Jahresbericht 2020: Besucheransturm im Wildnispark Zürich

21. Juni 2021

Das Pandemie-Jahr 2020 führte im Wildnispark Zürich zu einem Besucheransturm. Im Sihlwald bewegten sich zeitweise doppelt so viele Gäste wie in normalen Jahren. Auch der Tierpark Langenberg erreichte erfreulich hohe Gästezahlen, obwohl er drei Monate lang geschlossen bleiben musste.

Das vergangene Jahr hat mehr denn je gezeigt, wie wichtig der Wildnispark Zürich für die Bevölkerung in der Region ist. Ob Familienausflügler, Velofahrerin oder Wanderer: hier finden die Menschen eindrückliche Naturerlebnisse, Ablenkung und Erholung.

Das Pandemiejahr hat überdurchschnittlich viele Besucherinnen und Besucher in den Wildnispark Zürich gelockt. Im Sihlwald ist die Anzahl Gäste insgesamt um mehr als 70 Prozent gestiegen. Zeitweise bewegten sich sogar doppelt so viele Personen auf den Wegen als in normalen Jahren. Auch der Tierpark Langenberg war als Ausflugsziel begehrt: Obwohl er seine Tore drei Monate lang schliessen musste, erreichten die Besucherzahlen fast gleich hohe Werte wie in den vergangenen Jahren. Insgesamt konnte der Tierpark 357’000 Besuche verzeichnen.

Ein intensives Jahr mit zahlreichen Höhepunkten

„Natürlich hat die COVID-19-Pandemie auch unseren Arbeitsalltag extrem geprägt“, zieht Karin Hindenlang Clerc, Geschäftsführerin des Wildnispark Zürich, Bilanz. „Das Ranger-Team und die Tierpflegerinnen und -pfleger waren monatelang im Sonder­einsatz. Die Bildungsfachleute waren durch die kurzfristigen Planungshorizonte eben­falls stark gefordert.“

Daneben gab es zum Glück das ganze Jahr über auch zahlreiche Höhepunkte zu verzeichnen: Die Eröffnung einer Sonderausstellung im Naturmuseum, die Entdeckung seltener Tierarten im Sihlwald, die Ankunft eines neuen Luchspaares und vieles mehr. Die Bilder und Texte im soeben erschienenen Jahresbericht 2020 lassen die Ereignisse und die wohltuende Atmosphäre im Wildnispark Zürich nochmals Revue passieren.

Ausblick: Der Druck auf die Natur steigt

Der Trend, dass Menschen ihre Freizeit in der Natur verbringen, hält weiter an. Damit steigt der Belastungsdruck auf Pflanzen- und Tiere. „Die Herausforderung, den Schutz der Natur und die Bedürfnisse der erholungsuchenden Menschen in eine gute Balance zu bringen, wird uns in den kommenden Jahren stark beschäftigen“, sagt Karin Hindenlang Clerc. „Es braucht unser Engagement, um die Menschen für einen achtsamen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren mehr denn je.“

Download Jahresbericht und Bilder

Das untenstehende Bild steht auf www.wildnispark.ch/medien in druckfähiger Auflösung zur Verfügung.

Auf www.wildnispark.ch/publikationen können Sie den Jahresbericht durchblättern oder als PDF herunterladen.

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Der Wildnispark Zürich im Sommer und im Winter auf Ausflugsziele.ch

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Good news: Nachwuchs im Wildnispark Zürich

17. Juni 2021

Ein Ausflug in den Tierpark Langenberg lohnt sich derzeit ganz besonders. Bei vielen Tierarten sind jetzt Jungtiere zu beobachten. Speziell erfreulich: Nach 10 Jahren sind im Wildnispark Zürich wieder einmal junge Luchse zur Welt gekommen – dank einem neuen Luchspaar. Veranstaltungstipp: Am 27. Juni findet im Tierpark Langenberg der Wildnistag «Jungtiere» statt.

Am 5. Mai war die Überraschung perfekt. Das junge Luchsweibchen, das seit letztem Herbst im Tierpark Langenberg lebt, hat im Stall zwei Junge zur Welt gebracht. Mittlerweile haben die beiden Jungtiere die Augen geöffnet und fangen an, die Anlage zu erkunden. Mit etwas Glück lassen sich also erstmals seit 10 Jahren junge Luchse im Wildnispark Zürich beobachten.

Der Tierpark Langenberg beteiligt sich mit seinen Karpatenluchsen am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Dieses verfolgt das Ziel, die Art in Menschenobhut zu erhalten, um bei Bedarf Tiere in die freie Wildbahn entlassen zu können. Das wäre beispielsweise dann vonnöten, wenn in einem bestimmten Gebiet die genetische Vielfalt so weit abnimmt, dass die Gesundheit oder gar der Erhalt der Population gefährdet ist. „In der Schweiz ist die Population der freilebenden Luchse derzeit stabil, aber nach wie vor fragil“, erklärt Martin Kilchenmann, Leiter des Tierparks Langenberg. „Was mit den Jungtieren im Langenberg geschehen soll, wird in enger Absprache mit dem Zuchtbuchführer des Erhaltungszuchtprogrammes diskutiert und entschieden.“

Bei vielen anderen Tierarten lassen sich derzeit auch Jungtiere beobachten: Zum Beispiel übermütige Wisent-Kälbchen, verspielte Füchse und Wildkatzen, gepunktete Sika-Hirsche oder kletterfreudige Jung-Steinböcke. Darum organisiert der Wildnispark Zürich für die Besucherinnen und Besucher einen Wildnistag, bei dem die Jüngsten im Rampenlicht stehen.

Bilder zur Medienmitteilung in hoher Auflösung unter www.wildnispark.ch/medien


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Dreiviertel der Deutschschweizer befürworten Zoos

2. Juli 2020

74 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sind für Zoos. Dies ergab eine Studie des Meinungsforschungsinstitutes Forsa. Die am häufigsten genannten Gründe sind der Schutz und Erhalt von Arten, Wissenstransfer und die Wichtigkeit von Zoos für Kinder.

Eine im November 2019 durch das renommierte deutsche Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführte repräsentative Umfrage in Deutschland, Österreich und der Deutschschweiz hat ergeben, dass 74 Prozent der befragten Schweizer die Existenz von Zoos und Tierparks befürworten. Nur 14 Prozent lehnen Zoos ab. Folgerichtig haben sich 70 Prozent der Befragten für eine finanzielle Unterstützung der Zoos durch die öffentliche Hand ausgesprochen. Dieses Resultat einer Umfrage, die noch vor der Corona-Krise durchgeführt wurde, ist insofern relevant, da die Zoos vom Bundesrat – im Gegensatz zu Zoologischen Museen – keinerlei finanzielle Unterstützung für den durch den Lockdown entstandenen finanziellen Schaden erhalten haben.

Aus der Umfrage geht ausserdem hervor, dass der Schutz der Biodiversität durch die Haltung und Zucht von bedrohten Tierarten in Zoos von 87 Prozent der befragten Schweizer als wichtig bis sehr wichtig beurteilt wird. Auch weitere Zooaufgaben wie das Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz, für die Bildung weiter Bevölkerungsschichten und für die Erforschung von Tierarten werden von einer grossen Mehrheit der Befragten als wichtig eingeschätzt. Das zeigt, dass Zoos sowohl als Bildungsinstitution, ausserschulischer Lernort, kulturelle Einrichtung, Erholungsraum und als Kompetenzzentrum für Tier-, Arten- und Naturschutz wahrgenommen werden.

Eine grosse Mehrheit von 80 Prozent der Befragten attestieren Zoos fachliche Kompetenz in der Tierhaltung. Ebenso viele sind der Meinung, dass Zoos verantwortungsvoll mit ihren Tieren umgehen. Ausserdem sagen 61 Prozent, dass es in Ordnung ist, dass Wildtiere in Zoos gehalten werden. Die Mehrheit der Befragten, glaubt nicht, dass digitale Medien und Dokumentarfilme einen Zoobesuch ersetzen. Nur 33 Prozent der Befragten würden einen guten Tierfilm als gleichwertigen Ersatz ansehen. 60 Prozent sind der Meinung, dass ein Virtual-Reality-Zoo nicht dieselbe Erfahrung bieten würde, wie ein Besuch in einem echten Zoo.

In zwei weiteren Anhängen senden wir Ihnen die Ergebnisse der Forsa-Studie für die Deutschschweiz sowie ein zusammenfassendes Faktenblatt. Entsprechende Publikationen mit den Resultaten für Deutschland und Österreich können Sie gerne unter info@zoos.ch bestellen.

Weitere Auskünfte
Anna Baumann, Direktorin Natur- und Tierpark Goldau und Präsidentin zooschweiz, Tel. 041 859 06 10
Karin Hindenlang, Geschäftsführerin der Stiftung Wildnispark Zürich, Tel. 044 722 55 22 oder karin.hindenlang@wildnispark.ch

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«WaldWildnisWir» – die Stiftung Wildnispark Zürich macht Waldwildnis mit einer Jubiläumsausstellung begreifbar

18. Mai 2020

«WaldWildnisWir» – die Stiftung Wildnispark Zürich macht Waldwildnis mit einer Jubiläumsausstellung begreifbar

Die Freude nach der Wartezeit ist gross: Am 19. Mai öffnet die Stiftung Wildnispark Zürich die Türen des Naturmuseums in Sihlwald. Sie feiert mit der neuen Ausstellung «WaldWildnisWir» das zehnjährige Jubiläum des Sihlwalds als «Naturerlebnispark – Park von nationaler Bedeutung».

Im Sihlwald hat die Natur Vorrang: Der ehemals intensiv genutzte Wald entwickelt sich langsam aber stetig zu einer Waldwildnis. Die natürlichen Prozesse sind geschützt, der Sihlwald darf sich als Naturwald frei entfalten. Als Erlebnisort ist er für Besucher*innen dennoch zugänglich. Eine einzigartige Kombination, für die der Sihlwald vom Bundesamt für Umwelt vor zehn Jahren als erstes Gebiet der Schweiz mit dem Label «Naturerlebnispark – Park von nationaler Bedeutung» ausgezeichnet wurde.

Durch die Verknüpfung von Naturschutz und Gästeerlebnis ist Waldwildnis im Sihlwald hautnah erlebbar. Die Besonderheiten des Naturwaldes bleiben für Besucher*innen dennoch häufig im Verborgenen. Hier setzt die Ausstellung «WaldWildnisWir – Faszination Naturwald» an – sie weckt beispielsweise mit Einblicken in die Arbeit von Naturwald-Forschenden die Begeisterung für einen ganz besonderen Mikrokosmos vor der Museumstür. Plötzlich wird der faulende Baumstamm zu einem lebendigen Puzzleteil des grossen Ganzen. Mit den in der Ausstellung gewonnenen Erkenntnissen wird ein Spaziergang durch die umgebende Waldwildnis des Sihlwalds mit Sicherheit noch eindrücklicher. Der Naturwald kann auch in Corona-Zeiten sorgenfrei erlebt, erforscht und entdeckt werden.

Öffnung mit Schutzkonzept Ab dem 19. Mai gelten die regulären Öffnungszeiten für die Ausstellung (Di bis Sa 12 – 17.30 Uhr, So und allg. Feiertage 9 –17.30 Uhr, Mo Ruhetag). Wie alle Schweizer Museen hat auch das Naturmuseum ein individuelles Schutzkonzept zur Eindämmung des Coronavirus erstellt. Aufgrund behördlicher Vorgaben sind noch nicht alle Elemente der Ausstellung zugänglich. Wo möglich ist für Ersatz gesorgt: So können beispielsweise Touchscreens mittels QR-Schnittstellen aufs Handy geladen werden. Führungen finden bis auf weiteres nicht statt. Das umfangreiche Schutzkonzept ist auf der Webseite der Stiftung Wildnispark Zürich zu finden.

Weitere Auskünfte
Bianca Guggenheim, Mitarbeiterin Kommunikation Tel. 044 722 55 12, bianca.guggenheim@wildnispark.ch

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Elche haben Christbäume zum Fressen gern

20. Dezember 2019

Bildlegende: Die Elche im Langenberg fressen täglich bis zu sechs nicht verkaufte Weihnachts-bäume. (Bild Wildnispark Zürich)

Bildlegende: Die Elche im Langenberg fressen täglich bis zu sechs nicht verkaufte Weihnachts-bäume. (Bild Wildnispark Zürich)

Auch dieses Jahr kommen unsere Elche in den Genuss von nicht verkauften Weihnachtsbäumen. Noch bis in den Frühling hinein stehen die Nadelbäume auf dem Speiseplan der Pflanzenfresser.

Seit einigen Tagen werden hunderte von nicht verkauften Christbäumen von regionalen Händlern und Coop-Verkaufsstellen in den Wildnispark Zürich Langenberg transportiert. In der Elchanlage werden diese gerne gesehen: Ein ausgewachsener Elch frisst vier bis sechs Nadelbäume pro Tag. Momentan leben eine Elchkuh, ein Stier sowie die Zwillinge, die im Vorjahr das Licht der Welt erblickt haben, im Tierpark. Die vielen Weihnachts­bäume machen das Jahresende zum Fest für die vier Elche.

Elche sind Futterspezialisten und suchen ihre Nahrung gezielt aus: Die Wiederkäuer mögen vor allem die Zweige, Knospen und Nadeln der Weihnachtsbäume. Das sind die nährstoffreichsten Teile der Pflanze. Während der Wintermonate ersetzen diese die Laubblätter, die Elche über den Sommer fressen. «Gebrauchte Christbäume können wir leider nicht verfüttern. Lametta- und Wachsresten sind gefährlich für die Tiere», erklärt Andreas Wigger, stellvertretender Leiter Betrieb Tiere des Wildnispark Zürich.

Auskunft: Bianca Guggenheim, Kommunikation, Tel. 044 722 55 22

Öffnungszeiten Wildnispark Zürich Langenberg: Der Grossteil der Tieranlagen ist 365 Tage während 24 Stunden frei zugänglich. Besuchen Sie uns über die Feiertage!

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Tierparks und Zoos in der Schweiz im Sommer und im Winter


Der Borkenkäfer – Ein Puzzleteil im Naturwaldkreislauf

16. September 2019

Der Borkenkäfer – Ein Puzzleteil im Naturwaldkreislauf

Der nur ein paar Millimeter grosse Borkenkäfer ernährt sich ausschliesslich von Fichten. Diese sterben dabei ab. In Wirtschaftswäldern werden Waldschäden beklagt. In einem Naturwald wie dem Sihlwald ist es anders: Hier ist der Käfer Teil des Ökosystems.

Mit Bohrmehl am Stammfuss und Löchern in der Baumrinde beginnt der eindeutig sichtbare Fichtenbefall des Borkenkäfers – fast immer ist der Buchdrucker, die am weitesten verbreitete Borkenkäferart, am Werk. Er befällt durch Stürme geschwächte oder frisch gefallene Fichten. Der Käfer und seine Larven fressen im saftführenden Teil der Rinde, im so genannten Bast. Das erschwert den Nährstofftransport des Baumes. Weil sich der Buchdrucker sehr rasch vermehrt, haben befallene Fichten keine Chance zu überleben. Kurz nach dem Befall liegen erste Rindenstücke am Boden, die Kronen färben sich braun. Fahlgrüne Fichtennadeln fallen zu Boden. Sterbende Bäume – und gleichzeitig neu gewonnener Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Durch die absterbenden Fichten kommt an zuvor dunklen Standorten plötzlich Licht bis zum Boden. Junge Bäume, die bisher im Schatten ausharrten, streben dem Licht entgegen. Auf grösseren Flächen beginnen Pionierarten wie Holunder, Birken oder Weiden zu wachsen. Eine neue Generation Wald entsteht.

Im natürlichen Waldkreislauf nimmt der Borkenkäfer eine wichtige Aufgabe wahr: er startet den natürlichen Zyklus von Vergehen und Werden. Im Sihlwald wird diese Entwicklung der Natur überlassen. Im Rahmen des so genannten Prozessschutzes wachsen auf den neu entstandenen Flächen jene Baumarten, die dem Standort und den Gegebenheiten vor Ort in diesem Moment am besten entsprechen. «Der Borkenkäferbefall ist eine natürliche Methode, anhand welcher der Sihlwald über
Jahrzehnte in ein einzigartiges Mosaik aus unterschiedlichen Baumarten und Baumgenerationen verwandelt wird», erklärt Isabelle Roth, stv. Geschäftsführerin und Leiterin des Bereichs Naturwald der Stiftung Wildnispark Zürich. Die Borkenkäfer und das damit verbundene Absterben der Fichten sind damit Bestandteil eines langen Prozesses, den der Sihlwald auf seinem Weg vom Wirtschaftswald zum Naturwald durchläuft.

Im Sihlwald dürfen und sollen natürliche Prozesse ungestört ablaufen. Für den urwaldähnlichen Wald bedeutet das Absterben der Fichten eine Veränderung in der Baumartenzusammensetzung. Zusätzlich entstehen neue Lebensräume aus Totholz für unzählige Käfer, Pilze, Moose und Flechten. Der Borkenkäfer stellt zudem eine
Futterquelle für andere Waldtiere dar. Er ist ein gern gesehenes Fressen von Spechten, Schlupfwespen und Buntkäfern.

Im Wirtschaftswald bedeutet der Fichtenbefall durch Borkenkäfer für die Waldeigentümer einen finanziellen Verlust. Durch Holzschläge mit zusätzlichem Entrinden der Bäume versuchen die Eigentümer, die Vermehrung der Käferpopulation zu begrenzen. Dieses Management wird im Randbereich des Naturerlebnisparks Sihlwald ebenfalls umgesetzt.

Die Fichte – Herkunft und Verbreitung
Die Fichte ist ursprünglich ein Gebirgsbaum, der feuchtes und kühles Klima oberhalb von 800 Metern über Meer bevorzugt. Der Nadelbaum wächst schneller als andere Baumarten. Deshalb, und weil Fichtenholz lange kostendeckend oder sogar mit Profit geerntet werden konnte, pflanzten Waldeigentümer und Forstleute den Baum weit über sein natürliches Verbreitungsgebiet hinaus auch im Schweizer Mittelland an.

Auskunft:
Montag, 16. September von 15 bis 17 Uhr, Isabelle Roth, stellvertretende
Geschäftsführerin und Leiterin Bereich Naturwald, Tel. 044 722 55 22 (Zentrale)

Bilder zur Medienmitteilung Download unter http://www.wildnispark.ch/medienseite

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Wildnispark Zürich: Przewalskistuten begrüssen neuen Hengst

29. Oktober 2018


Der neue Zuchthengst im Wildnispark Zürich Langenberg durfte letzte Woche zu seinen Stuten – und wurde von diesen herzlich begrüsst. Die Przewalskipferde im Langenberg gehören zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Ziel ist es, die zukünftigen Nachkommen des Hengstes auswildern zu können.

Am 23. Oktober war es soweit: Der neue Zuchthengst durfte nach einer vierwöchigen Quarantäne auf die Weide seiner Stuten und wurde damit in die Zuchtgruppe des Wildnispark Zürich Langenberg integriert. Der 5-jährige Hengst ist im Wisentgehege Springe auf die Welt gekommen und kam nach einem dreijährigen Aufenthalt im Stadtwald von Augsburg in den Langenberg. Im Langenberg soll er im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Nachwuchs sorgen.

Der Wildnispark Zürich beteiligt sich seit dem Beginn der Haltung von Wildpferden am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Seit 1996 sind regelmässig Przewalskipferde aus dem Langenberg in der Wüste Gobi B in der Mongolei ausgewildert worden. Die Tradition der Auswilderungen soll mit dem neuen Zuchthengst weiterleben.

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Jetzt röhren sie wieder um die Wette – Brunftzeit im Wildnispark Zürich Langenberg (CH)

14. September 2012

Medienmitteilung aus dem Wildnispark Zürich

Bildlegende: Im September hallt das Röhren der Rothirsche durch den Langenberg. (Bild Wildnispark Zürich)

Der Herbst bietet im Wildnispark Zürich Langenberg jeweils ein eindrückliches akustisches Erlebnis. Mitte September beginnen die Rothirsche ihr lautstarkes Imponiergehabe und Werben um die Weibchen.

Wenn im September die Brunftzeit der Rothirsche beginnt, wird es laut im Wildnispark Zürich Langenberg. Mit markantem Röhren signalisieren die paarungswilligen Männchen ihren Anspruch auf ihr Revier. Gleichzeitig werben sie damit um ihre Weibchen. Dazu bei trägt auch das majestätische Geweih, mit dem die Platzhirschen – den Kopf hoch erhoben – hin und her stolzieren.

Imponiergehabe reicht in der Regel aus

In der Regel reicht das Imponiergehabe aus, um schwächere Rivalen vom eigenen Rudel abzuhalten. Nur zwischen etwa gleich starken Hirschen kann es auch zu Kämpfen kommen. Dabei verkeilen die Hirsche ihre Geweihe ineinander und versuchen, sich gegenseitig wegzuschieben. Dies dauert so lange, bis der Unterlegene aufgibt und flüchtet. Dank diesem ritualisierten Kräftemessen kommt es nur selten zu Verletzungen.

Im Langenberg leben zwei Rudel Rothirsche mit jeweils mehreren Weibchen und einem Männchen. Dieses braucht sein Harem zwar nicht gegen Rivalen zu verteidigen, das röhrende Werben um seine Weibchen ist aber sehr schön zu beobachten. Neben den zwei Harems-Rudeln gibt es noch eine kleine Gruppe mit Männchen, eine sogenannte Junggesellengruppe. Die meisten dieser Männchen sind Spiesser, gut einjährige Tiere, deren Geweihe noch keine Verästelungen aufweisen. Das Geweih wird jedes Jahr zwischen Februar und April abgeworfen und danach wieder komplett neu gebildet – von Jahr zu Jahr etwas schwerer und grösser. Das Geweih besteht aus Knochen, sein Wachstum dauert rund 100 Tage.

Auf Röhren folgt Grunzen

Nach der Brunftzeit der Rothirsche beginnt im Langenberg Ende September die Brunft der Elche und Ende Oktober die Fortpflanzungszeit der Damhirsche. Während die Elchstiere eher leise um ihre Weibchen werben, rufen die Damhirsche in hohen, eintönigen und grunzenden Lauten. Die Sikahirsche als dritte Hirschart im Langenberg brunften jeweils bereits im Spätsommer mit kurzen Pfeiftönen.

Pressemitteilung zum Downloaden (PDF)

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Stiftung Wildnispark Zürich,
Telefon +41 (0)44 722 55 18,
E-Mail christian.stauffer@wildnispark.ch

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Junge Wildkatzen im Langenberg

12. April 2012

Wildnispark Zürich, Langenberg junge Wildkatze - Die ersten Ausflüge ganz alleine

Seit Ostern sind sie sichtbar – die drei Wildkatzen sind Ende März zur Welt gekommen und machen mit ihrer Mutter bereits etwas grössere Ausflüge in der Anlage.

Europäische Wildkatzen sind auch in der Schweiz heimisch. Sie kommen ausschliesslich im Jura vor. Die scheuen Tiere bevorzugen ausgedehnte, deckungsreiche Mischwälder.

Weitere Auskünfte für Medien:
Christian Stauffer,
Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18 oder
christian.stauffer@wildnispark.ch

Wildnispark Zürich auf www.Ausflugsziele.ch


Wildnispark Zürich: Das Tier des Jahres verabschiedet sich (CH)

1. Dezember 2011

Wildnispark Zürich Sihlwald Regenwurm

Von Bären, Murmeltieren und Siebenschläfern ist es allgemein bekannt, dass sie in der kalten Jahreszeit eine Winterruhe oder gar einen Winterschlaf machen. Der Tauwurm, einer der häufigsten Regenwürmer im Sihlwald hingegen, wird weit weniger damit in Verbindung gebracht. Von Frühling bis Herbst sorgt er dafür, dass der Boden gut belüftet und fruchtbar bleibt. Im Winter und bei grosser Trockenheit flieht er in tiefere Lagen des Bodens.

Wer glaubt ihn zu kennen, der irrt. Allein in der Schweiz leben rund 40 verschiedene Arten. Der bekannteste unter ihnen ist der bis zu 30 cm lange Tauwurm Lumbricus terrestris. Er gräbt fast senkrechte Wohnröhren, die gegen drei Meter tief sein können. Er ernährt sich von Blättern und Pflanzenresten, die er in seine Wohnröhre zieht und sie dort von Pilzen und Bakterien vorverdauen lässt. Nur so gelingt es dem zahnlosen Regenwurm das Pflanzenmaterial überhaupt aufnehmen.

Regenwürmer könnten bei uns bis zu acht Jahre alt werden, falls sie nicht als Nahrung für die Vögel oder Dachse im Sihlwald enden. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt deshalb nur etwas über zwei Jahre. Der Regenwurm gehört, im Verhältnis zu seiner Grösse zu den stärksten Tieren überhaupt. Er kann bei seiner Grabtätigkeit bis das Sechzigfache seines Körpergewichts stemmen; damit und übertrifft den Menschen bei Weitem.

Unermüdliche Schaffer im Sihlwald
Regenwürmer sorgen auch im Sihlwald für neuen und fruchtbaren Boden. Als fleissige Tunnelbauer belüften sie ihn und erhöhen dadurch dessen Wasseraufnahmefähigkeit. Der Kot, den sie ausscheiden, entspricht hochwertigem Humus: er enthält ein Mehrfaches an Stickstoff, Phosphor und Kalium als die Umgebungserde und ist deshalb ein exzellenter Dünger.

Mischwälder weisen eine höhere Regenwurmdichte auf als reine Fichten- oder Buchenwälder. Im Sihlwald wurden bei einer Untersuchung in den 90er Jahren dreizehn verschiedene Regenwurmarten gezählt. Gemäss einer damals erstellten Modellrechnung leben im gesamten Sihlwald rund 200 Tonnen Regenwürmer, die einen grossen Beitrag zum gesunden Kreislauf des Waldes leisten.

Was macht der Regenwurm eigentlich im Winter?
Der Regenwurm ist ein wechselwarmes Tier und kann seine Körpertemperatur nicht selber regulieren: Kälte, Frost und auch die Trockenheit die momentan herrscht, sind für ihn gefährlich. Aus diesem Grund zieht er sich nach der letzten Eiablage im Herbst tiefer in den Boden zurück. In seiner selbst gegrabenen Höhle bleibt es während des Winters konstant feucht und warm. Nur selten, in feuchten und frostfreien Nächten, zeigt er sich an der Erdoberfläche, um Nahrung aufzunehmen. Sollte es jedoch noch kälter werden, ringelt sich der Regenwurm in einem Teil der Höhle ein, welcher er mit Kot tapeziert hat. Dort bleibt er so lange in einem Zustand der Starre, bis die klimatischen Bedingungen wieder günstig sind.

Wer in den nächsten Wochen und Monaten im Sihlwald spazieren geht, wird kaum mehr Regenwürmern begegnen. Wie wir ziehen Sie ein warmes und konstantes Klima vor verlassen ihre Höhle nur selten.

Weitere Auskünfte:
Carmen Herzog, Projektleiterin Bildung,
Wildnispark Zürich Tel. 076 587 15 72 oder
carmen.herzog@wildnispark.ch (Do bis 18 Uhr)

Bild zum Download unter http://www.wildnispark.ch/medien

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