dienen in erster Linie der Beschäftigung, dem sogenannten Enrichment. «Die Tiere müssen sich ihr Futter erarbeiten, wie dies auch in der Natur der Fall ist», sagt Dr. Pascal Marty. «Die Abkühlung ist ein willkommener, aber sehr geringer Nebeneffekt – wichtiger ist, dass die Tiere ihre bewährten und natürlichen Strategien zur Abkühlung selbstständig einsetzen können.»

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Dr. Pascal Marty, Leiter Zoologie und Kurator des Natur- und Tierparks Goldau: pascal.marty@tierpark.ch / +41 41 859 06 20

Die Medienmitteilung mit Bild- und Videomaterial steht auf www.tierpark.ch/medien zum Download zur Verfügung.

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Im Erlebnis-Shop von Ausflugsziele.ch stehen Geschenkgutscheine in zwei Varianten bereit: Erlebnis-Gutscheine für ein konkretes Angebot sowie Wertgutscheine, die für alle Erlebnisse im Shop einlösbar sind. Beide sind online erhältlich, zehn Jahre gültig und eignen sich ideal zum Verschenken – flexibel, persönlich und sofort verfügbar.

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Heisse Tage, gute Ausflugsideen

19. Juni 2026

Die Schweiz erlebt in den nächsten Tagen einen ausgesprochen sommerlichen Wetterabschnitt. Viel Sonne, hohe Temperaturen und warme Abende machen Lust auf Ausflüge – gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach passenden Ideen für heisse Tage.

Ausflugsziele.ch inspiriert seit 1998 zu Ausflügen, Freizeitideen und Erlebnissen in der ganzen Schweiz. Das Online-Magazin zeigt, wie vielfältig die Möglichkeiten gerade im Sommer sind: erfrischende Ausflüge ans Wasser, Spaziergänge durch schattige Wälder, Erlebnisse in den Bergen, Besuche in Museen, Höhlen, Schluchten, Parks oder Indoor-Angebote für besonders heisse Stunden.

Wer seine freie Zeit bewusst gestalten möchte, findet auf Ausflugsziele.ch Ideen für Familien, Paare, Individualgäste, Freunde und Gruppen. Ob spontaner Nachmittagsausflug, Ferientag daheim, Wochenendprogramm oder gemeinsamer Anlass: Das Schweizer Ausflugsmagazin macht sichtbar, was die Schweiz in der warmen Jahreszeit zu bieten hat.

Auch für Firmen, Vereine, Schulen und private Gruppen bietet Ausflugsziele.ch eine breite Auswahl an Gruppenangeboten. Ergänzend dazu können Ausflugsfreude und Erlebnisse über den Erlebnis-Shop auch verschenkt werden – mit Ausflugsziele.ch Wertgutscheinen oder Erlebnis-Gutscheinen für konkrete Angebote.

Im Mittelpunkt steht die Freude am Entdecken. Denn gerade heisse Sommertage laden dazu ein, den Alltag zu unterbrechen, neue Orte kennenzulernen und gemeinsame Zeit draussen oder an angenehm kühlen Orten zu verbringen.

Heiss, heisser… Erlebnisse zum Abkühlen

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Luchse, Wisente, Steinböcke und Co.: Es «jünglet» in Goldau

1. Juni 2026

Der Natur- und Tierpark Goldau verzeichnet diesen Frühling aussergewöhnlich viel Nachwuchs: Neben den bekannten Bärenjungtieren sind drei Luchse, ein Wolf sowie Wisente, Alpensteinböcke, Mufflons, Zwergziegen, Waldrappen und Streifengänse zur Welt gekommen. Für den wissenschaftlich geführten Park ist dies mehr als ein schönes Naturerlebnis: Der Nachwuchs zeigt, wie wichtig die erfolgreiche Arbeit des Natur- und Tierparks Goldau für den Artenschutz ist.

Dieser Frühling zeigt sich im Natur- und Tierpark Goldau besonders lebendig. Deutlich mehr Jungtiere als in den vergangenen Jahren sind zur Welt gekommen. Die jungen Bären Taya und Tarek sind vielen Gästen bereits bekannt. Doch auch bei anderen Tieren wächst Nachwuchs heran – je nach Entwicklungsstand bereits gut sichtbar oder noch in geschützten Bereichen der Anlagen.

Drei Luchse und ein Wolf

Besonders erfreulich ist der Nachwuchs bei den Luchsen: Gleich drei Jungtiere sind im Mai im Natur- und Tierpark Goldau zur Welt gekommen. In den nächsten Wochen werden sich die Kleinen vermehrt aus der Wurf-Box trauen und sich den Gästen zeigen. Aktuell leben somit sieben Luchse im Park. Der Luchsnachwuchs ist ein wichtiger Beitrag zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Die beiden Jungtiere vom letzten Jahr, Janka und Katinka, werden den Park in den nächsten Wochen verlassen und ein neues Zuhause in einem anderen europäischen, wissenschaftlich geführten Zoo beziehen, wo sie ihrerseits für Nachwuchs sorgen können. Somit trägt der Natur- und Tierpark Goldau bei den Luchsen aktiv bei, die genetische Vielfalt langfristig und koordiniert zu sichern.

Bei den Wölfen gab es seit 13 Jahren zum ersten Mal Nachwuchs. Mindestens ein Jungtier konnte bisher festgestellt werden. Es hält sich aktuell noch in einem geschützten Bereich der Anlage auf und ist für Gäste erst in einigen Wochen sichtbar. Vorerst werden der junge Wolf und die jungen Bären nicht zusammengeführt. Somit befinden sich die beiden Tierarten für die nächste Zeit in unterschiedlichen Teilen der Bär-Wolf-Anlage.

Jungtiere bei Wisent, Steinbock und Co.

Damit nicht genug: Nachwuchs gab es auch bei den Alpensteinböcken, Mufflons, Zwergziegen, Waldrappen und Streifengänsen. Die Jungtiere sind in ihren Anlagen gut zu beobachten – etwa beim Ruhen, Klettern, Spielen oder in der Nähe ihrer Elterntiere.

Gut in der Anlage zu sehen sind auch die beiden jungen Wisent-Weibchen. Waren die grössten Landsäugetiere Europas in freier Wildbahn einst verschwunden, haben koordinierte Zuchtprogramme und Wiederansiedlungen wesentlich dazu beigetragen, dass die Art heute wieder in Schutzgebieten vorkommt. Nachwuchs bei den Wisenten ist deshalb nicht nur ein herziger Anblick für Gäste, sondern auch ein sichtbares Zeichen dafür, wie wichtig langfristige Erhaltungszucht ist.

Eine besondere Rolle spielt der Natur- und Tierpark Goldau beim Alpensteinbock: Der Park koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese Art. Damit vernetzt er zoologische Institutionen, stimmt Zucht und Tierabgaben fachlich ab und unterstützt dabei, stabile und genetisch gesunde Populationen in menschlicher Obhut zu erhalten.

Gutes Zeichen für Tierhaltung, Zucht und Artenschutz

Dass in einem Frühling so viele Jungtiere zur Welt kommen, ist auch für den Natur- und Tierpark Goldau nicht selbstverständlich. Für dessen Direktorin Katrina Wenger sind die Jungtiere eine grosse Freude – und ein starkes Signal: «Die erfolgreiche Zucht von gefährdeten Arten wie dem Wisent, Luchs, Waldrapp oder den Syrischen Braunbären zeigt exemplarisch auf, wie wichtig unsere tägliche Arbeit für den Artenschutz ist.» Jungtiere sind aber nicht nur für den Artenerhalt und die koordinierte Zucht wichtig. Sie verändern auch den Alltag der Tiere: Eltern- und Gruppentiere werden gefordert, es entstehen neue soziale Situationen, Spielverhalten und Interaktionen. «Nachwuchs wirkt damit wie eine natürliche Form der Beschäftigung für unsere Tiere – ein Enrichment, das sie auf vielfältige Weise fordert und bereichert», ergänzt Dr. Pascal Marty, Kurator des Natur- und Tierparks Goldau.

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Verschollene Luchsin Vreni wieder aufgetaucht – mit Nachwuchs

7. Mai 2026

Grosse Freude im Wildnispark Zürich: Die im August 2024 im Thüringer Wald ausgewilderte Luchsin Vreni hat Nachwuchs bekommen. Die Freude ist umso grösser, weil das Luchsweibchen lange als verschollen galt.

Die freilebenden Luchsbestände sind in West- und Zentraleuropa stark unter Druck. Die einzelnen Populationen sind teilweise sehr klein und schlecht miteinander vernetzt, dadurch drohen die Bestände genetisch zu verarmen. Gezielte Auswilderungen tragen dazu bei, die Populationen miteinander zu verbinden und zu stärken.

Koordiniert durch das internationale Netzwerk «Linking Lynx» wurden seit Anfang 2023 in Deutschland 16 in Zoos geborene Luchse ausgewildert. Drei davon stammen aus dem Wildnispark Zürich: Vreni sowie ihre Schwestern Verena und Freya.

Erst verschollen, jetzt Hoffnungsträgerin

Vreni wurde im August 2024 im Thüringer Wald ausgewildert. Wildtierkameras und ihr GPS-Sender zeigten, dass sie sich schon nach kurzer Zeit gut in ihrer neuen Umgebung eingelebt hatte. Rasch war sie auch in der Lage, Rehe zu jagen, obwohl sie dies im Rahmen der Zoohaltung nie üben konnte.

Aufgrund eines technischen Defektes des Senders brach der Kontakt zu Vreni jedoch frühzeitig ab. Über ein Jahr gab es kein Lebenszeichen des Tieres. Erst durch neue Aufnahmen von Fotofallen konnte Vreni nun anhand ihrer individuellen Fellzeichnung eindeutig identifiziert werden. Eine der Aufnahmen zeigt ausserdem einen jungen Luchs, der Vreni in kurzem Abstand folgt.

Artenschutzprojekt «Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen»

«Wir sind überglücklich, dass Vreni noch am Leben ist und dass sie sich weiterhin im Thüringer Wald aufhält. Als ich die Luchsin und ihr Jungtier bei der Durchsicht der Fotofallen-Aufnahmen entdeckt habe, war dies für mich eine der Sternstunden unseres Projektes», freut sich Dr. Markus Port, Luchsexperte des BUND Thüringen. Er gehört zum Team des Artenschutzprojekts «Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen».

Das Jungtier, das auf der Aufnahme zu sehen ist, ist bereits fast ausgewachsen, und dürfte im Frühjahr 2025 zur Welt gekommen sein. «Die damals etwa zweijährige Vreni hat sich also schon im ersten Jahr nach ihrer Auswilderung erfolgreich fortpflanzen können. Das ist ein grosser Erfolg für unser Projekt», erklärt Port. Luchse bringen einmal im Jahr zwei bis vier Junge zur Welt. Wie gross der Wurf von Vreni war, ist nicht bekannt. Oft werden nicht alle Jungtiere von den Wildtierkameras erfasst.

Thüringen als Brücke zwischen Harz und Bayrischem Wald

Vrenis Nachwuchs markiert einen entscheidenden Schritt beim Aufbau einer stabilen Population in Thüringen und den angrenzenden Bundesländern. Ziel des Projekts ist es, im Thüringer Wald eine dauerhafte Luchspopulation zu etablieren und damit eine wichtige Verbindung zwischen den bestehenden Vorkommen im Harz und im Bayerischen Wald zu schaffen.

Auch im Wildnispark Zürich ist der Jubel gross. «Wir freuen uns sehr, dass Vreni sich im Thüringer Wald etablieren konnte», erklärt Karin Hindenlang Clerc, Geschäftsführerin der Stiftung Wildnispark Zürich. «Es erfüllt uns mit Stolz und Dankbarkeit, dass wir zum Erhalt dieser wunderbaren Tierart in Europa beitragen können.» Der Wildnispark Zürich beteiligt sich am Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) und gehört zu den wenigen Zoos in Europa, wo Luchse gezielt auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden können.

PS: Eine der Wildtierkamera-Aufnahmen zeigt übrigens, dass Vreni bereits wieder von einem Männchen begleitet wurde. Der Kuder heisst Ionel, stammt aus Rumänien und wurde im April 2025 ausgewildert.

Pressekontakt:
Mirella Wepf,
Projektleiterin Kommunikation,
Wildnispark Zürich,
Tel. 044 722 55 26,
mirella.wepf(at)wildnispark.ch

Kerstin Neumann, Christina Eberhardt,
BUND Thüringen,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. +49 361 5550314
presse(at)bund-thueringen.de


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Erstmals seit 18 Jahren Bärennachwuchs im Natur- und Tier-park Goldau

14. Januar 2026

Am 11. Januar 2026 hat Bärin Tamar zum ersten Mal Jungtiere geboren. Vater ist der 18-jährige Takis. Die Geburt ist ein wichtiger Erfolg für den Artenschutz, denn die Tiere ge-hören zur Unterart der gefährdeten Syrischen Braunbären.

Am 11. Januar stellten die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Natur- und Tierparks Goldau an-hand der Überwachungskameras in den Winterhöhlen erstmals kleine Bewegungen im Bauch-bereich von Tamar fest. Schnell war klar, dass die achtjährige Braunbärin zum ersten Mal Nach-wuchs zur Welt gebracht hat. Wie viele Jungtiere es sind, kann derzeit noch nicht bestimmt wer-den – auch, ob alle Jungtiere überleben, ist aktuell noch ungewiss.

Geburt während Winterruhe, erste Sichtung im Frühling
Der Zeitpunkt der Geburt entspricht den natürlichen Fortpflanzungsbedingungen von Braunbä-ren. Nach der Paarungszeit im Frühjahr folgt die sogenannte Keimruhe, bei der sich der Embryo zunächst nicht weiterentwickelt. Die weitere Entwicklung ist dann so abgestimmt, dass die Jung-tiere während der Winterruhe zur Welt kommen.

Bei der Geburt sind die Jungbären sehr klein und hilflos. Die kommenden Wochen verbringen sie mit Mutter Tamar in den neuen Winterhöhlen im Park, werden von ihr gesäugt und wachsen schnell heran. «Im Frühling werden die Jungtiere mit ihrer Mutter Tamar die Winterhöhle verlas-sen und für unsere Besuchenden erstmals sichtbar sein», freut sich Dr. Pascal Marty, Leiter Zo-ologie und Kurator des Natur- und Tierparks Goldau.

Zucht wieder möglich
Im Natur- und Tierpark Goldau wurde seit 2008 bewusst auf die Zucht von Braunbären verzich-tet. Europaweit gibt es jedoch immer wieder Tiere aus Auffangstationen, die nicht mehr ausge-wildert werden können und ein dauerhaftes Zuhause benötigen. So kamen im Jahr 2024 auch die Bärinnen Tamar und Dalia nach Goldau.

Derzeit wird in Europa ein neues Erhaltungszuchtprogramm speziell für die syrische Unterart des Braunbären aufgebaut. Dieses Programm ermöglicht nun auch wieder eine gezielte Zucht im Natur- und Tierpark Goldau – und führte nun erstmals seit 18 Jahren zu Nachwuchs.

Beitrag zum Schutz einer gefährdeten Unterart
Der Schutz von Arten ist – neben Naturschutz, Forschung und Bildung – eine zentrale Aufgabe eines modernen Tierparks. Der Syrische Braunbär gilt als stark bedroht: In vielen Teilen seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets ist er bereits ausgestorben oder die Bestände sind stark rückläufig. Mit der Haltung und Zucht dieser kleinsten Unterart des Braunbären leistet der Natur- und Tierpark Goldau einen wichtigen Beitrag zu deren Schutz.

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Rastplatz Luchs im Natur- und Tierpark Goldau eröffnet

27. September 2025

Der Natur- und Tierpark Goldau hat einen neuen Ort zum Verweilen und Geniessen: den Rastplatz Luchs. Entstanden ist er in enger Zusammenarbeit mit den Lernenden des Berufsbildungszentrums Goldau.

Der neue Rastplatz Luchs befindet sich – der Name ist Programm – bei der Luchs-Anlage. Der Unterstand ist bereits das dritte Gemeinschaftsprojekt des Natur- und Tierparks Goldau mit dem Berufsbildungszentrums Goldau (bbzg). Dessen Lernende der Fachrichtungen Zeichner/in Architektur, Maurer/in, Zimmermann/Zimmerin sowie Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in übernahmen auch beim aktuellen Projekt viel Verantwortung – von der ersten Idee bis zur feierlichen Eröffnung. Im Rahmen eines Wettbewerbs setzten sie das Siegerprojekt mit grosser Selbständigkeit um, planten alle Details und erstellten Materiallisten und Baupläne. Selbst die «Aufrichte», an der das Projekt vorgestellt wurde, samt selbstgemachtem Apéro organisierten die Lernenden. «Es war spannend, ein Projekt von der Skizze bis zum fertigen Rastplatz zu begleiten», sagt Nylas Küttel, Lernende/r im Bereich Zimmerei am bbzg. «Wir konnten unser erlerntes Wissen praktisch anwenden und sehen, dass unsere Arbeit vor Ort etwas bewirkt.»

Grosse Unterstützung für Lernenden-Projekt
Beeindruckend waren die zahlreichen Ideen und das Engagement der Lernenden für dieses Projekt. Viel zum Gelingen beigetragen haben aber auch die finanzielle Unterstützung, die ideelle Hilfe und die Sachspenden von Privatpersonen sowie von Firmen und Lieferanten aus der Region. «Dank ihrem grossen Engagement und der herausragenden Leistung der Lernenden des bbzg entstand mehr als nur eine Sitzgelegenheit im Grünen», freuen sich Joe Michel, Projektleiter sowie Leiter Bau und Infrastruktur des Natur- und Tierparks Goldau, und René Beeler, Projektverantwortlicher seitens bbzg. «Der Rastplatz Luchs verbindet Natur, handwerkliches Geschick und Teamgeist von allen Beteiligten – und zeigt, wie bereichernd die Zusammenarbeit mit jungen Menschen ist.»

So dient der Rastplatz Luchs allen Besuchenden bei Sonne und regnerischem Wetter als Unterstand – um innezuhalten, die Natur zu geniessen und die besondere Atmosphäre dieses Gemeinschaftswerks zu erleben.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Joe Michel, Leiter Bau & Infrastruktur des Natur- und Tierparks Goldau: joe.michel@tierpark.ch / +41 41 859 06 22

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Skulpturen überfallen Bahnhof Arth-Goldau

4. September 2025

Am Bahnhof Arth-Goldau begegnet man nicht nur Reisenden, sondern neu auch einem historischen Schaffner der Rigi-Bahn, zwei Schwingern oder sogar einem Bären. Die 15 lebensgrossen Skulpturen im Bahnhofsareal bilden das Herzstück des Projekts «Nächster Halt», mit dem die Gemeinde Arth gleich zwei Jubiläen feiert: 150 Jahre Arth-Rigi-Bahn und 100 Jahre Natur- und Tierpark Goldau.

Offiziell lanciert wurde das Jubiläums-Projekt «Nächster Halt» der drei Parteien am 1. September. Seither sorgen die Skulpturen am Bahnhof Arth-Goldau für Aufsehen. Zu sehen – und zu fotografieren – sind unter anderem ein Bartgeier, ein historischer Rigi-Bahn-Schaffner, zwei Schwinger, eine Wanderin oder zwei Sänftenträger. Sie alle nehmen als Repräsentanten der drei Parteien den Bahnhof Arth-Goldau ein und interagieren mit der bestehenden Infrastruktur oder mit Passanten. So badet der Fischotter im Brunnen, der Fuchs durchwühlt den Abfalleimer und die Sänftenträger warten auf «Kundschaft».
Die Skulpturen selbst stammen aus der Werkstatt des Arther Bildhauers Bernhard «Beni» Annen. Er setzte die Figuren in detailreicher und aufwendiger Handarbeit um. Das Material – ein Stahlskelett, umhüllt von Kunststoff und bronzefarben bemalt – sorgt für robuste Langlebigkeit im öffentlichen Raum. Für Idee und Konzept verantwortlich zeigte die Schwyzer Agentur Clavadetscher Gestaltung.

Begegnung mit Bär, Pause dank Sänftenträger

Wie lange die Figuren den Bahnhof Arth-Goldau bereichern, ist noch ungewiss. So oder so freut sich Ruedi Beeler, Gemeindepräsident von Arth, über das gemeinsame Projekt der Rigi Bahnen, des Natur- und Tierparks Goldau und der Gemeinde Arth. «Die Skulpturen sind das nachhaltige Resultat der vertrauensvollen Zusammenarbeit der drei Partner. Sie laden dazu ein, am Bahnhof innezuhalten oder die Umsteigezeit zu verlängern – und vielleicht die nächste Auszeit in unserer Region zu verbringen.»
Katrina Wenger, Direktorin des Natur- und Tierparks Goldau, freut sich insbesondere über die zahlreichen Reaktionen: «Unsere Bär-Skulptur hat es dank Social Media bis nach Portugal geschafft. Vor Ort ist es toll zu sehen, wie Personen unterschiedlichsten Alters mit dem Bär interagieren, die verschiedenen versteckten Eichhörnchen suchen oder sich in die Sänfte setzen und fotografieren lassen.»
Auch Frédéric Füssenich, CEO der Rigi Bahnen, begeistert das Projekt: «Das Resultat ist grossartig – es ist verblüffend, es überrascht, es passt zu uns. Ich bin sicher, die Bevölkerung und die Passanten werden sich noch lange an unserem Gemeinschaftsprojekt erfreuen.»

Wettbewerb und Selfies

Wer den QR-Code bei den Skulpturen scannt, gelangt direkt zur Teilnahme am Wettbewerb. Zu gewinnen gibt es eine Jahreskarte für die Rigi Bahnen und eine Jahreskarte für den Natur- und Tierpark Goldau. Passanten sind zudem eingeladen, Begegnungen mit den Figuren auf Social Media zu teilen und mit folgenden Hashtags zu versehen: @rigi.ch @tierparkgoldau @gemeindearth #naechsterhalt #bahnhofarthgoldau #tierparkgoldau #rigi #gemeindearth.

Natur- und Tierpark Goldau

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Tierpark-Kindergarten Lauerz – wo Lernen in der Natur begeistert

2. Juli 2025

Seit Beginn des Schuljahres 2023 hat eine Gruppe von Kindergartenkindern der Schule Lauerz ihren Lernort vorwiegend im Natur- und Tierpark Goldau. Der erste öffentliche Kindergarten in einer zoologischen Einrichtung der Schweiz setzt auf naturnahes Lernen mit Weitblick. Eine erste Zwischenevaluation zeigt: Das Pilotprojekt der Schule Lauerz, PH Schwyz und des Natur- und Tierparks Goldau trifft den Nerv der Zeit.

Während viele Schulen in der Schweiz einzelne Unterrichtseinheiten ins Freie verlegen, geht der Tierpark-Kindergarten Lauerz einen Schritt weiter: Der Alltag der Kinder, die den Tierpark-Kin-dergarten besuchen, spielt sich grösstenteils draussen ab. Ziel ist es, durch unmittelbares Erle-ben und Erfahren zu lernen und im Einklang mit dem Bewegungs- und Spieldrang der Kinder kognitive, emotionale, soziale und motorische Kompetenzen ganzheitlich und spielerisch zu för-dern. «Die naturnahe Umgebung bietet vielfältige Lerngelegenheiten. Kinder können hier Zu-sammenhänge begreifen, nicht nur aus Büchern», erklärt Prof. Dr. Dr. Jürgen Kühnis, Dozent für Umweltbildung an der PH Schwyz. «Mit dem Konzept des Draussen-Lernens fördern wir das selbständige Entdecken, das Lernen mit allen Sinnen und das Umweltbewusstsein der Kinder.» An vier Tagen pro Woche sind die Kinder im Park unterwegs, den fünften Tag verbringen sie mit den anderen Kindergartenkindern in der Schule.

Positive Resonanz von Kindern und Eltern
Seit zwei Jahren existiert der Tierpark-Kindergarten Lauerz. 2024 wurde die Zwischenevaluation durch die PH Schwyz abgeschlossen und nun der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ergebnisse sind eindeutig: Über 90 Prozent der Eltern würden ihre Kinder wieder für den Tierpark-Kindergarten anmelden. Besonders geschätzt werden die intensiven Naturerfahrungen, das Konzept des Draussen-Lernens und die breite Entwicklungsförderung durch die Kindergartenlehrpersonen. Auch die Kinder zeigen grosse Begeisterung, besonders für das Spielen im Wald, die Tierbe-obachtungen und das kreative Arbeiten und Lernen mit Naturmaterialien.

Forschen, entdecken, draussen sein
Der Tierpark-Kindergarten ist eine Kooperation der Schule Lauerz, des Natur- und Tierparks Goldau und der PH Schwyz. Letztere begleitet das Projekt auf wissenschaftlicher und fachlicher Ebene, während die Schule Lauerz wertvolle Erfahrungen mit ausserschulischen Lernorten mit-bringt. Ein solcher bietet der Natur- und Tierpark Goldau mit seiner naturnahen Umgebung so-wie dem Know-how zu Natur, Tier und Umweltbildung.

Im Tierpark-Kindergarten wird nach dem Lehrplan 21 und in einer vielfältigen Lernumgebung unterrichtet. «Sie nutzen Materialien aus der Natur, beobachten Tiere und erkunden den Park. Die Kinder werden so zu kleinen Forschenden, stärken ihr Umweltbewusstsein, erweitern ihre hand-werklichen Fähigkeiten und vertiefen ihre Beziehung zur Natur», erklärt Daniel Schraven, Schul-leiter der Schule Lauerz. Mit dem für sie ausgebauten «Jägerstübli» steht den Kindern bei schlechtem Wetter oder bei Kälte auch ein Rückzugsort zur Verfügung. Ebenso können sie ei-nen Waldplatz nutzen, um abseits der regulären Tierpark-Besuchenden zu lernen, spielen und verweilen.

Ein Pilotprojekt mit Zukunft
Der Tierpark-Kindergarten ist zunächst auf drei Jahre angelegt und wird vom Kanton Schwyz und der Gemeinde Lauerz vollumfänglich unterstützt. Ziel ist es, das Angebot dauerhaft zu etab-lieren und die gewonnenen Erkenntnisse in weitere Kindergärten und Schulstufen sowie in die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen einfliessen zu lassen. «Der Tierpark-Kindergarten Lauerz ist ein Vorzeigemodell und ein wegweisendes Projekt. Wir hoffen, dass auch andere Bil-dungsinstitutionen vermehrt die Vorteile der Natur als Lernumgebung für die Entwicklung von Kindern erkennen», meint Katrina Wenger, Direktorin des Natur- und Tierparks Goldau.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gerne:
Katrina Wenger, Direktorin Natur- und Tierpark Goldau:
041 859 06 03 / katrina.wenger@tierpark.ch

Prof. Dr. Dr. Jürgen Kühnis, Pädagogische Hochschule Schwyz:
041 859 05 49 / juergen.kuehnis@phsz.ch

Daniel Schraven, Schulleiter Schule Lauerz:
041 818 66 91 / daniel.schraven@schule-lauerz.ch

Die Medienmitteilung mit Bildern steht auf http://www.tierpark.ch/medien zum Download zur Verfügung.


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