Literarische Wanderung mit Linard Candreia im Parc Ela (CH)

19. August 2010

Mit dem Schriftsteller Linard Candreia tauchen die Teilnehmer der literarischen Wanderung in die Geschichte von Marmorera ein und erfahren mehr über das Leben von Flurin Lozza (1870-1919), einem Auswanderer und Saisonnier aus Marmorera.

In seinem neuen Buch „Zurück nach Marmorera“ beleuchtet Schriftsteller Linard Candreia das Leben eines Bündner Gastarbeiters um die vorletzte Jahrhundertwende – eines Mannes, der sich gezwungen sieht, ausserhalb der Talschaft und des Kantons, in dem er wohnt, Arbeit und Lohn zu finden. Schon als Sechzehnjähriger wird Flurin Lozza deshalb zum Auswanderer; er lässt sich nach Spanien vermitteln und geht später nach Frankreich. Er arbeitet sich ins Gastgewerbe ein, wird Kellner und träumt bald von einem eigenen Café, am liebsten in Frankreich. Doch Erfolg ist ihm kaum beschieden. Immer wieder wird er ausgenutzt und schikaniert, er verliert die Stelle, ist arbeitslos und nicht selten auch krank, kehrt deshalb jeweils für eine Weile in die Heimat zurück, bis Familienzwist, dörfliche Enge und finanzielle Not ihn wieder zwingen, weg zu gehen und erneut sein Glück zu versuchen. Schliesslich heiratet er eine Einheimische; doch der Kampf ums finanzielle Auskommen der wachsenden Familie hört nicht auf.

Der Autor Linard Candreia stellt Flurin Lozzas Lebensgeschichte ins Zentrum eines biografisch-historischen Mosaiks. Er zitiert aus Lozzas akribisch geführten Tagebüchern und reichert sie an mit Anekdoten, Bildern und historischen Reminiszenzen. Candreia stellt in diesem Buch eine Zeit vor, die es wert ist, dass man sich an sie erinnert.

Linard Candreia, aufgewachsen in Tiefencastel, mit Wohnsitz in Laufen/BL, schreibt in den rätoromanischen Idiomen Surmiran, Sursilvan und in Deutsch. Hauptberuflich ist der Mittelbündner Lehrer am Progymnasium Laufental-Thierstein, Vater von zwei Töchtern, in der Freizeit häufig mit dem Bike unterwegs. Daneben schreibt Candreia Kürzestgeschichten und Kolumnen für die romanische Zeitung «La Quotidiana» sowie «Impulse» fürs rätoromanische Radio. Erschienen ist „Zurück nach Marmorera“ im Verlag Desertina (152 Seiten, Broschur mit Klebebindung, ISBN 978-3-85637-374-0, CHF 24.-). Das Buch ist erhältlich beim Bündner Buchvertrieb (Telefon 081 258 33 30, bbv@casanova.ch, http://www.shop.casanova.ch) und in jeder Buchhandlung.

Das Literarische Wanderwochenende
Die literarische Wanderung mit Linard Candreia im Parc Ela findet am Wochenende vom 11./12. September statt. Die Teilnehmer reisen individuell nach Marmorera an und wandern dann gemeinsam vom Staudamm über Pra Miez und Alp La Motta nach Bivio. Unterwegs gibt Ihnen Linard Candreia einen Einblick in sein neuestes Werk. Abendessen und Übernachtung im Hotel Post in Bivio. Am Abend erzählt der Autor spannende Anekdoten und Sagen aus der Region Parc Ela – auch auf Romanisch. Am Sonntag fahren die Teilnehmer morgens mit dem Postauto zurück nach Marmorera. Auf einer abwechslungsreichen Wanderung zur Moorlandschaft Alp Flix bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf den tiefblauen Marmorera-See. Am Nachmittag wandern sie weiter nach Sur. Unterwegs erzählt ihnen Linard Candreia Geschichten aus dem Surses. Individuelle Rückfahrt ab Sur. Das Wochenende kostet 190 Franken im Doppelzimmer oder 205 Franken im Einzelzimmer.

Informationen und Anmeldung bis 3. September 2010
Info- und Buchungsstelle Parc Ela
Stradung
CH-7460 Savognin
Tel. +41 (0)81 659 16 18
Fax +41 (0)81 659 16 17
info(at)parc-ela.ch
http://www.parc-ela.ch

Kontaktadresse des Autors:
Linard Candreia, Langhagweg 37, 4242 Laufen, Tel: 061 761 16 00, linard.candreia@bluewin.ch

Weitere Informationen
Karin Enzler
Projektleiterin Kommunikation
Parc Ela Management
Hotel Julier, Julierstrasse 20, CH-7450 Tiefencastel
Tel.: +41 (0)81 508 01 22. Fax: +41 (0)81 637 00 94
karin.enzler@parc-ela.ch
http://www.parc-ela.ch

Weitere Informationen zum Parc Ela auf www.Ausflugsziele.ch


Die Markierung der Kernzone im Sihlwald ist abgeschlossen (CH)

12. August 2010

Medienmitteilung 14/2010 aus dem Wildnispark Zürich

Stets auf dem richtigen Weg
Die Markierung der Kernzone im Sihlwald ist abgeschlossen. Sie ist ein wichtiger Teil der Besucherinformation und -lenkung, mit der der gesamte Park einheitlich beschriftet worden ist. Damit ist der Wildnispark Zürich in der Umsetzung der geltenden Schutzverordnung einen wesentlichen Schritt weiter.

Wer durch den Sihlwald wandert, kann seit einiger Zeit an einzelnen Bäumen orange Markierungen wahrnehmen. Sie bezeichnen den Umriss der sogenannten Kernzone – jenes Gebiet, in dem ein Weggebot gilt und Flora und Fauna ganzheitlich geschützt werden. Diese Kernzonen-Markierung ist ein wesentlicher Teil der Umsetzung der Schutzverordnung des Kantons Zürich (SVO), die im Oktober 2008 in Kraft getreten ist. Damit die darin festgelegten Regelungen befolgt werden, sind seit Januar 2009 eine Rangerin und zwei Ranger im Wildnispark Zürich Sihlwald unterwegs. Neben ihrer Aufsichtstätigkeit stehen sie den BesucherInnen vor allem auch als kompetente Ansprechpersonen für Fragen rund um den Sihlwald zur Verfügung.

Positive Besucherlenkung
Neben der Umsetzung der Naturschutzziele im Rahmen der SVO ist auch die umfassende Information und entsprechende Lenkung der BesucherInnen ein wichtiges Ziel des Wildnispark Zürich. Dafür wurden einheitlich orange-schwarze Stelen und Wegweiser entwickelt. Diese bezeichnen einerseits die einzelnen Gebiete, andererseits bieten sie eine Orientierungshilfe. Wichtig sind vor allem die Informationen, die zeigen, auf welchen Wegen Reiten und Velofahren erlaubt ist oder wo Hunde zum Schutz der heimischen Wildtiere an der Leine geführt werden sollen. Der Wildnispark Zürich hat bewusst auf eine positive Lenkung anstelle von Verboten gesetzt. So sind die erlaubten Velo- und Reitwege bezeichnet.

Weitere Auskünfte:
Isabelle Roth,
stv. Geschäftsführerin,
Tel. 044 722 55 17

Bilder zum Download unter: http://www.wildnispark.ch/medien

Weitere Informationen zum
Wildnispark Zürich auf www.Ausflugsziele.ch


Blick in den Rucksack eines Rangers – Internationaler Rangertag (CH)

27. Juli 2010

Medienmitteilung 13/10 aus dem Wildnispark Zürich

Am Samstag, 31. Juli informieren die Ranger des Wildnispark Zürich über ihre vielfältige Arbeit im Sihlwald. Die Aktion ist Teil des ersten internationalen Rangertages, an dem sich weltweit Ranger aus verschiedenen Schutzgebieten beteiligen.

Am Samstagnachmittag stellen die Ranger des Sihlwaldes verschiedene Aufgaben und Tätigkeiten aus ihrem Berufsalltag vor. Auf spielerische Art erklären sie den Besucher/innen, was ihre Arbeit beinhaltet und mit welchen Hilfsmitteln sie über den Wildnispark Zürich informieren. In ihrem Rucksack bringen sie vielfältige Spiele mit, die Gross und Klein Interessantes über die Geschichte des Sihlwaldes und die Herausforderungen eines Rangers selber erfahren lassen. Das Ranger-Team ist bei trockenem Wetter von 13.30 bis 16 Uhr beim Aussichtsturm Hochwacht auf dem Albisgrat anzutreffen.

Internationaler Rangertag

Mit dieser Aktion beteiligt sich der Wildnispark Zürich am internationalen Rangertag, der in diesem Jahr erstmals durchgeführt wird. Von Afrika bis Kanada führen Ranger aus den unterschiedlichsten Schutzgebieten Veranstaltungen durch, die ihre Arbeit der Öffentlichkeit präsentieren.

Weitere Auskünfte:
Nicole Aebli, Rangerin & Vorstands-Mitglied «Swiss Rangers»,
Tel. 044 722 55 20 oder nicole.aebli@wildnispark.ch
Links: http://www.wildnispark.ch; http://www.swiss-rangers.ch
Sihlwald, 27. Juli 2010

Bild zur Medienmitteilung
Download unter http://www.wildnispark.ch/medien

Weitere Informationen zum
Wildnispark Zürich auf www.Ausflugsziele.ch


Lebensraum dank dynamischem Wechselspiel (CH)

28. Juni 2010

Wildnispark Zürich: Frei fliessende Flüsse bahnen sich ihren Weg ins Tal mit vielen Schlaufen. Im Wechselspiel von Hoch- und Niederwasser entstehen und vergehen dabei unterschiedliche Lebensräume. Obwohl die Sihl ein gezähmter Fluss ist, bestehen hier doch Orte, welche die Bedürfnisse von anspruchsvollen Tierarten wie Ringelnatter und Geburtshelferkröte erfüllen.

Im Frühling, nach heftigen Regenfällen und nach der Schneeschmelze in den Bergen, füllen sich die Bäche und es entstehen kleinere oder grössere Hochwasser. Dies führt an frei fliessenden Flüssen zu Tümpeln, die sich schnell mit Leben füllen.

An der Sihl im unteren Sihltal hat man nach Einstellung der Wasserkraftnutzung begonnen, die früheren Fabrikkanäle in neue Lebensräume umzuwandeln und kleinere Weiher anzulegen. So entstanden verschiedene, vegetationsreiche Wasserstellen, die sich jeweils im Frühling als bedeutende Laichgebiete für Amphibien wie die Geburtshelferkröte erweisen. Gegen Sommer werden diese flachen, ruhigen Stellen auch von Ringelnattern und anderen Reptilien als Jagdgebiete genutzt. Ebenso sind zahlreiche besonnte Stellen und Asthaufen entlang der Sihl ein wichtiger Lebensraum für diese wärmeliebenden Tiere.

Tümpel beschleunigen Entwicklung
Die Population der Geburtshelferkröte ist in der ganzen Schweiz klein. Auch im Sihltal sind die Bestände nicht sehr gross, verglichen mit anderen Standorten aber doch zufrieden stellend. Wenn es wärmer wird, sind die kleinen Weiher entlang der Sihl voll von emsig schwimmenden Kaulquappen, deren Larven das Geburtshelferkröte-Männchen zuvor abgeladen hat. Dort sind sie weitgehend geschützt vor Fressfeinden wie Fischen, wasserlebenden Käfern oder Gross-Libellen-Larven. Das feuchtwarme Klima im seichten Gewässer hilft auch, die Stoffwechselvorgänge und damit die Entwicklung zu beschleunigen. Bis die Tümpel durch die Sommerhitze austrocknen, sind aus den Kaulquappen bereits kleine nachtaktive Geburtshelferkröten geworden.

Bei Gefahr ins Wasser
Auch die Ringelnatter ist auf einen Lebensraum mit vielfältigen, wechselnden Strukturen angewiesen. Im April löst sie sich aus der Winterstarre, die sie unter Blätter- oder in Komposthaufen mit dichter Vegetation verbracht hat. Ein Sonnenbad an vegetationsärmeren Orten ist für sie am Morgen wichtig, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Nahrung findet die Ringelnatter sowohl an Land als auch im Wasser. Sie frisst Amphibien und Fische, die sie ganz verschluckt und anschliessend verdaut. Gerät sie selber in Gefahr, flüchtet sie ins Wasser – ein weiterer Grund, an feuchten Standorten wie Flüssen und Bächen zu siedeln. Die Ringelnattern im Sihltal weisen eine Besonderheit auf: Sie sind so genannte Schwärzlinge, denen der charakteristische helle Fleck hinter dem Kopf fehlt.

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18 oder
christian.stauffer@wildnispark.ch

Weitere Informationen zum
Wildnispark Zürich auf www.Ausflugsziele.ch