Verschollene Luchsin Vreni wieder aufgetaucht – mit Nachwuchs

7. Mai 2026

Grosse Freude im Wildnispark Zürich: Die im August 2024 im Thüringer Wald ausgewilderte Luchsin Vreni hat Nachwuchs bekommen. Die Freude ist umso grösser, weil das Luchsweibchen lange als verschollen galt.

Die freilebenden Luchsbestände sind in West- und Zentraleuropa stark unter Druck. Die einzelnen Populationen sind teilweise sehr klein und schlecht miteinander vernetzt, dadurch drohen die Bestände genetisch zu verarmen. Gezielte Auswilderungen tragen dazu bei, die Populationen miteinander zu verbinden und zu stärken.

Koordiniert durch das internationale Netzwerk «Linking Lynx» wurden seit Anfang 2023 in Deutschland 16 in Zoos geborene Luchse ausgewildert. Drei davon stammen aus dem Wildnispark Zürich: Vreni sowie ihre Schwestern Verena und Freya.

Erst verschollen, jetzt Hoffnungsträgerin

Vreni wurde im August 2024 im Thüringer Wald ausgewildert. Wildtierkameras und ihr GPS-Sender zeigten, dass sie sich schon nach kurzer Zeit gut in ihrer neuen Umgebung eingelebt hatte. Rasch war sie auch in der Lage, Rehe zu jagen, obwohl sie dies im Rahmen der Zoohaltung nie üben konnte.

Aufgrund eines technischen Defektes des Senders brach der Kontakt zu Vreni jedoch frühzeitig ab. Über ein Jahr gab es kein Lebenszeichen des Tieres. Erst durch neue Aufnahmen von Fotofallen konnte Vreni nun anhand ihrer individuellen Fellzeichnung eindeutig identifiziert werden. Eine der Aufnahmen zeigt ausserdem einen jungen Luchs, der Vreni in kurzem Abstand folgt.

Artenschutzprojekt «Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen»

«Wir sind überglücklich, dass Vreni noch am Leben ist und dass sie sich weiterhin im Thüringer Wald aufhält. Als ich die Luchsin und ihr Jungtier bei der Durchsicht der Fotofallen-Aufnahmen entdeckt habe, war dies für mich eine der Sternstunden unseres Projektes», freut sich Dr. Markus Port, Luchsexperte des BUND Thüringen. Er gehört zum Team des Artenschutzprojekts «Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen».

Das Jungtier, das auf der Aufnahme zu sehen ist, ist bereits fast ausgewachsen, und dürfte im Frühjahr 2025 zur Welt gekommen sein. «Die damals etwa zweijährige Vreni hat sich also schon im ersten Jahr nach ihrer Auswilderung erfolgreich fortpflanzen können. Das ist ein grosser Erfolg für unser Projekt», erklärt Port. Luchse bringen einmal im Jahr zwei bis vier Junge zur Welt. Wie gross der Wurf von Vreni war, ist nicht bekannt. Oft werden nicht alle Jungtiere von den Wildtierkameras erfasst.

Thüringen als Brücke zwischen Harz und Bayrischem Wald

Vrenis Nachwuchs markiert einen entscheidenden Schritt beim Aufbau einer stabilen Population in Thüringen und den angrenzenden Bundesländern. Ziel des Projekts ist es, im Thüringer Wald eine dauerhafte Luchspopulation zu etablieren und damit eine wichtige Verbindung zwischen den bestehenden Vorkommen im Harz und im Bayerischen Wald zu schaffen.

Auch im Wildnispark Zürich ist der Jubel gross. «Wir freuen uns sehr, dass Vreni sich im Thüringer Wald etablieren konnte», erklärt Karin Hindenlang Clerc, Geschäftsführerin der Stiftung Wildnispark Zürich. «Es erfüllt uns mit Stolz und Dankbarkeit, dass wir zum Erhalt dieser wunderbaren Tierart in Europa beitragen können.» Der Wildnispark Zürich beteiligt sich am Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) und gehört zu den wenigen Zoos in Europa, wo Luchse gezielt auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden können.

PS: Eine der Wildtierkamera-Aufnahmen zeigt übrigens, dass Vreni bereits wieder von einem Männchen begleitet wurde. Der Kuder heisst Ionel, stammt aus Rumänien und wurde im April 2025 ausgewildert.

Pressekontakt:
Mirella Wepf,
Projektleiterin Kommunikation,
Wildnispark Zürich,
Tel. 044 722 55 26,
mirella.wepf(at)wildnispark.ch

Kerstin Neumann, Christina Eberhardt,
BUND Thüringen,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. +49 361 5550314
presse(at)bund-thueringen.de


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Ein stachliges Weihnachtsmenü für die Elche im Langenberg

15. Dezember 2022
Elche stellen ihre  Nahrung im Winter auf  Nadelbäume um. (Bild: Stiftung Wildnispark  Zürich/Stefan Eichholzer)

Elche ernähren sich im Winter monatelang fast ausschliesslich von Nadelbäumen. Die Tiere fressen viel – mehrere Bäume pro Tag. Willkommen sind deshalb nicht verkaufte Weihnachtsbäume aus der Region. Eine etablierte Winwin-Situation sorgt auch dieses  Jahr für viel Freude bei Mensch und Tier. 

«Unsere Elche stellen ihre Nahrung jeweils Ende Oktober von Laub- auf Nadelbäume um. Auch andere Wildtiere im Langenberg fressen in der kalten Jahreszeit gelegentlich Nadelbäume – so mögen die Przewalski-Pferde, Hirsche, Wisente und Steinböcke die stachligen Überraschungen», erklärt Martin Kilchenmann, Leiter des Bereichs Tiere im Wildnispark Zürich.

Elche sind Feinschmecker 
Dank einer langjährigen Zusammenarbeit mit Coop ist es möglich, den grossen Bedarf an Nadelbäumen über nicht verkaufte Weihnachtsbäume zu decken. «Gerade Elche fressen nicht wenig», sagt Kilchenmann. Ein ausgewachsener Elch frisst vier bis sechs Nadelbäume pro Tag. Die Tiere lieben vor allem die nährstoffreichen Pflanzenteile wie Zweige, Knospen und Nadeln – die Feinschmecker suchen ihre Nahrung also ganz gezielt aus. «Einen Elch beim sorgfältigen und doch raschen Abknabbern eines Nadelbaumes zu beobachten, fasziniert mich immer wieder», sagt Martin Kilchenmann. Im Frühling, Sommer und Herbst fressen Elche Salweiden, Birken, Hasel, Buchen und Ahornbäume. 

Keine Bäume aus privaten Haushalten  
Nach dem 24. Dezember liefern Coop und Grün Stadt Zürich unverkaufte Bäume in den Langenberg. Gebrauchte Weihnachtsbäume aus privaten Haushalten können nicht an die Tiere verfüttert werden. Lametta- und Wachsreste würden den Tieren schaden. Die Kontrolle jedes einzelnen Baumes ist zu aufwendig. 

Weitere Auskünfte: Bianca Guggenheim, Mitarbeiterin Kommunikation, 

Telefon 044 722 55 22, bianca.guggenheim@wildnispark.ch


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