Grenzschlängeln am Hasliberg: Erlebnis Horizontweg

Grenzschlängeln am Hasliberg: Erlebnis Horizontweg

Tolle Ausblicke auf Seen und Gletscher, imposante Felswände und viele bunte Farbtupfer am Wegrand: Die Wanderung auf dem seit Ende Juni geöffneten Horizontweg von Planplatten zur Engstlenalp ist ein besonderes Erlebnis entlang der Kantonsgrenze Bern–Obwalden.

Der Auftakt gestaltet sich angenehm: Wer den Horizontweg unter die Füsse nehmen will, erwirbt am besten das Rundreiseticket der Bergbahnen am Schalter in Meiringen oder Reuti und lässt sich anschliessend mit der Gondelbahn zum höchsten Punkt befördern. Beim Alpen tower auf 2245 Meter beginnt das Abenteuer Horizontweg. Knapp zehn Kilometer sind es bis zum Ziel auf der Engstlenalp; der seit kurzem für die Sommersaison geöffnete Höhenweg ist gut markiert und angenehm zu gehen, die Aussicht ist von Beginn weg imposant.

Wer mag, geniesst vor dem Start noch eine Stärkung im Panoramarestaurant Alpen tower und lässt den Blick vom Ritzlihorn bis zum Brienzersee schweifen. Kaum steigt man von Planplatten die ersten Meter Richtung Gental, wird man von schrillen Murmeltierpfiffen begrüsst. Der Wanderweg ist regelrecht gesäumt von den Löchern der flinken Alpenbewohner. Was ins Auge sticht, ist die Blütenpracht – Mitte Juli präsentiert sich der Bergfrühling entlang des Horizontweges vielerorts mit einem Farbenmeer aus Anemonen, Vergissmeinnicht und Enzianen. Der Weg schlängelt sich in stetem Auf und Ab, ist stellenweise schmaler und ausgesetzt, weist aber keine besonderen Schwierigkeiten auf. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind jedoch von Vorteil.

Kraftort Engstlenalp
Unterwegs zum Aussichtspunkt Balmeregghorn taucht man in eine alpine Welt ein; linkerhand türmen sich imposante Felswände, auf der rechten Seite gibt es Tiefblicke auf die Alp Schlafenbielen und ins Gental. Bald ist der höchste Punkt der Wanderung, das Balmeregghorn (2255 m) erreicht, wo sich Melch- und Engstlensee erstmals zeigen. Hier lohnt es sich, auf einer der Bänke die imposante Aussicht aufs Triftgebiet zu geniessen. Anschliessend gelangt man in den Kanton Obwalden; der Weg wird sanfter und es geht überwiegend bergab. Bevor man den Tannensee erreicht, durchquert man ein hübsches Moorgebiet.

Zum Pausieren laden ein schöner Brätelplatz beim Tannensee oder die Tannalp ein, anschliessend folgt das alpine Finale: Der mit Drahtseilen gesicherte, breite Wanderweg führt – nun wieder auf Berner Boden – entlang einer Felswand Richtung Engstlenalp (1829 m). Von rauschenden Bächen begleitet, nähert man sich dem Ziel der Wanderung, wo man von Kuhglockengebimmel begrüsst wird. Der Engstlensee ist schnell erreicht – ein Bad erfrischt garantiert! Warum die Engstlenalp auch als Kraftort bezeichnet wird, lässt sich hier am ehesten herausfinden – ob es am Kultstein liegt? Oder an den Alphornklängen, die man mit etwas Glück vernimmt? Wie auch immer: Es ist herrlich, zwischen Alpenrosen und Heidelbeersträuchern die Seele baumeln zu lassen. Wer noch Zeit hat, sollte in der Rossbodenhütte einkehren und die Schaukäserei Engstlenalp besuchen, bevor man sich vom Engstlenalp-Bus zurück ins Tal chauffieren lässt.

Fakten zur Wanderung
Länge: 9,7 km
Höhendifferenz: 300 Hm aufwärts, 700 Hm abwärts
Zeit: 3 Std. 30 Min.
Schwierigkeit: T2

Mehr Informationen
http://www.meiringen-hasliberg.ch

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