Null CO2-Ausstoss und nur Gewinner; Energetische Gebäudesanierung in lediglich 25 Arbeitstagen!

12. Mai 2020


Um der Energiestrategie 2050 des Bundes und dem Pariser CO2-Abkommen heute schon gerecht zu werden, hat die Umwelt Arena Schweiz als Kompetenzzentrum für Umwelttechnologie, gemeinsam mit ihren Fach- und Ausstellungspartnern, schon mehrere Leuchtturmprojekte realisiert. Das neueste Projekt: Ohne separate Fassadendämmung wurde der CO2-Ausstoss eines Mehrfamilien-Wohnhauses aus dem Jahr 1956 nachhaltig auf null gesenkt!

Es gibt verschiedene Varianten mit Altbauten umzugehen:
1. Die Liegenschaft abbrechen und einen Neubau erstellen; die Folgen, höhere Mieten, was nicht
sozialverträglich ist.
2. Eine Totalsanierung mit Mieterauszug ist ebenso fragwürdig, weil daraus höhere Mieten resultieren.
3. Keine Sanierung ist ebenfalls keine Option, da so die CO2-Ziele nicht erreicht werden können und
die Umweltbelastung weiterhin hoch bleibt.

Die Umwelt Arena und ihre Fach- und Ausstellungspartner haben die Herausforderung angenommen. Ein 7 Parteien Mehrfamilien-Wohnhaus, Baujahr 1956, an der Bruggwiesenstrasse
in Opfikon/ZH, wurde in nur 25 Arbeitstagen (25. Juni bis 22. Juli 2019) energetisch saniert.

Was wurde initiiert: Die alte Heizung wurde stillgelegt, der Öltank abgebaut und eine mobile Übergangsheizung installiert. Die Hybridbox®, die intelligente Energiezentrale, welche das Ganze erst möglich macht, wurde im ursprünglichen Öltankraum eingebaut. Mit dem optimierten und patentierten Zusammenspiel der Wärmepumpe und einer Wärmekraftkoppelung mit Wärmerückgewinnung reagiert die Anlage flexibel auf Produktionskriterien wie Wetter und Wärmebedarf. Danach ging es Schlag auf Schlag: Vorgefertigte Leitungen, vorfabrizierte Installationen wurden angebracht; dazu Dämmungen an Kellerdecken und der obersten Geschossdecke sowie ein stromerzeugender Dachbelag mit Photovoltaik-Modulen. Sogar die Balkonverkleidung wurde mit Photovoltaik-Modulen versehen und trägt so ebenfalls zur erfolgreichen Sanierung bei. Diese liefern im Winter bei niedrigem Sonnenstand mehr Energie als diejenigen auf dem Dach. Gespeichert wird der so produzierte Strom in einer Salzbatterie; ein Akku, der ohne seltene Erden produziert wird.

Was wurde erreicht: Der ursprüngliche Heizölverbrauch mit ca. 12’000 Litern und einem CO2-Ausstoss von 33.5 Tonnen, konnte mit Erdgas auf 3.5 Tonnen CO2-Ausstoss gesenkt werden, was einer Einsparung von knapp 90 % entspricht! Die Liegenschaft bezieht nun 100 % Biogas, womit das hochgesteckte Ziel, NULL CO2-Ausstoss, erreicht ist.

Die Stiftung Umwelt Arena Schweiz arbeitet mit Schweizer Unternehmungen zusammen; die Hybridbox®, die Balkonverkleidung, die Gebäudesteuerung wie auch die Salzbatterie sind Schweizer Erfindungen. Nur, wenn der Kreislauf „Entwicklung / Absatz“ stimmt, stehen ausreichend Mittel für weitere Entwicklungen bereit.

Die grossen Vorteile einer zeitlich so straff organisierten Sanierung sind überschau- und planbare Kosten, eine kurze Bauphase wie auch geringe Beeinträchtigungen für die Mieter sowie keine Mietzinsausfälle für den Hausbesitzer. Die Sanierung ist sozialverträglich, da die Mieter im Haus bleiben können. Das Gebäude ist CO2-neutral, was nachhaltig wie auch zukunftsträchtig ist.

Kristina Bürgler, seit 21 Jahren Mieterin im Haus, ist begeistert und meint: „Ich hatte ziemliche Angst, dass das Haus abgebrochen würde oder ich mir danach die Miete nicht mehr leisten könnte. Nun bezahle ich zwar CHF 170.- mehr Miete, was in Anbetracht dieser ökologischen Verbesserungen absolut vertretbar ist, denn demgegenüber reduzieren sich auch die Heiznebenkosten um CHF 60.-.“

Die Umwelt Arena Schweiz zeigt mit dem Projekt, dass zwar alle etwas zur Energiestrategie 2050 beitragen müssen, am Ende es aber nur Gewinner gibt; die Bauherrschaft, die Mieter und die Umwelt.

Walter Schmid, Stiftungsratspräsident der Umwelt Arena Schweiz sagt: „Die Klimajugend streikt und fordert null CO2-Ausstoss bis 2030. Wir haben die Antworten und Lösungen heute schon bereit und setzen das bereits entsprechend um! Wir motivieren Hausbesitzer sowie Investoren zu handeln und zeigen auf, dass solche Projekte, unterstützt mit dem Know-how unserer Fach- und Ausstellungspartner, zielführend sind. Die Bauherrschaft handelt umweltbewusst und übernimmt Verantwortung, noch bevor entsprechende Auflagen und Vorschriften in Kraft treten. Das Gewerbe profitiert von neuen und interessanten Aufträgen. Die Mieter wohnen CO2-neutral mit nachhaltiger wie auch kostengünstiger Energie sowie dementsprechend niedrigeren Nebenkosten und bezahlen dafür etwas mehr Miete. Und nicht zuletzt, profitiert auch die Umwelt.“

Um das Konzept und die Möglichkeiten dahinter einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat die Umwelt Arena Schweiz die Ausstellung „Energetische Sanierung in 25 Arbeitstagen“ realisiert. In diesem Bereich befindet sich auch eine Infotafel mit den Namen der daran beteiligten Unternehmen.

Die Umwelt Arena – ab Mittwoch, 3. Juni 2020 wieder geöffnet – ist ein Ausflugsziel für Umwelt und Nachhaltigkeit und gibt u.a. Antworten auf Fragen zum nachhaltigen Bauen, Sanieren und Wohnen – für Laien und Fachleute.
http://www.umweltarena.ch; http://www.hybridbox.ch

Öffnungszeiten Umwelt Arena Schweiz:
Am Mittwoch, 3. Juni 2020 öffnen wir wieder. Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise zu unseren vielfältigen Angeboten auf unserer Website http://www.umweltarena.ch. Wir freuen uns heute schon auf Sie!
Buchungen für Führungen/Events sind per sofort möglich.

Übliche Öffnungszeiten:
Besucher: Mittwoch bis Sonntag, 10-17 Uhr. Events/Führungen: täglich, nach Vereinbarung
Aktuelle Öffnungszeiten und Daten Indoor Parcours siehe http://www.umweltarena.ch

Weitere Informationen über die Umwelt Arena Schweiz: Monika Sigg, PR und Werbung, Türliackerstrasse 4,
8957 Spreitenbach, +41 56 418 13 12, monika.sigg@umweltarena.ch, http://www.umweltarena.ch

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Besucherzahlen im Museum auf Zehn-Jahres-Hoch

8. April 2020

Das Verkehrshaus der Schweiz blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Das Museum, Filmtheater, Planetarium, Swiss Chocolate Adventure und die Media World verzeichneten 2019 zusammen insgesamt 993’775 Eintritte (+12%). Im Museum alleine konnte die Eintrittszahl auf 562’605 (+13%) gesteigert werden.

Das Museum verzeichnete seit dem 50-Jahr-Jubiläum 2009 nie mehr so viele Besucher wie 2019. Die Anzahl Eintritte ins Museum beläuft sich auf erfreuliche 562’605 Besucherinnen und Besucher (+13%). Das budgetierte Ziel von 545’000 Museumsbesuchern konnte um fast 4 Prozent überschritten werden. «Wir haben es geschafft, wieder deutlich über eine halbe Million Gäste im Museum zu begrüssen und insgesamt inklusive der Zusatzattraktionen fast 1 Million Eintritte zu verkaufen», streicht Verkehrshaus-direktor Martin Bütikofer das sehr gute Ergebnis hervor. Dazu beigetragen haben das abwechslungsrei-che und interaktive Angebot sowie die Schwerpunktausstellung «Die Schweiz fliegt!» mit der Integration des Rega-Ambulanzjets in der Ausstellung Luftfahrt. Hinzu kam das Programm «Destination Mond» in der Ausstellung, im Filmtheater und im Planetarium.

Die hohe Besucherzahl hat sich auch finanziell ausgewirkt. Die Jahresrechnung schliesst bei einem Nettoerlös von CHF 19’347’578 CHF und einem Unternehmensgewinn von CHF 420’470 (+28%) ab. Für das gute Finanzergebnis verantwortlich sind die verantwortungsvolle Ausgabenpolitik und der frequenzabhängige Personaleinsatz. Die Anzahl Mitgliedschaften betrug Ende Berichtsjahr erfreuliche 39’648.

Steigerung bei allen Attraktionen
Alle weiteren Attraktionen des Verkehrshauses weisen einen Zuwachs an Eintritten gegenüber dem Vorjahr aus. Den grössten Zuwachs an Besuchern verzeichnete das Planetarium mit einem Plus von 17% (89’185) gefolgt vom Swiss Chocolate Adventure mit 95’038 Eintritten (+14%). Auch das Filmtheater (134’286) erfuhr einen Zuwachs der Eintrittszahlen (+6%). In der Media World, die zusammen mit Red Bull Media House betrieben wird, stieg die Eintrittszahl auf 112’661 (+ 4%).
Das Swiss Chocolate Adventure wurde vermehrt von ausländischen Touristengruppen besucht. Dies wirkte sich positiv auf die Verkäufe des Lindt-Sortiments im Verkehrshaus Shop aus. Das Planetarium überzeugte zum 50-Jahr-Jubiläum der Mondlandung mit einem vielfältigen Programm.

Schulen, Führungen und Events
Die Anzahl Schulklassenbesuche stieg auf 2716 (+6%): Dies entspricht 47’322 Schülerinnen und Schüler. Dieses Resultat stärkt das Verkehrshaus als ausserschulischen Lernort.
Im Berichtsjahr konnte die Anzahl Führungen gegenüber dem Vorjahr um 8% auf 557 gesteigert werden. Die angebotenen Führungen sind bei Vereinen, Firmen und Schulklassen sehr beliebt. Im Herbst löste die Führung «Nachtschicht», auf der ausserhalb der Museumsöffnungszeiten Geschichten zur Mobilität erzählt werden, die «Taschenlampenführung» ab. Das Angebot verzeichnet eine steigende Nachfrage.

Das Verkehrshaus hat sich weiter als Eventlocation etabliert. Im Berichtsjahr fanden 980 Anlässe statt (+7%). Darunter auch drei Grossanlässe. Unternehmen, Vereine, Verbände und Privatpersonen schätzen zunehmend die Möglichkeiten, einen Anlass im modernen Conference Center, in einer Museumshalle, in der Arena, im Filmtheater oder im Planetarium mit dem Gastronomiepartner ZFV Unternehmungen durchzuführen.

Kennzahlen 2019
Eintritte Museum 562’605
Eintritte Filmtheater 134’286
Eintritte Planetarium 89’185
Eintritte Swiss Chocolate Adventure 95’038
Eintritte Media World 112’661
Mitglieder 39’648
Führungen 557
Schulklassen 2761
Anlässe 980

Bilder
Unter diesem Link finden sie eine Bildergalerie.

Kontakt
Verkehrshaus der Schweiz
Olivier Burger, Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. 041 375 74 72
olivier.burger@verkehrshaus.ch

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Erfolgreich gestartet: Das erste Selfie House in der Schweiz

10. Februar 2020

Letzte Woche, am 7. Februar 2020, eröffnete das erste interaktive Museum der Schweiz: Das Selfie House. Bereits am ersten Wochenede wurden über 100 Tickets verkauft.

Das neuartige Konzept stosst also auf grosses Interesse und bringt eine moderne Attraktion nach Zürich. Lassen Sie sich von den ersten Bildern inspirierend.

Ein digitales Erlebnis in der realen Welt

Für den Besuch im Selfie House braucht man nur ein Handy und schon kann es los gehen. Man startet nach dem Check-in in einen Rundgang durch das 170 Quadratmeter grosse Museum und kann jeweils an den 13 Fotostationen ein eigenes Bild kreieren. Die Eintrittszeiten ins Museum sind gestaffelt. So ist gewährleistet, dass jeder Besucher genügend Zeit an den einzelnen Stationen verbringen kann. Der Eintritt kostet 20 Franken und Tickets können direkt über die Webseite selfie-house.ch bestellt werden.

Erste Feedbacks

Bereits an der Pressekonferenz und dem anschliessenden VIP Opening waren alle Fotostationen gut besucht. Hier konnten die Besucher im Böllelibad in Erinnerung schwelgen oder erstellten stylische Bilder für ihre Social-Media-Kanäle.

Verlosung

Auf Anfrage stellen wir gerne Tickets für eine Verlosung oder einen Besuch zu redaktionellen Zwecken zur Verfügung. Bitte nehmen Sie hier direkt mit Kim Grenacher (kg@pointbreakevents.ch) auf.

Unternehmen: Pointbreak Events GmbH, Bachstrasse 9, 8038 Zürich
Pressekontakt: Kim Grenacher, kg@pointbreakevents.ch

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Erneuter Besucherrekord im Kulturama

24. Januar 2020

Das Kulturama Museum des Menschen verzeichnete 2019 erneut einen Besucherrekord: Mehr als 26’000 Personen haben das Museum besucht, die ausgeklügelte Museumspädagogik zog über 600 Gruppen an.

Das Kulturama vermittelt seit über 40 Jahren Wissen und Wissenschaft für alle verständlich. Mit jährlich wechselnden Sonderausstellungen zieht des Museum des Menschen immer wieder neue Besuchende an. Nach dem Besucherrekord von 2016 konnte diese Marke 2019 nochmals übertroffen werden: 26’236 haben letztes Jahr die Ausstellungen besucht. Ein Publikumsmagnet ist die aktuelle Sonderausstellung «Unterwegs im OHR.» Beliebt sind aber auch die Dauerausstellungen «Woher wir kommen», «Wer wir sind», «Wie wir lernen» sowie der Erlebnispfad. Mit diesen Besucherzahlen gehört das interdisziplinäre Lernmuseum zu den Top Ten der Museen in der Stadt Zürich*.

Die 606 durchgeführten museumspädagogischen Angebote mit Gruppen und Schulklassen zeigen zudem das grosse Interesse an einer ausgeklügelten Wissensvermittlung. Ein Highlight ist der neu entwickelte Workshop «Lernen trotz Smartphone», der speziell für die Sekundarstufe II entwickelt wurde.

Insgesamt hat das Kulturama seit der Eröffnung 1978 über 12 600 Vermittlungsangebote durchgeführt.

* Quelle: Statistisches Jahrbuch der Stadt Zürich 2017, S. 360

Weitere Informationen:
Auskunft erteilt: Dr. Claudia Rütsche, Direktorin, Tel. 044 260 60 44,
claudia.ruetsche@kulturama.ch

Bildmaterial: http://www.kulturama.ch/informationen/medien/

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Château de ChillonTM: bestes Halbjahresergebnis der Geschichte

5. September 2019

Gruselnacht im Schloss

Besser als Netflix: Mittelaltermarkt, Gruselnacht und «Verstecken spielen» am Schlössertag.

Veytaux (VD), 5. September 2019 – Mittelalterliche Kartenspiele am Feuer spielen, den Schlosswein eigenhändig in Flaschen abfüllen und in der Nacht sagenumwobene Bestien im Keller besuchen? Das Château de ChillonTM stellt alle Netflix-Serien in den Schatten! Das attraktive Herbstprogramm widerspiegelt sich in den Zahlen: das meistbesuchte historische Monument der Schweiz schreibt das beste Halbjahresergebnis der Geschichte – und die geht weit zurück.

Das Château de ChillonTM präsentiert die besten Halbjahreszahlen ihrer Geschichte und liegt weit über dem durchschnittlichen Tourismuswachstum der Schweiz (+1.5%) resp. des Kanton Waadt (+2.3%). Im ersten Semester 2019 haben 173’424 Besucher, d.h. +9.1% gegenüber Vorjahr das Schloss besucht. Kann die positive Entwicklung gehalten werden, wird das Rekordergebnis von 2017 mit 405’000 Besuchern getoppt. «Sowohl die Deutschschweizer wie auch die Zielmärkte USA und Asien lieben die spektakuläre Lage, die Geschichte und den mittelalterlichen Geist des prestigeträchtigen Schlosses», sieht Marta Sofia dos Santos, Direktorin des Château de ChillonTM, den Grund für den Besucherzuwachs. So hat sich der Umsatz des historischen Monumentes innerhalb von 10 Jahren auf knapp 7.1 Millionen Franken verdoppelt.

Clos de Chillon: das Schloss ist auch ein Weingut
Die Schlossschriften überliefern: auch die Savoyer und die Berner erkannten die guten Voraussetzungen für die Weinproduktion. Diese Tradition wurde 1960 wieder aufgenommen. Mittlerweilen reift in den Kerkern des Schlosses der Clos de Chillon zu einem edlen Tropfen. Am 22. September 2019 füllen die Besucher von 11 bis 17 Uhr selber den Wein in die Flaschen ab. Die Önologen Daniel Dufaux und Marjorie Bonvin erklären die Geschichte des Schlossweins und wieso früher der Wein viel weniger Alkohol enthielt und sogar von Kindern getrunken wurde. Das Mithelfen beim Abfüllen wird mit einem Glas Wein und einem Raclette bei schönster Aussicht auf See und Bergen verdankt.

Schlössertag: das Château de ChillonTM wird zur Gambling Zone
Am Schlössertag am 6. Oktober widmen sich 21 Schlösser schweizweit dem Thema «Jouer! Giocare! Spielen!». Das Château de ChillonTM wird für einen Tag zur Gambling Zone. Von altertümlichen Kartenspielen, über Versteck- bis zu Brettspielen bietet das Schloss historische Unterhaltung. Ein Parcours bringt Familien die imposante Geschichte des Schlosses näher und Guides zeigen, wo sich die wahren Verstecke in den alten Gemäuern befinden.

Gruselnacht im Schloss
Am Samstag, 12. Oktober zwischen 18.30 Uhr und 23.30 Uhr findet die heiss-geliebte Gruselnacht im Château de ChillonTM statt. Besucher geistern, schleichen und irren als Fabelwesen, Bestien und mythische Wesen im Schloss umher. Geschichten – inspiriert von den Sagen und Schriften aus dem Mittelalter – wird Leben eingehaucht und nehmen für diese Nacht das Schloss ein.

Mittelaltermarkt zur Weihnachtszeit
Zur Weihnachtszeit wird das ganze Schloss grün-rot beleuchtet. Mittelalterliche Adventsdüfte und Klänge schweben durch die Räume des Schlosses. In Ateliers wird Mittelalter-Handwerk gezeigt und diverse Spektakel bringen die Besucher in Weihnachtsstimmung. Die Events mit dem weihnächtlichen Mittelaltermarkt finden an folgenden Wochenenden statt: 30.11. – 1.12., 7. – 8.12, 14. – 15.12.

Praktische Informationen
Eintrittspreise und Reservationen für Veranstaltungen: http://www.chillon.ch
Gruppen ab 20 Personen erhalten reduzierte Tarife.
Das Schloss ist das ganze Jahr, ausser am 1. Januar und am 25. Dezember.

Château de ChillonTM – eine Jahrhundert-Geschichte
Der Felsen von Chillon galt wohl schon immer als strategischer Punkt zur Kontrolle der Passage zwischen Nord- und Südeuropa. Die erste schriftliche Erwähnung des Schlosses stammt aus dem Jahre 1150. Damals kontrollieren die Grafen von Savoyen die Burg sowie den Durchgang zwischen See und Bergen. Die tapferen Berner verjagten 1536 die Savoyer vom Schloss und nutzen es 260 Jahre lang als Festung, Arsenal und Gefängnis. Nach der Waadtländer Revolution von 1798 verlassen die Berner das Schloss, das im Jahre 1803 in den Besitz des Kanton Waadt übergeht. Heute besichtigen jährlich rund 400’000 Personen aus über 45 Ländern das Château de ChillonTM und ist somit das meistbesuchte historische Monument der Schweiz. In der Hauptsaison beschäftigt das Château de ChillonTM rund 70 Personen aus 16 Nationalitäten. Die 28 Schlossführerinnen und Schlossführer erklären jährlich etwa 3000 Gruppen in über 10 Sprachen die Geschichte des Schlosses.

Für Fragen, weitere Informationen und Bildmaterial:
Stiftung Château de Chillon
Medienkontaktstelle Deutschschweiz
c/o Schmid Pelli & Partner
Marc Mauron, Tel. 079 890 36 29
mauron@schmidpellipartner.ch

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Smilestones begrüsst den 10’000 Besucher

25. Januar 2019

Nach nur 2 Monaten, begrüsste Smilestones Miniaturwelt am Rheinfall bereits den 10’000 Gast. Am Freitag, 25. Januar 2019 um 13:52 Uhr war es soweit: Susan Ehrat war die überraschte Besucherin und wurde mit einem Jahresabonnement sowie einem Blumenstrauss beschenkt.

Die bisherigen Besucher kommen vermehrt aus dem Kanton Schaffhausen, aber auch aus Zürich, Luzern, Bern, Liechtenstein bis Österreich, Deutschland und sogar China. Von Tagesbesuchern über spontane Gruppen, Geburtstagsfeiern sowie Firmen und Vereine, welche einen Ausflug mit geführtem Rundgang machten, ist alles dabei.

Wir hatten gehofft die 10’000 Besuchermarke bis anfangs März 2019 zu erreichen. Dass wir nun bereits im Januar den 10.000 Besucher begrüssen können, erfreut uns sehr und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Bisher wurden bereits über 100 Jahresabonnements verkauft. Dies spricht dafür, dass auch unser Konzept, bei welchem live der Bau des nächsten Abschnittes verfolgt werden kann, gut ankommt. Derzeit entstehen die Schweizer Alpen auf einer Länge von 18 Metern und einer Höhe von 5.5 Metern. Dieser Abschnitt wird im Herbst 2019 eröffnet.

Weitere Informationen:

Smilestones AG
Industrieplatz 3
8212 Neuhausen am Rheinfall
052 674 70 70
info@smilestones.ch
http://www.smilestones.ch

Medienmitteilung powered by Ausflugsziele.ch

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Spielzeug Welten Museum Basel – Design am Weihnachtsbaum

24. September 2018

Art Glass – Baumschmuck um 1920
17. November 2018 – 10. Februar 2019

Unsere diesjährige kleine Weihnachtsschau ist einem ganz besonderen, eher unbekannten Baumschmuck gewidmet: dem sogenannten Art Glass aus der Zeit um 1920. Die künstlerische Entwicklung hin zum kunstgewerblichen Glasschmuck war beeinflusst durch die junge Zeit des Art déco.

Diese neuen Hohlglastiere, die üblicherweise als Nippes auf Kommoden standen, wurden um 1920 mit angeschmolzenen Glashaken versehen oder mit Metallklemmen bestückt und als Christbaumschmuck hergestellt. Dieser Art-déco-Schmuck, meist aus weissem Milchglas, wurde in Lauscha (Thüringen) und den umliegenden Orten frei geblasen. Die unterschiedlichsten Tiere wie Hunde, Gänse, Hirsche, Kraniche, Elefanten und Giraffen gab es auch aus farbigem Milchglas mit Streifen oder verspiegelt. Bei diesem neuartigen Glasschmuck verzichtete man bewusst auf Glimmer oder Streuglas, wie es bis anhin bei traditionellem Weihnachtsschmuck aus Glas üblich gewesen war. Man wollte bewusst die Schönheit des Materials sprechen lassen.

In der Sonderausstellung werden diese aussergewöhnlichen und äusserst zerbrechlichen Weihnachtsdekorationen ganz neu in Szene gesetzt. Mit Leihgaben des Sammlers Alfred Dünnenberger aus der Schweiz ist es gelungen, fünf Weihnachtsbäume mit Glastieren und weiteren Glasobjekten zu schmücken. Die blaue Farbe der Bäume ergibt zusammen mit den Kunstobjekten aus Glas eine aussergewöhnliche Einheit.

Glasbläser in Basel
Die Hohlglasbläserei ist heute eine sehr seltene Kunst, die nur noch von wenigen Glaskünstlern beherrscht wird. Die Herstellung von Hohltieren braucht viel Erfahrung und grosses handwerkliches Geschick. Über diese Eigenschaften verfügt der professionelle Glasbläser Georg Krasztinat. Schritt für Schritt zeigt er bei seiner Live-Vorführung im Museum, wie aus Glasstäben zauberhafter Christbaumschmuck entsteht. An einem Wochenende im Dezember besteht die Möglichkeit, dem Kunsthandwerker über die Schulter zu schauen und auch Fragen zu stellen: Samstag, 8. Dezember 2018 und Sonntag, 9. Dezember 2018 jeweils von 13.30 bis 17.30 Uhr.

Frei geblasenes Glas
Die meisten noch erhaltenen frühen Objekte sind wohl in kleinen Heimbetrieben in der Region Lauscha an der Gasflamme entstanden. Schon zur Zeit des Biedermeiers hatte man bei der Herstellung von Christbaumschmuck die uralte Technik des Fadenglases genutzt. Dazu schmolz man auf der Aussenseite des auszublasenden Glasrohrs andersfarbige Glasfäden auf. Der so entstandene Rohling wurde auf vielfältige Art weiterverarbeitet. Er konnte ausgeblasen, aber auch verdreht und geformt werden.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verarbeiteten Thüringer Glasbläser erstmals Glasröhren und Glasstäbe vor der Lampe. Beim neu angefertigten Schmuck standen vor allem das vor der Lampe geblasene Glas sowie Hohlglastiere aus farbigem Glas im Vordergrund. Aus ehemaligen Dekorationsobjekten für die gute Stube entwickelten sich die Hohlglasteile zum typischen Christbaumschmuck der 1920er Jahre. Auf diese Weise sind immer wieder besonders bunte Kunstwerke entstanden. In der Zeit des Jugendstils und des Art déco entsprachen sie mit ihren Farben und Formen dem Kunden- und Zeitgeschmack. Besonders beliebt war frei geblasener Weihnachtsschmuck aus Milchglas, der sich im abgedunkelten Zimmer perfekt vom grünen Baum abhob.

Glasindustrie Thüringen
Für den Boom der Herstellung von Christbaumschmuck in Lauscha war vor allem die 1867 erbaute Gasanstalt verantwortlich. Die Bunsenbrenner der Glasbläser konnten von nun an mit Leuchtgas gespeist werden. Das mit Pressluft angereicherte Gas steigerte die zur Verarbeitung von Glas nötige Wärmezufuhr und erzeugte eine Temperatur bis 1400 °C. Erst diese technische Neuerung einer sehr heissen, regulierbaren Gasflamme ermöglichte die Herstellung von grossen und zugleich dünnwandigen Kugeln und Glasobjekten. Im ausklingenden 19. Jahrhundert entstand so eine enorme Formenvielfalt.
Der springende Hirsch war das Markenzeichen von Lauscha und wurde auch gerne aus weissem Hohlglas als Christbaumschmuck hergestellt. In der Ausstellung sind einige Hirsche zu sehen. Die Tiere wurden aus Kryolithglas hergestellt (auch Opalglas genannt), einem getrübten, milchig-weiss erscheinenden Glas, das lichtdurchlässig ist, aber nicht durchsichtig.

Vertrieb des Christbaumschmucks
Der Vertrieb erfolgte von Anfang an über das sogenannte Verlagssystem, vereinzelt auch über den Hausierhandel und zeitweise durch Inserate und Postversand. Der Verleger trat als Mittler zwischen Glasbläser und Einkäufer auf. Er nahm dem Produzenten die Suche nach den Absatzmärkten ab, ermittelte die Käuferwünsche, veranstaltete Musterausstellungen und gab schliesslich fertig unterschriebene Verträge an die einzelnen Hausbetriebe weiter. Daraus ergab sich eine scheinbare Unabhängigkeit für den Glasbläser. Er musste das Rohmaterial selbst beschaffen, dachte sich selbständig neue Muster aus und konnte in seinen eigenen vier Wänden arbeiten. Da der Verleger jedoch nicht auf Vorrat arbeiten liess, sondern nur feste Aufträge weitergab, hatte der Glasbläser jede Geschäftsflaute selbst zu tragen, während er an einem Aufschwung nicht im gleichem Mass beteiligt war. Der Verleger nutzte die Konkurrenz der Glasbläser untereinander und drückte die Preise.
Zudem ist der Christbaumschmuck ein Saisonartikel. Im Frühjahr gingen die Einkäufer, auch aus Übersee, zur sogenannten Musterung von Verlagshaus zu Verlagshaus im thüringischen Sonneberg. Sie verglichen Muster und Preise und ermittelten so das jeweils günstigste Angebot. Auf diese Weise konnte der einzelne Glasbläser meist nur den günstigsten Artikel in grösserer Menge absetzen, der ihm am wenigsten Verdienst brachte.
Nach der Auftragsvergabe setzte mit grosser Hektik die Saison ein, denn Ende Mai mussten die Bestellungen nach Amerika bereits verschickt sein. Bis Oktober/November wurden die übrigen Aufträge erledigt. In dieser Zeit arbeitete die gesamte Familie bis spät in die Nacht. Auch die kleinen Kinder halfen mit. Ihre Hauptaufgabe war es, die Metallkäppchen auf die Schnittstellen zu leimen, die fertigen Teile einzeln in Papier zu wickeln und sie in die Fächer der Kartons zu legen. Über Jahrzehnte kannten die Lauschaer keine Konkurrenz in der Produktion von Christbaumschmuck. Erst im 20. Jahrhundert änderte sich dies. Vor dem Ersten Weltkrieg stieg eine Wiener Firma ins Geschäft ein. In den 1920er Jahren kamen Gablonz im damaligen Böhmen und eine Firma in Japan dazu, in den 1930er Jahren schliesslich Polen und der Hauptimporteur Amerika. Die Produkte dieser Produzenten unterschieden sich nur gering von den Thüringer Vorbildern. Einzig in Gablonz hatte man schon früher eigenständigen Christbaumschmuck hergestellt, der mit dem Lauschaer allerdings wenig gemeinsam hatte.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bemühte man sich allgemein, die Produkte der Hausindustrien, zu denen der Christbaumschmuck durchweg gehörte, geschmacklich zu verbessern. Einerseits wurden die Produzenten durch ihre wirtschaftlich ungünstige Lage jedoch gezwungen, sich nach dem Geschmack der Käufer zu richten. Andererseits waren die naiven, farbenfreudigen Objekte, die unbekümmert weiterentwickelt und immer wieder anders ausgeschmückt wurden, durchaus Produkte einer eigenständigen, lebensfähigen Volkskunst, die gar keiner Verbesserung bedurften.

Wandlungen des geschmückten Baums
Der Schmuck des Weihnachtsbaums wurde anfangs durch zwei Elemente bestimmt: die Verwendung von Essbarem und die Benutzung von Gold. Die frühesten Beschreibungen berichten von Flitter, Zischgold, vergoldeten Nüssen, Früchten und sogar Kartoffeln. Der goldene Teil des Baumschmucks hat im Lauf der Zeit das Bild des Weihnachtsbaums zunehmend bestimmt. Der festliche Charakter des metallischen Glanzes führte im späteren 19. Jahrhundert zu dauerhaft glänzendem Schmuck. Bis dahin jedoch stand der essbare, vergängliche Christbaumschmuck im Vordergrund. Gebäck, Zuckersachen, rotbackige Äpfel und Nüsse waren die wesentliche Dekoration. Süsses war damals kostbarer und geschätzter als heute. Die Kinder schauten mit grossen Augen auf den Baum und naschten manchmal heimlich hinten, wo es nicht so auffiel. Der Weihnachtsbaum wurde nur selten bereits am Weihnachtsabend zum Plündern freigegeben. Oft durfte erst am Neujahrstag, meist sogar erst am Dreikönigstag (6. Januar) alles Süsse vom Baum gegessen werden.
In Hofkreisen überbot man sich gegenseitig mit kostbar geschmückten Weihnachtsbäumen. Napoléons 23-jähriger Bruder Jérôme Bonaparte hängte an seinem ersten Weihnachtsfest als König von Westfalen im Jahr 1807 Schenkungsbriefe über Ländereien für seine Günstlinge an den Weihnachtsbaum. Königin Victoria belud einen 13 Meter hohen Baum mit einer Fülle von Geschenken im Wert von rund 10 000 Pfund, nachdem sie sich 1840 mit dem deutschen Prinzen Albert von Sachsen-Coburg vermählt hatte. Einige Jahre später stellte ein englischer Lord einen noch höheren Baum mit Spielzeug und wertvollen Schmucksachen auf, der 22 Meter hoch gewesen sein soll.
Für die ärmeren Leute wurde der Baum über das gesamte 19. Jahrhundert mit Backwerk und Obst geschmückt. In reichen Bürgerhäusern aber ging man gemäss dem adligen Vorbild dazu über, ihn vom geschmückten Bäumchen zum überladenen Geschenkbaum zu machen. In England und Frankreich wurde er teilweise zum Gabentisch. Erst in den 1870er Jahren kamen die kleinbürgerlichen Familien vom essbaren Christbaumschmuck weg und wandten sich dem – selbstgemachten oder industriell hergestellten– extravaganten, glitzernden Schmuck zu.
Um 1900 propagierten Künstler und Kunsttheoretiker die Ansicht, der übervolle, kunterbunte Weihnachtsschmuck sei geschmacklos. Das Organische sollte dafür mehr beachtet werden. Es hiess, man müsse sich nicht nur hüten, zu viel an den Baum zu hängen, sondern man dürfe auch keine Objekte verwenden, die mit einem Tannenbaum nichts zu tun hätten, wie Zuckerwerk oder Äpfel. Eine Rückkehr zum Einfachen und ihrer Meinung nach Wesentlichen sei geboten. Erstmals in der Geschichte des geschmückten Baums wurde über richtige oder falsche Dekoration diskutiert. Das Motto um 1900 war klar: Weniger ist mehr. So sollte der Baum vorwiegend mit Dingen behängt werden, die auch tatsächlich mit einem Tannenbaum in Verbindung zu bringen sind. Weisse Kerzen, Eiszapfen und Schnee-Imitationen durch silbernes Lametta oder gläserne Eiszapfen sollten die Impression eines winterlichen Baumes vermitteln.
Innert weniger Jahrzehnte hatte sich aus dem Gabenbaum für Kinder ein ästhetisches Renommierstück für Erwachsene entwickelt; ein Schmuckstück, das man Besucherinnen und Besuchern zeigen konnte. In Zeitschriften der Jahrhundertwende finden sich Vorschläge für extravagant geschmückte Bäume, mit denen man Eindruck machen konnte.
Einige Familien orientierten sich jedoch ausschliesslich an der eigenen Familientradition. So existierten der bunte Gabenbaum, der vollbeladene industrielle Baum und der strenge Silberbaum nebeneinander – und so ist es noch heute. Anfang der 1930er Jahre konnte noch gegen den übervollen bunten und gegen den rein weissen Christbaum polemisiert werden.
Die blauen Weihnachtsbäume in unserer Sonderausstellung mit schlichtem Glasschmuck regen auch zur Diskussion an. Das Motto für jeden Weihnachtsbaum sollte immer sein: Schmück ihn so, wie es dir gefällt.

Facts & Figures

Öffnungszeiten
Museum, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Museum, im Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr
Ristorante La Sosta und Boutique, täglich von 9.30 bis 18 Uhr

Für das Spielzeug Welten Museum Basel sind der Schweizer Museumspass und der Museums-PASS gültig.

Eintritt
CHF 7.–/5.–
Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt und nur in Begleitung Erwachsener.

Kein Zuschlag für die Sonderausstellung.
Das Gebäude ist rollstuhlgängig.

Medienkontakt

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Laura Sinanovitch
Geschäftsführerin/Kuratorin
Spielzeug Welten Museum Basel
Steinenvorstadt 1
CH-4051 Basel
Telefon +41 (0)61 225 95 95
sina@swm-basel.ch
http://www.swmb.museum

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