Erste Geburt eines Ameisenbären im Papiliorama (CH)

13. Februar 2014

Erste Geburt eines Ameisenbären im Papiliorama

Schon wieder darf sich das Papiliorama über eine Premiere freuen: Am 7. Januar erblickte ein Südlicher Tamandua, eine Ameisenbärenart aus Südamerika, das Licht der Welt. Der kleine Tamandua ist zurzeit noch eng an seine Mutter geklammert. Nachmittags wird er nun immer öfter zusammen mit ihr bei der Erkundung seines Geheges zu sehen sein.

Die Eltern des Babys, Orinoka und Guillermo, wurden erst im Oktober in ihrem neuen Gehege im Jungle Trek zusammengeführt. Sie fanden offenbar sofort Gefallen an einander, so dass das Weibchen nach einer Tragzeit von rund 190 Tagen bereits ihr erstes Jungtier zur Welt brachte. Dass es so schnell Nachwuchs gegeben hat ist umso erfreulicher, weil Orinoka bei dieser ersten Geburt bereits über 10-jährig war. Das Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist, wird ein Jahr lang in der Obhut seiner Mutter bleiben.

Der Südliche Tamandua (Tamandua tetradactyla) stammt aus den Tropenwäldern Südamerikas. Er ist sehr anpassungsfähig und kann sowohl tag-, als auch nachtaktiv sein. Zudem ist er sowohl baum- als auch bodenbewohnend. Ameisenbären gehören zu einer der ältesten Säugetiergruppen der Erde und ernähren sich vor allem von Ameisen, Termiten und Bienen. Sie besitzen keine Zähne, dafür eine rund 40cm lange Zunge. In den Mitgliedzoos des Europäischen Zooverbands (EAZA) leben derzeit rund 100 Südliche Tamanduas, wobei das älteste Tier 19 Jahre alt ist. Die Population wird vom Zoo Krefeld überwacht zwecks Gewährleistung der genetischen Vielfalt.

Kerzers, 13. Februar.2014

Weitere Auskünfte
Caspar Bijleveld, Direktor der Stiftung Papiliorama

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Das Papiliorama eröffnet den « Zoé-Zoo », den renovierten und vergrösserten Minizoo (CH)

30. September 2013

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Feierliches Wochenende für die Stiftung Papiliorama: Nach mehr als einjähriger Bauzeit hat das Papiliorama seinen neuen Zoé-Zoo eröffnet. Die Fläche des seit 2004 bestehenden Areals wurde praktisch verdoppelt. Die Besucher können verschiedene Bauernhoftiere bestaunen und streicheln.

Das neue Gelände konnte dank des Legates einer Natur-und Tierliebhaberin, sowie auch Bewunderin des Papilioramas, verwirklicht werden. Ihr Vorname war Zoé. Ihre Mutter hat sie als Kind „Zou“ genannt. Grund genug für das Papiliorama, den neuen, den Tieren des Bauernhofes gewidmeten Minizoo, „Zoé-Zoo“ zu taufen.

Der Zoé-Zoo folgt dem neuen thematischen roten Faden der Aussenbereiche des Papilioramas: Das Seeland wie es war und heute ist. Nun ist es nicht mehr nur ein Minizoo; sondern ein Ort der Ruhe, welcher zum idyllischen Spaziergang zwischen Hainen und Bächlein einlädt, ganz im Stile des Seelands inklusive typischen Miniatur-Bauernhäusern mit echtem Fachwerk.

Der Zoé-Zoo ist das Königreich der Esel, Schweine, Kaninchen, Ziegen, Hühner, Enten, Tauben und Pfauen. Vier der hier lebenden Arten sind alte, heute selten gewordene Rassen, für welche sich „ProSpecieRara“ einsetzt, eine Vereinigung, mit der die Stiftung Papiliorama zusammenarbeitet. Die Portraits aller Tiere zieren neu die Fassade des „Zoé-Zoos“.

Kerzers, 30.09.2013

Pressemitteilung / Medienmitteilung zum downloaden (PDF) – Deutsch

Für weitere Informationen
Caspar Bijleveld, Direktor Stiftung Papiliorama
contact@papiliorama.ch
http://www.papiliorama.ch

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Papiliorama: ein Bébé Faultier ist Ende Sommer stresslos geboren.

19. September 2013

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Beeile dich langsam: ein Bébé Faultier ist Ende Sommer stresslos geboren.

Das junge Faultier wurde am 29. August 2013 im Papiliorama in Kerzers geboren. Geburten von Zweifinger Faultieren sind im Papiliorama zwar nicht selten, aber es ist das erste Mal, dass ein Junges zur Welt kommt, dessen Mutter bereits im Papiliorama zur Welt gekommen ist. Diese Beständigkeit freut natürlich alle TierpflegerInnen, welche sich Tag für Tag um die Faultierpopulation in Kerzers kümmern.

Die Mutter „Janis“ kam im Dezember 2009 im Nocturama zur Welt, ist also eine echte Freiburgerin. Der Vater „Felice“ im Mai 2005 im Zoo Zürich, ein gebürtiger Zürcher. Das Bébé ist daher das Ergebnis einer symbolischen, röschtigrabenübergreifenden Bindung. Für Besucherinnen und Besucher ist das junge Faultier während den Fütterungszeiten im Eingangsbereich des Nocturama normalerweise gut sichtbar

Das kleine Faultier hat noch keinen Namen und für die Geschlechtsbestimmung ist es noch zu früh. Jedermann ist dazu eingeladen, uns eine Postkarte zu schicken mit zwei Vorschlägen: einem weiblichen und einem männlichen Vornamen. Einzige Bedingung; der Name muss mit dem Buchstaben „N“ beginnen.

Für weitere Informationen
Caspar Bijleveld, Direktor Stiftung Papiliorama, 079 458 29 63

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Das Papiliorama in Kerzers (0.035 km2) schützt in Zukunft 235 km2 Tropenwald (CH)

12. September 2013

Die Stiftung Papiliorama hat im Jahre 1989 das Shipstern Naturreservat in Belize (Zentralamerika) mit 9’000 Hektaren gegründet. Seither wird das Reservat durch die Stiftung finanziert und geschützt. Dies dank der Unterstützung durch ihre Spender. 2013 hat das Papiliorama das Projekt in Belize einen grossen Schritt vorantreiben können: Mit Hilfe eines Co-Managements für bestehende Schutzgebiete, deren Schutz bisher vernachlässigt wurde, ist die durch das Papiliorama geschützte Tropenwaldfläche auf 23‘500 Hektaren (235 km2) angestiegen. Dies entspricht in etwa 1.4mal der Fläche des Schweizer Nationalparks.

Die Stiftung Papiliorama schützt diese Wälder durch eine unabhängige Schwesterstiftung, der internationalen Stiftung für den Schutz des Tropenwaldes (ITCF). Die Stiftung ist in der Schweiz und in den Niederlanden aktiv. In den Niederlanden ist es der „Royal Burgers Zoo“ in Arnheim, der, wie das Papiliorama, auf die Situation aufmerksam macht und Spendengelder erzeugt. Die Zusammenarbeit zwischen diesen zwei Institutionen besteht seit über 25 Jahren. Das Papiliorama und der Royal Burgers Zoo zeigen, was tropische Wälder sind und was sie für die Umwelt bedeuten; die ITCF schützt die Wälder vor Ort.

Die ITCF hält die administrativen Kosten auf einem absoluten Minimum (weniger als 3%). Kosten für Administration, Fundraising und Koordination werden durch den Burgers Zoo und das Papiliorama gedeckt. Die ITCF ist stolz, dass ihre Beiträge zu praktisch 100% vor Ort im Feld eingesetzt werden, wo sie am nötigsten sind und gewissenhaft eingesetzt werden. Alle Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter http://www.itcf.ch.

Die Stiftung ITCF arbeitet in Belize unter den Namen “Corozal Sustainable Future Initiative (CSFI)“. Diese wurde offiziell im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Sie war früher unter dem Namen Shipstern Nature Reserve (Belize) Ltd (non-profit) bekannt und wurde umbenannt, um die Zielsetzungen der gegenwärtigen und zukünftigen Aktivitäten besser wiederspiegeln zu können. CSFI ist eine Belizianische nicht-gewinnorientierte NGO, registriert und geprüft, neutral und unpolitisch. Der Vorstand besteht aus führenden und leidenschaftlichen belizianischen und ausländischen Naturschützern. Der juristische Hauptsitz ist zwar in Belize City, die CSFI ist aber schon immer eine im Feld tätige Organisation gewesen und das Büro befindet sich noch immer im Herzen der Shipstern Conservation and Management Area, im Corozal Distrikt.

Zur Erfüllung ihrer Mission konzentriert sich die CSFI auf drei Hauptaktivitäten: Naturschutz, nachhaltige Waldwirtschaft und fairen Tourismus (siehe auch http://www.csfi.bz, nur auf English).

Shipstern Conservation & Management Area
Die Shipstern Conservation & Management Area (Shipstern C&MA) befindet sich im Nordosten von Belize im Corozal Distrikt. Das Schutzgebiet wurde 1989 als Shipstern Naturreservat gegründet und 1990 durch den Minister für natürliche Ressourcen eingeweiht. Es besteht aus zwei Teilen: einer grossen Parzelle um die Shipstern Lagune und einem kleineren, bewaldeten Gebiet um die Xo-Pol Weiher, westlich von der Hauptparzelle. Am 31. Oktober 2012 wurde Shipstern C&MA für immer zu einer Stiftung für die Bevölkerung und Regierung von Belize deklariert.

Die Shipstern C&MA wird seit langem als eines der wichtigsten Schutzgebiete von Belize anerkannt, da eine Reihe verschiedener Lebensräume geschützt wird. Einige davon sogar einzigartig in Belize. Die Wälder in und um Shipstern entwickeln sich praktisch ungestört seit dem Wirbelsturm Janet, der das ganze Gebiet 1955 zerstört hat. Die Wälder von Shipstern sind daher Urwälder, obwohl sie rein biologisch als sekundäre Wälder bezeichnet werden müssen.

Die Fauna von Shipstern ist dank Schutzbemühungen der vergangenen 20 Jahre sehr vielfältig und zahlreich. Pekaris, Hokos und Hirsche wandern durch Wälder und Savannen und sind wertvolle Beutetiere für Jaguare und Pumas. Die drei anderen Katzenarten von Belize sind ebenfalls vertreten. Auch der mittelamerikanische Tapir (Baird’s Tapir) wurde gesichtet. Regenbogentukane sowie verschiedene Papageienarten und andere auf der Yucatan Halbinsel heimische Arten. können beobachtet werden.
Erwähnenswert sind auch die Amerikanischen Waldstörche, welche 1992 zurückgekehrt sind und in grosser Zahl jährlich in der Shipstern Lagune nisten. Ein weiteres Indiz für den Erfolg der Bemühungen ist der Black Catbird (Melanoptila glabrirostris), der auf dem Festland nur in Shipstern nachgewiesen werden konnte.

Die Flora von Shipstern ist ebenso vielfältig. Es ist der einzige Ort in Belize, wo die halb-hohen, halb-immergrünen Yucatan Wälder vorkommen. Noch seltener sind die Yucatan-Küstentrockenwälder mit Kuka Palmen. Dieser Waldtyp ist nicht nur extrem selten in Belize (kommt nur in Shisptern und Bacalar Chico Nationalpark vor), sondern kommt auf der gesamten Yucatan Halbinsel nur in vier kleinen Gebieten vor.

Der Honey Camp Nationalpark
Am 21. März 2013 unterzeichnete die Ministerin für Wald, Fischerei und nachhaltige Entwicklung, Hon. Lisel Alamilla, ein Abkommen mit der CSFI. Danach übernimmt die CSFI das Management für das, ein wenig in Vergessenheit geratene Schutzgebiet im Corozal Distrikt. Der Nationalpark umfasst rund 3150 Hektaren geschlossene Waldfläche. Honey Camp Nationalpark ist, zusammen mit dem Freshwater Creek Waldreservat, ein wichtiges Element im nördlichen biologischen Korridor von Belize.

Während den ersten Monaten nach der Unterzeichnung des Abkommens, wird die CSFI die dringendsten Aktivitäten angehen:
– Treffen mit lokalen Interessenvertretern zu Gesprächen in Bezug auf den Nationalpark
– Kontrolle der Grenzen und Einrichten von Beschilderungen
– Einschätzen von illegalen Aktivitäten in der Vergangenheit und in der Gegenwart
– Aktive Überwachung und Vollzug

Sobald die Präsenz der CSFI gut etabliert und akzeptiert ist, werden permanente Ranger-Hauptquartiere und Tourismus-Infrastrukturen eingerichtet. Dies gemäss dem Management Plan für den Honey Camp Nationalpark, welcher zurzeit ausgearbeitet wird.

Freshwater Creek Forest Reserve
Am 14. Mai 2013 wurde eine Vereinbarung zwischen der Corozal Sustainable Future Intitiative (CSFI) und der Regierung unterzeichnet. Betreff: eine langfristige Konzession für die Verwaltung des Freshwater Creek Forest Reserve (neben Honey Camp National Park gelegen). Zugleich wurde ein Co-Management Abkommen unterzeichnet.

Freshwater Creek Forest Reserve bildet den ersten Eckpfeiler einer neuen, langfristigen und nachhaltigen Forst-Strategie für den Nord-Osten von Belize. Durch die koordinierte gemeinsame Verwaltung der drei Einheiten soll eine starke Achse für Nachhaltigkeit und Naturschutz in Südost Corozal entstehen. Hoffentlich wird dies wiederum zu einer Vernetzung durch einen biologischen Korridor führen.

Um die Krise um die Hartholzarten im Nordosten von Belize in eine Chance umzuwandeln, schlagen wir ein ganzheitliches Vorgehen bei der Verwaltung von Freshwater Creek FR und Honey Camp NP vor. Unsere Hauptaktivitäten werden die folgenden sein:
– Nachhaltige Forstwirtschaft durch Lückenbepflanzung mit einer anfänglichen Phase von 25 Jahren, während der nur gepflanzt wird, und einer anschliessenden Ernte im Rotationsverfahren.
– Schutz von Kerngebieten als Samenbanken und als besonders schützenswerte Wälder und Habitate.
– Schaffung einer Baumschule für Harthölzer. Für das Waldreservat und zugunsten der Gemeinde.
– Bau eines Regionalpark-Hauptquartiers, einer Freizeitzone, eines Besucherzentrums und eines Arboretums.

Im Jahr 2013 werden wir uns darauf konzentrieren, das Gebiet zu sichern und illegale Eingriffe und Aktivitäten innerhalb der Grenzen zu unterbinden. Das eigentliche Forstwirtschaftsprojekt wird Anfang 2014 beginnen.

Wir sind zuversichtlich, dass wir durch dieses Projekt ein beispielhaftes Modell für künftige Waldwirtschaft, für Waldreservate, Organisationen welche Wald verwalten oder sogar für private Landbesitzer schaffen können. Ein solches Modell kann auch nützlich sein, um langfristig zu einer neuen Form von waldbasierter Wirtschaft in Belize zu finden.

Wir retten Wälder dank den Besuchern des Papilioramas!
Das Retten von Tropenwäldern und die Verhinderung von illegaler Abholzung und Wilderei erfordern eine ständige Präsenz im Feld. Die Entwicklung von alternativen Wirtschaftsmodellen für Schutzgebiete kostet Zeit und viel Einsatz. Ermöglicht wird dies alles dank hochmotivierten und sehr engagierten Mitarbeitern. Sie tun das mit Leidenschaft, verdienen damit aber auch ihr tägliches Brot.
Naturschutz bringt leider Kosten mit sich, die gedeckt werden müssen. Die Arbeit, welche das Papiliorama vor Ort vollbringt, ist nur möglich dank unseren Besuchern. Sie spenden, sie setzen sich ein. Wir erleichten das Spenden indem wir Gegenwerte offerieren: Ein Hektar Wald, oder ein Tier von Belize ihrer Wahl; alle Adoptionen entsprechen der tatsächlichen Population im Reservat. Und selbstverständlich erhalten Sie ein Zertifikat für Ihre Adoption.

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Caspar Bijleveld, Dir. Papiliorama
http://www.papiliorama.ch

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Die Rothaubenturakos im Schmetterlingshaus im Papiliorama sind stolze Eltern eines Jungtiers

15. August 2013

Turaco-Nachwuchs im Papiliorama / Bébé  de Turaco au Papiliorama

Das Papiliorama in Kerzers hat Nachwuchs erhalten: Die Rothaubenturakos im Schmetterlingshaus sind stolze Eltern eines Jungtiers. Das Ei wurde gemeinsam durch das Elternpaar ausgebrütet und nun macht der junge Vogel bereits erste Flugversuche.

Rothaubenturakos (Tauraco erythrolophus) kommen in den Wäldern von Angola vor. Namensgebend ist die hübsche rote Haube auf dem Kopf dieses grünen Vogels. Die faszinierenden Farben der Rothaubenturakos haben eine Besonderheit: die grüne und rote Färbung des Gefieders basieren auf kupferhaltigen Pigmenten, im Gegensatz zu den meisten anderen Vogelarten, deren Farbe durch die Oberflächenstruktur zustande kommt.

Das Junge hat noch nicht das farbenprächtige Federkleid der erwachsenen Vögel und ist deshalb in den Bäumen nicht so leicht auszumachen. Dies ist für sein Überleben in der Natur sehr wichtig, da die jungen Turakos schon nach wenigen Tagen erstmals das Nest verlassen und auf den nahegelegenen Ästen umher klettern.

Der Turako ernährt sich praktisch ausschliesslich von Früchten und eignet sich daher als eine der wenigen Vogelarten für die Haltung zusammen mit den Schmetterlingen des Papilioramas. Beobachtet werden können die Eltern und das Jungtier mit etwas Geduld bei einem Spaziergang durch das Papiliorama.

Für weitere Informationen
Caspar Bijleveld,
Direktor Stiftung Papiliorama
Tel. 031 756 04 61
contact@papiliorama.ch

Weitere Informationen zum Papiliorama auf www.Ausflugsziele.ch

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Abenteuerland Walter Zoo in Gossau beteiligte sich an der Dreamnight at the Zoo (CH)

14. Juni 2013

Dreamnight im Walter Zoo Gossau

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Weltweit werden am ersten Freitagabend im Juni die Zootore für behinderte Kinder und ihre Familien geöffnet. Auch das Abenteuerland Walter Zoo in Gossau beteiligte sich an der Dreamnight at the Zoo.

„Was ist im Zoo nur los?“, mussten sich wohl die Mettendörfler fragen, als rund 500 Autos mit 1’200 Besuchenden in Richtung Walter Zoo fuhren. Während vier Stunden erwarteten die Gäste tierische Begegnungen, Spiel und Spass, die Märchenwelt im Zirkuszelt und natürlich fehlten auch Speis und Trank nicht. Unterstützung erhielt der Zoo bei der Organisation und Durchführung nicht nur von seinen Lieferanten. Er konnte auch auf die personelle Mithilfe von rund 75 Personen aus den Lionclubs Gossau – Fürstenland, St. Gallen Dreilinden und St. Gallen – Mörschwil zählen.

Treffender als mit den Worten einer Besucherin kann man den Erfolg der Dreamnight wohl nicht beschreiben: „Das Zusammensein mit vielen anderen Eltern und Kindern, die Erfahrung zu sehen, man ist nicht allein, niemand der starrt oder den Kopf schüttelt. Von A-Z und darüber hinaus einfach ein wundervoller Abend, der einem lange in Erinnerung bleibt.“

Weitere Informationen
Abenteuerland
WALTER ZOO AG GOSSAU
Neuchlen 200, PF 1341
CH-9200 Gossau SG 2
Fon +41 (0)71 387 50 50
Fax +41 (0)71 387 50 65
http://www.walterzoo.ch

Abenteuerland Walter Zoo auf www.Ausflugsziele.ch


Die Sumpfschildkröte bezieht ihr Quartier im Papiliorama in Kerzers (CH)

10. Juni 2013

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Am Samstag, 8. Juni 2013 wurde im Papiliorama das neue Gehege für die Europäische Sumpfschildkröte, die einzige einheimische Schildkrötenart der Schweiz eingeweiht. Die Stiftung Papiliorama beteiligt sich seit einigen Jahren am Projekt Emys Schweiz, welches langfristig die Sumpfschildkröten in den verbleibenden geeigneten Lebensräumen wieder ansiedeln möchte. Mit diesem neuen Gehege möchte das Papiliorama seinen Besuchern diese Tierart, aber auch das Projekt Emys Schweiz vorstellen. In einer zweiten Phase wird die Stiftung hinter den Kulissen eine Zuchtstation einrichten, um dem Projekt Jungtiere der richtigen einheimischen Unterart zur Verfügung stellen zu können.

Die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis)
Die Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige in der Schweiz heimische Schildkrötenart. Es handelt sich um eine recht kleine Schildkröte: der Panzer eines ausgewachsenen Männchens hat eine Länge von 14cm, derjenige eines Weibchens 16cm. Die frischausgeschlüpften Jungtiere sind 2 bis 2,5cm lang. Die Sumpfschildkröte ernährt sich von Schnecken, Wasserinsekten und Kadavern von Fischen oder anderen Tieren. Mit fortschreitendem Alter ernährt sie sich vermehrt von Pflanzen.

Die Sumpfschildkröte bewohnt grosse Teiche und Seen mit Schilfsaum und vielen Wasserpflanzen. Die Eier werden in grasigen Böschungen oder Sandhügeln gelegt. Nach dem Ausschlüpfen begeben sich die Jungtiere ins Wasser. Die Europäische Sumpfschildkröte überwintert mehrere Monate unter der Wasseroberfläche, ist aber manchmal auch aktiv unter der Eisdecke. Die Paarungszeit beginnt im März und erreicht ihren Höhepunkt im April-Mai. Die Weibchen legen ihre Eier zwischen Mitte Mai und Mitte Juli. Dabei graben sie ein Loch für die Ablage der 3 bis 19 Eier und füllen es dann wieder mit Erde auf. Die Jungtiere schlüpfen im September aus und bewegen sich ohne zu zögern in Richtung Wasser. Das Geschlecht der Jungtiere wird durch die Bodentemperatur zwischen dem 30. und 40. Bruttag bestimmt.

Verbreitung und Gefährdung
Die Sumpfschildkröte war früher in Europa weit verbreitet. Der Bestandesrückgang begann im Mittelalter, als sie eine begehrte Mahlzeit darstellte. In zahlreichen Regionen führten die Jagd und die Zerstörung ihrer Lebensräume (Teiche, Sümpfe, langsam fliessende und stark bewachsene Gewässer) zur Ausrottung dieser Art. Auch in der Schweiz wo heute nur noch wenige wilde Bestände aus ausgewilderten Tieren existieren (GE und TI). Die meisten der Tiere, welche gelegentlich aufgegriffen werden, sind vermutlich ausgesetzte Individuen.

Das Aussetzen von exotischen Schildkrötenarten wie der Rotwangenschildkröte (auch Floridaschildkröte genannt) ist eine Bedrohung für die kleinen noch existierenden Populationen von Sumpfschildkröten und auch für gezielt wiederangesiedelte Tiere. Diese grösseren und gefrässigeren Exoten stellen eine grosse Konkurrenz für die Sumpfschildkröten dar.

Erinnerung: setzen Sie niemals eine Schildkröte in freier Natur aus! Sollten Sie eine besitzen oder ein Tier in grösserer Entfernung zum nächsten Teich finden, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, wir helfen Ihnen gerne weiter!

Das Projekt Emys Schweiz
Das Papiliorama hat sich vor einigen Jahren dem Projekt Emys Schweiz angeschlossen, durch welches die Sumpfschildkröte langfristig in allen geeigneten Lebensräumen in der Schweiz wiederangesiedelt werden soll. In einer ersten Testphase sollen Tiere in drei verschiedenen Regionen ausgewildert werden: in den Kantonen Genf, Neuenburg und Tessin. Die ausgewilderten Tiere werden vorgängig genetisch getestet um sicherzustellen, dass ihr Erbgut so weit wie möglich mit demjenigen der einheimischen Tiere übereinstimmt. Begleitet wird das Projekt von einer ausführlichen wissenschaftlichen Studie, welche den Erfolg der Auswilderungen überwachen soll. Durch die ersten Tests soll bestimmt werden, ob und wie eine Wiederansiedlung der Art an Orten in der Schweiz an denen sie historisch nachgewiesen werden konnte, in den kommenden Jahren erfolgen soll.

Das Projekt Emys Schweiz steht unter der Leitung der KARCH (Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz) und wird von zahlreichen Partnern und Spezialisten getragen, welche sich die Aufgabe der Aufzucht von genetisch geeigneten Tieren bis zur Auswilderung teilen. Auch das Papiliorama wird Sumpfschildkröten züchten, um jährlich mit Jungtieren zum Projekt beitragen zu können.

Zooschweiz, die Vereinigung der wissenschaftlichen geführten Zoos der Schweiz (Basel, Goldau, Gossau, Kerzers, Langenberg und Zürich), unterstützt die Testphase des Emys Schweiz Projekts finanziell und engagiert sich langfristig für die Zucht und Wiederansiedlung der Sumpfschildkröte.

Das Publikum wird sich am Projekt für die Sumpfschildkröte beteiligen können !
Unterstützen Sie dieses langfristige Projekt! Übernehmen Sie eine Patenschaft für eine junge Sumpfschildkröte für eine Woche zum Preis von CHF 5.-. Sie können die Patenschaft für eine beliebige Dauer bis zur Freilassung (im Alter von rund 8 Monaten) fortsetzen. Schicken Sie einfach ein SMS mit Stichwort EMYS an die Nummer 339. Ein grosses Dankeschön für Ihre Unterstützung!

Sie können ausserdem eine symbolische Patenschaft für ein Zuchttier übernehmen für CHF 150.- pro Jahr. Verwenden Sie dazu den Einzahlungsschein im Projekt-Flyer. Das so gesammelte Geld wird zur Deckung der Kosten für die Aufzucht, Auswilderung und Lebensraumverbesserung für die Europäischen Sumpfschildkröten in der Schweiz eingesetzt.

Das Sumpfschildkrötengehege ist gewidmet der Erinnerung an Jean-Claude Monney und Yann Vouardoux, Herpetologen, der eine beruflich der andere als Amateur. Sie setzten sich leidenschaftlich für Reptilien ein und gingen leider viel zu früh von uns.

Die Stiftung Papiliorama spricht den folgenden Institutionen ein herzliches Dankeschön aus für ihre finanzielle Unterstützung:

Fondation Gérard Pierre
Stiftung von Gundlach & Payne-Smith
Förderverein „Freunde des Papilioramas“

Pressemitteilung / Medienmitteilung zum downloaden (PDF)

Weitere Informationen zum Papiliorama auf www.Ausflugsziele.ch