Ein schönes 70. : Rattenfänger-Freilichtspiel verabschiedet sich am Weltkindertag aus der Jubiläumssaison

21. September 2026

70 Jahre ununterbrochene Spieltradition / Jubiläumsfest, Nachwuchs und besondere Begegnungen prägten den Sommer / Spielgruppe blickt bereits auf 2027

Noch einmal zogen Ratten, Tanzkinder, Ratsherren, Bürger und der Rattenfänger am Sonntag durch die Hamelner Altstadt zur Hochzeitshaus-Terrasse. Dann hieß es um 12 Uhr ein letztes Mal in diesem Sommer: Das Spiel beginnt! Mit der Vorstellung am Weltkindertag hat sich das Rattenfänger-Freilichtspiel aus seiner Jubiläumssaison verabschiedet – 70 Jahre nach dem Beginn der bis heute ununterbrochenen Spieltradition im Jahr 1956.

Dass die Saison am Weltkindertag endete, war bewusst gewählt. Kinder gehören seit Generationen zum Freilichtspiel. Sie stehen als Ratten und Tanzkinder auf der Bühne, wachsen in neue Rollen hinein und bleiben der Gruppe nicht selten über viele Jahre verbunden. Auch in diesem Sommer kamen neue Kinder hinzu. Über die FerienCard konnten sie als Ratten zunächst Bühnenluft schnuppern. Einige blieben danach dabei und spielten auch bei weiteren Vorstellungen mit.

„Dass Kinder über die FerienCard zu uns kommen, Freude am Mitspielen finden und einige danach einfach weitermachen, ist für uns etwas ganz Besonderes“, sagt Spielleiter Michael Bräunig. „Eine Tradition kann nur weiterleben, wenn immer wieder neue Menschen dazukommen und sie mittragen. Deshalb war es uns auch ein Anliegen, unsere Jubiläumssaison am Weltkindertag zu beenden.“

Das Jubiläumsjahr reichte weit über die sonntäglichen Aufführungen hinaus. In Arbeitskreisen bereitete die Spielgruppe gemeinsam Ausstellung, Jubiläumsfeier und weitere Aktivitäten vor. Gerade diese gemeinsame Arbeit hat den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe noch einmal gestärkt“, sagt Bräunig.

Ein Höhepunkt war der Hamelner Pfeifertag am 26. Juni. Rund um die Hochzeitshaus-Terrasse feierte die Spielgruppe ihr 70-jähriges Bestehen mit Musik, Figurenspiel, Zauberkunst und einer zusätzlichen Aufführung. Hochsommerliche Temperaturen stellten Veranstalter und Mitwirkende dabei vor eine besondere Herausforderung. Kurzfristig von der
Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) organisierte Hitzeschutzmaßnahmen sorgten dafür, dass die lange vorbereitete Feier stattfinden konnte. radio aktiv begleitete den Pfeifertag über mehrere Stunden live.

Auch überregional fand das Jubiläum Beachtung. Der NDR besuchte die Spielgruppe, begleitete eine Aufführung mit der Kamera und strahlte den entstandenen Beitrag am nächsten Tag gleich aus. Für die Mitwirkenden wurde damit ein weiterer besonderer Moment des Jubiläumsjahres festgehalten.

Eine unerwartete Verbindung zur eigenen Geschichte brachte zudem ein Besuch aus Japan nach Hameln zurück. Frau Yugi erlebte eine Vorstellung auf der Terrasse des Hochzeitshauses. Ihr inzwischen verstorbener Ehemann verantwortete in den 1980er-Jahren das Marketing von Japan Airlines, unter anderem auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin (ITB), wo er Kontakt zum Hamelner Verkehrsverein aufnahm. Er hatte seinerzeit dazu
beigetragen, die Hamelner Freilichtspiel-Gruppe für Auftritte nach Japan einzuladen. „Dieser Besuch hat bei uns viele Erinnerungen geweckt“, erzählt Bräunig. „Wir waren damals eine Woche mit dem Freilichtspiel in Japan. Und wenn sich noch einmal eine Gelegenheit ergeben sollte: Wir würden sicher nicht Nein sagen.“

Ein weiterer Baustein des Jubiläums war die Ausstellung im Infocenter Hameln, die auf mehrere Jahrzehnte Freilichtspiel zurückblickte. Hierfür wurden viele Geschichten, Erinnerungen und Materialien zusammengetragen. Gefördert wurde das Projekt vom Landschaftsverband Hameln-Pyrmont.

„So ein Jubiläum entsteht nicht nebenbei“, sagt Bräunig. „Viele haben ihre Zeit, ihre Ideen und viel Arbeit eingebracht. Mein Dank gilt der gesamten Spielgruppe, unserem Sponsor Sparkasse Hameln-Weserbergland und allen, die uns unterstützt haben.

Denn hinter jeder sonntäglichen Aufführung steckt weit mehr als die halbe Stunde auf der Bühne: Rollen müssen besetzt, Kinder betreut, Kostüme vorbereitet und gepflegt, Abläufe geprobt und zahlreiche Aufgaben hinter den Kulissen übernommen werden. Das Ganze geschieht ehrenamtlich.

Am letzten Spieltag wurde Spielleiter Michael Bräunig bei der Ehrung langjähriger Mitspieler von Tim Nikelski, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hameln-Weserbergland, unterstützt. Elise Dangendorf, Lea Crone und Conner Schlüter sind seit 3 Jahren dabei und erhielten neben einer Urkunde auch eine „Spar-Ratte“ von der Sparkasse, und zwar mit Inhalt. Weiter wurden sechs Erwachsene geehrt: Lenn Herbrich und Finn Herbrich sind volle 10 Jahre dabei. Berfin Ulumaskan ist seit 15 Jahren dabei, Vikica Borovic und Iwan Topalovic sogar schon seit 20 Jahren. Weiter erhielt der Teamleiter Bühnentechnik, Mick Johnsen, eine Ehrung für 17 treue Jahre. Alle Geehrten erhielten eine Urkunde sowie einen Blumenstrauß. (s. Foto im Anhang).

Nun verschwinden die mittelalterlichen Gewänder zunächst wieder im Fundus. Ganz still wird es um die Rattenfänger-Gruppe auch während der Winterpause nicht. Die Darsteller treffen sich weiterhin in unregelmäßigen Abständen und bereitet die kommende Saison vor. Im April beginnen wieder die Proben. Wer selbst als Ratte, Tanzkind, Bürger oder in einer anderen Rolle Teil des Rattenfänger-Freilichtspiels werden möchte, kann sich bereits frühzeitig an
Spielleiter Michael Bräunig wenden. Denn, im kommenden Jahr wird es auf der Hochzeitshaus-Terrasse wieder heißen: Das Spiel beginnt!

Mehr zum Rattenfänger-Freilichtspiel unter: www.hameln.de/freilichtspiel

Presse-Kontakt: Anastasia Patsiarizis, PR-Assistenz, Hameln Marketing und Tourismus
GmbH, Deisterallee 1, 31785 Hameln, Tel.: 05151 9578-29, E-Mail:
Anastasia.Patsiarizis@hameln-tourismus.de.


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GV Natur- und Tierpark Goldau: Jubiläumsjahr mit vielen Höhepunkten

1. September 2026

100-Jahr-Jubiläum, lang ersehnter Bärennachwuchs, die Eröffnung der neuen Wild-schwein-Anlage und wichtige Schritte in der Weiterentwicklung des Parks: An der rege besuchten Generalversammlung blickte der Natur- und Tierpark Goldau auf ein aussergewöhnliches Geschäftsjahr 2025/26 zurück. Gleichzeitig präsentierte er ein positives finanzielles Ergebnis und zeigte auf, wohin die Reise in den kommenden Jahren führt.

Mit rund 130 Gästen war die 100. GV des Natur- und Tierparks Goldau am 29. August 2026 im Park-Restaurant «Grüne Gans» sehr gut besucht. Im Zentrum stand der Rückblick auf ein Ge-schäftsjahr, das ganz im Zeichen des 100-Jahr-Jubiläums stand. Mit zahlreichen Veranstaltun-gen, Spezialangeboten und kommunikativen Massnahmen feierte der Park sein hundertjähriges Bestehen – und richtete gleichzeitig den Blick nach vorne. «Nachdem wir im vergangenen Jahr auf 100 Jahre Park-Geschichte zurückgeblickt haben, möchten wir heute vor allem zeigen, wo wir stehen, was wir im vergangenen Jahr erreicht haben und wie wir den Park weiterentwi-ckeln», erklärte Präsidentin Regula Straub an der GV.

Positives Ergebnis im Jubiläumsjahr
Finanziell zeigte sich das Berichtsjahr vielschichtig. Trotz zusätzlicher Investitionen im Jubilä-umsjahr schloss der Natur- und Tierpark Goldau das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis ab. Der Betriebsertrag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von CHF 13.82 Mio. auf CHF 14.68 Mio. Das Betriebsergebnis betrug rund CHF 697’000, das Jahresergebnis CHF 222’000.

Erfreulich entwickelten sich insbesondere die Einnahmen aus Spenden, Beiträgen und Paten-schaften sowie dem Tierpark-Shop. Gleichzeitig zeigte die konsequente Prozessoptimierung und Kostensteuerung Wirkung: Die Energieaufwendungen konnten um 15 Prozent, die IT- und Verwaltungskosten um 21 Prozent gesenkt werden. «Wir haben im Geschäftsjahr unsere Kosten und Strukturen genau analysiert und wichtige Grundlagen geschaffen. Das gibt uns die nötige Stabilität, um die Weiterentwicklung des Parks gezielt und gewissenhaft anzugehen», erläuterte Katrina Wenger, Direktorin des Natur- und Tierparks Goldau.

Tierischer Nachwuchs und neue Lebensräume
Für besondere Aufmerksamkeit sorgten im Berichtsjahr die tierischen Höhepunkte. Im Januar 2026 kamen erstmals seit 18 Jahren wieder Syrische Braunbären im Park zur Welt. Die beiden Jungtiere sind nicht nur Publikumslieblinge, sondern auch ein wichtiges Zeichen für die erfolgrei-che Haltung und Zucht dieser gefährdeten Unterart.

Nahrungssuche für die Tiere. Die neue Anlage verbindet Tierwohl und natürliche Verhaltenswei-sen mit Wissensvermittlung und einem attraktiven Gästeerlebnis.

Bereits im Mai 2025 durfte sich der Park nach mehr als einem Vierteljahrhundert erstmals wie-der über Luchsnachwuchs freuen. Die Jungtiere Janka und Katinka leisten einen wichtigen Bei-trag zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. «Worauf ich persönlich sehr stolz bin, ist die Entwicklung, die wir bei den Tieren bereits erreicht haben», betonte Regula Straub. «Nach-wuchs ist nicht nur eine Attraktion für unsere Gäste. Er ermöglicht den Tieren auch, artspezifi-sche Verhaltensweisen und einen natürlichen Lebenszyklus auszuleben, und spielt bei bedroh-ten Tieren eine wichtige Rolle im Artenschutz.»

Artenschutz über die Parkgrenzen hinaus
Auch ausserhalb des Parks engagierte sich der Natur- und Tierpark Goldau für bedrohte Tierar-ten. Das in Tschechien geschlüpfte und in Goldau von Bartgeiern aufgezogene Jungtier «Ge-nerl» wurde im Frühling 2025 ausgewildert. Ebenfalls ausgewildert wurden ein Steinkauz in Deutschland und drei Habichtskäuze in Österreich.

In einem spannenden Kurzreferat vermittelte Dr. Pascal Marty, Leiter Zoologie und Kurator des Natur- und Tierparks Goldau, an der GV zudem Einblicke in die Entwicklung des Populationsma-nagements und dessen heutige und zukünftige Bedeutung für wissenschaftlich geführte Zoos und Tierparks. Dabei ging er auf die verschiedenen Möglichkeiten des Populationsmanagements ein und erläuterte die ethischen und biologischen Konsequenzen der verschiedenen Methoden.

Bildung als wichtiger Pfeiler
Die Bildungsarbeit nimmt im Park weiterhin einen hohen Stellenwert ein. Mit Angeboten für un-terschiedliche Altersgruppen – von den Mini Rangern über unterschiedlichste Schulprogramme bis zu Führungen für Kinder und Erwachsene – vermittelt der Natur- und Tierpark Goldau Wis-sen über Natur- und Artenschutz und schafft unmittelbare Naturerlebnisse.

Dass Bildungsarbeit enorm wichtig ist, unterstreicht auch die finanzielle Unterstützung der Kan-tone Schwyz und Zug für die nächsten fünf Jahre – ein wichtiges Signal, das auch Katrina Wenger betonte: «Bildung gehört zu unseren zentralen Aufgaben. Wer Tiere und ihre Lebens-räume kennt und versteht, entwickelt auch eine höhere Bereitschaft, sich für deren Schutz ein-zusetzen.»

Mit klarer Strategie in die Zukunft
Im Anschluss sprach Katrina Wenger über die Zukunft des Parks. Dieser befindet sich in einer Transformations-, Aufbau- und Investitionsphase. Im Zentrum der Unternehmensstrategie steht die Frage, wie die Anforderungen an einen modernen, wissenschaftlich geführten Zoo mit einem attraktiven Naturerlebnis und einer wirtschaftlich nachhaltigen Entwicklung verbunden werden können. Schwerpunkte liegen auf modernen Tieranlagen, einer hohen veterinärmedizinischen Qualität, zeitgemässen Gästeangeboten sowie der Digitalisierung interner Prozesse.

Verabschiedungen und neue Ehrenmitglieder
Mit Erwin Suter und Werner Schibig wurden an der GV zwei langjährige Mitglieder der Verwal-tungskommission verabschiedet. Erwin Suter engagierte sich während acht Jahren im Vorstand, unter anderem als Vizepräsident und Vorsitzender des Finanzausschusses. Werner Schibig gehörte dem Gremium neun Jahre an und wirkte als Aktuar sowie im Projekt- und Findungsaus-schuss mit. Präsidentin Regula Straub würdigte ihren ausserordentlichen Einsatz, ihre Verläss-lichkeit und ihr langjähriges Engagement für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Natur- und Tierparks Goldau. Zu neuen Kommissionsmitgliedern wurden Othmar Stöckli und Prof. Dr. Marta Manser gewählt.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Sara Gianella, Leiterin Marketing & Kommunikation Natur- und Tierpark Goldau: sara.gianella@tierpark.ch / +41 41 859 06 84

Die Medienmitteilung mit Bildern steht auf www.tierpark.ch/medien zum Download zur Verfügung.


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