Sihlwaldbäume – rekordverdächtig (CH)

18. März 2011

Wildnispark Zürich, Sihlwald Esche am Rooseveltplatz. Frühlingsbild.

Rekorde faszinieren. Der Wald ist davon nicht ausgenommen. War früher im Sihlwald der Holzertrag die wichtigste Vergleichsgrösse, so sind heute Alter, Höhe und Umfang der Bäume bedeutender geworden.

Wir verbinden den Begriff Urwald oft intuitiv mit eindrücklichen Baumriesen. Obwohl manch einem nun eher ein tropischer Regenwald einfällt, sind mächtige Bäume auch ein wichtiges Merkmal von Naturwäldern in Europa.

Sihlwald war schon früher Vorbild
Der Sihlwald war durch die Jahrhunderte intensiver Nutzung ausgesetzt. Die letzten Holzschläge wurden um die Jahrtausendwende gemacht. Bereits in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts war aber der Sihlwald wegen seiner für die damalige Zeit fortschrittliche und nachhaltige Waldbewirtschaftung ohne Kahlschlag weit über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt. Dies bewog sogar die amerikanische Präsidentengattin Eleonor Roosevelt zu einem Besuch im Sihlwald, wo sie vor allem die mächtigen, geradegewachsenen Buchen bewunderte. Der Ort wo sich diese befinden wird deshalb heute Rooseveltplatz genannt.

Noch keine Rekorde Beim Rooseveltplatz und auch an einigen anderen Orten befinden sich heute Bäume, die über 200 Jahre alt sind. Für das Alter dieser Buchen und Eschen ist eine Kombination von Gründen verantwortlich. Der Stolz über die grosse Bekanntheit aber auch der Ernteplan im Sihlwald dürften das Ihrige dazu beigetragen haben, dass die Buchen und Eschen am Rooseveltplatz bis in die 80er Jahre stehen blieben. Zu dieser Zeit begann die Urwald-Idee von Stadtfortmeister Speich zu greifen und er ordnete an, an diesem Ort keine Bäume mehr zu fällen. So können die Besucher des Sihlwalds die riesigen Bäume heute noch erleben.

Trotz der stolzen 200 Jahre sind die Buchen und Eschen heute im besten Erwachsenenalter und werden uns bei weitem überleben. Sie gehören, was den Umfang betrifft auch nicht zu den Rekordbäumen ihrer Art in der Schweiz. Mit teilweise über 50 Meter Höhe zählen die Eschen im Sihlwald hingegen zu den längsten der Schweiz. Die grosse Höhe bei bescheidenerem Umfang lässt sich damit erklären, dass das Streben nach Licht in den ersten Jahrzehnten im Wald wichtiger ist als bei allein stehenden Bäumen. Auch die Sihlwaldriesen werden noch an Umfang zulegen.

Der Sihlwald steht am Anfang seiner Entwicklung
Baumriesen faszinieren uns. Sie mögen knorrig sein, vieles erlebt haben und strömen eine gewisse Ruhe aus. Durch den jahrhundertelangen Holzschlag sind sie jedoch im Mittelland eher selten. Doch auch im bewirtschafteten Wald, können wie die Stadt Zürich beweist, alte Bäume einzeln oder in Altholzinseln einen grossen Stellenwert geniessen.

Im Sihlwald kann bereits an einigen Orten erlebt werden, welches Volumen ein Wald mit erwachsenen Bäumen einnehmen kann. Wir wissen von den Urwaldresten in Osteuropa, welchen Reichtum an Lebensraumelementen ein Naturwald bietet. Schön dass dem Sihlwald die Zeit gegeben wird, sich wieder zu einem solchen Paradies zu entwickeln.

Bäume und ihre Dimensionen im Sihlwald
Baumart / Standort Umfang ca. Höhe
Fichte (Binzboden) 4.7 m 57 m
Buche (Rooseveltplatz) 3.46 m 48 m
Buche (Sihltalstrasse) 3.85 m 42 m
Esche (Rooseveltplatz) 3.42 m 52 m

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18 oder
christian.stauffer@wildnispark.ch

Medienmitteilung 3/2011 aus dem Wildnispark Zürich (erste Medienmitteilung einer Waldreihe aus dem Wildnispark Zürich zum Internationalen Jahr des Waldes / 21. März: Internationaler Tag des Waldes)

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Die Saison 2011 startet im Wildnispark Zürich mit einigen Neuerungen (CH)

16. März 2011

Wildnispark Zürich, Langenberg Frischlinge in der kühlen Frühlingsluft

Medienmitteilung 2/2011 aus dem Wildnispark Zürich

Die Wohngemeinschaft beim Besucherzentrum in Sihlwald ist noch nicht bezogen. Zur Saisoneröffnung im Wildnispark Zürich am 20. März können die Behausungen jedoch bereits begutachtet werden. Wildnisboten informieren über die späteren Bewohner wie Eidechsen, Igel, Kröten und Käfer.

Nutzungsdruck und Ordnungswahn machen vielen Kleintieren bei uns das Leben schwer. Beim Besucherzentrum in Sihlwald erhalten einige Tierarten nun neue Lebensräume. In den letzten Wochen sind Ast- und Steinhaufen aufgeschichtet und ein „Wildbienenhotel“ aufgestellt worden. Informationstafeln und leicht verständliche Spiele helfen kleinen und grossen Besuchern Eidechsen, Schmetterlinge, Ringelnattern und Co näher kennen zu lernen.

Gratiseintritt zur Saisoneröffnung
Wenn das Besucherzentrum im Frühling seine Tore wieder öffnet, gilt für alle Besuchenden: „Eintritt gratis“. Es werden zusätzlich kostenlose Führungen in die Ausstellungen „Wildnis und wir“, „Wildnis – wo der Bär zu Hause ist“ und „vom Nutzwald zum Naturwald“ angeboten.

Auf dem Areal des Besucherzentrums stellen Wildnisboten die Besonderheiten der Kleintier-WGs vor. Solche WGs kann man mit wenig Mitteln selber gestalten und so grosse Wirkung erzielen. Ein Asthaufen im Garten bietet Nahrung, Unterschlupf und Brutplatz für viele Kleintiere. Anlässlich der Saisoneröffnung besteht zudem die Möglichkeit, selber Wildbienenhotels zu basteln, um diese dann zu Hause aufzustellen.

Würden Sie den Elchtest bestehen? Auf der Westseite im Langenberg gibt es ab Sonntag neu gestaltete Fragen rund um den Elch. Neue Erkenntnisse bringt wohl manch einem die Antwort zur Frage, was der Elch mit seiner riesigen Schnauze so alles kann. Als Erholung eignet sich ein Blick in die Wildschweinanlage, wo sich seit einer Woche 21 junge Frischlinge tummeln.

Wann ist Natur Wildnis
Der erste Gedanke beim Thema Wildnis geht bei den meisten Richtung Natur. Dabei stellt man sich Orte vor, die über die gewohnte Umgebung hinausgehen. Aber wo hört die gewohnte Umgebung auf? Beim einen geschieht dies bei der Maus im Keller und andere reisen um den halben Planeten um in einem entlegenen Urwald das Wildnis-Feeling zu spüren. Vielleicht aber liegt die Wildnis ja doch viel näher; nämlich in unserem Kopf und in unserer Phantasie. Die Ausstellung „Wildnis und wir“ geht solchen Wildnisvorstellungen nach und macht dabei auch vor dem Gegenteil der Natur, dem Grossstadtdschungel nicht halt.

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18 oder
christian.stauffer@wildnispark.ch

Bilder zum Download finden Sie auf „www.wildnispark.ch/medien“.

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Der Parc Ela blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück (CH)

3. März 2011

Jahresbericht 2010 Verein Parc Ela

Der Parc Ela blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Unser Park hatte einige Stromschnellen zu überwinden, die nur dank umsichtiger Navigation und enger Zusammenarbeit des Trägervereins mit der Region Mittelbünden, mit kommunalen und kantonalen Behörden und mit vielen engagierten, begeisterten Park-Fans zu meistern waren. Jetzt aber befinden wir uns wieder in ruhigeren Gewässern, der Fluss wird breiter, der Parc Ela steuert in eine hoffentlich wertbringende Zukunft.

Der Parc Ela hat gewonnen im letzten Jahr: 80 Prozent der Bevölkerung in den Parkgemeinden haben ein entschiedenes Ja zum Parc Ela eingelegt. Es war eine sehr bewusste Entscheidung. Die Frage, ob der Parc Ela eine Zukunft haben soll und welchen Nutzen und welche Nachteile ein Naturpark bringen könnte, wurde intensiv diskutiert. Darum geht der Parc Ela heute gestärkt in die Zukunft, trotz Verlusten. Die Gemeinden Riom-Parsonz und Tinizong-Rona haben sich entschlossen, nicht mehr am Parc Ela mitzuarbeiten.

Nun ist das Gesuch beim Bund eingereicht. Stimmt das Bundesamt für Umwelt ihm zu, wird der Parc Ela bis 2021 gesichert sein. Mindestens.

Damit der Parc Ela erfolgreich sein kann, hat der Verein Parc Ela nebst allen Arbeiten rund um die Gesuchseinreichung auch im vergangenen Jahr wieder wertvolle weitere Trittsteine gelegt. Ein Blick auf unsere neu gestaltete Website parc-ela.ch zeigt: Die Angebotspalette und die professionelle Vermarktung machten dank der Zusammenarbeit mit Savognin Tourismus im Surses und der dort angesiedelten Produktmanagement-Stelle einen Quantensprung.

Wir haben nicht nur selber attraktive Angebote geschaffen, sondern mit einem Förderpreis erstmals auch das Engagement anderer unterstützt, um den natur- und kulturnahen Tourismus in unserer Region zu stärken. Preisträger war u.a. das Kulturprojekt Origen.

Unsere vor Jahren formulierte vage Idee, mit Arbeitseinsätzen zugunsten von Natur und Landschaft auch Firmen und Gruppen in den Park zu holen, hat sich im letzten Jahr als erfolgreich erwiesen. Wir durften die ersten Firmenanlässe durchführen. Der Parc Ela hat mit einmaligen Anlässen wie dem mittelalterlichen Säumerzug Viadi medieval und dem Felsenfest Bivio von sich Reden gemacht und Hunderten von Menschen Freude bereiten dürfen.

Die Begeisterung, die Freude und die Unterstützung, die der Parc Ela im letzten Jahr erleben durfte, geben mir die Zuversicht, dass unser Naturpark weiter erstarken wird. Die Aufwärmzeit ist vorbei, jetzt kommt es darauf an, dass alle mitmachen und den Parc Ela als Chance nutzen: „Top, die Wette gilt!“

Luzius Wasescha,
Präsident Verein Parc Ela

Den gesamten Jahresbericht 2010 downloaden

Parc Ela Management
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Parc Ela: Blicke in die Vergangenheit (CH)

17. Februar 2011

Pferdepost in Savognin um ca 1890. Foto aus Sammlung Romano Plaz.

Medienmitteilung Parc Ela, Tiefencastel, 17. Februar 2011

Das dazugehörige Bild zeigt die Pferdepost in Savognin um ca 1890. Foto aus Sammlung Romano Plaz.

Wie sah Savognin aus, als noch Postkutschen verkehrten? Wie fuhr man in den Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts auf der Lenzerheide Ski? Unter welchen Bedingungen arbeiteten die Männer am Staudamm von Marmorera? Und was gaben die Einwohner von Surava dem Hobbyfilmer Remi Janutin preis? Um diese und andere Fragen geht es in der diesjährigen Parc Ela Winterfilm- und Vortragsreihe.

Donnerstag, 24. Februar 2011:
Das Surses – seine Dörfer, Menschen und der Tourismus
20 Uhr, Sala Grava, Savognin

Lokalhistoriker Romano Plaz öffnet für diesen Abend sein umfangreiches privates Fotoarchiv und zeigt digitalisierte alte Aufnahme aus der Zeit um 1900. Zu sehen sind die Dörfer des Surses, ihre Bewohner bei der Arbeit und in der Freizeit, der Strassenbau und der aufkommende Tourismus mit Postkutschen und später Automobilen. Gekonnt und abwechslungsreich entführt Romano Plaz mit seinem Erzähltalent in frühere Zeiten.

Donnerstag, 3. März 2011:
Die Lenzerheide in den Dreissigerjahren – Wintersport anno dazumal
20 Uhr, Mehrzwecksaal Schulhaus Lantsch/Lenz

Die Fotografen Heinze haben den Kurortsbetrieb der Lenzerheide und speziell die Skiläufer in den Dreissigerjahren mit der Filmkamera eingefangen: Geblieben sind einmalige Bilder aus alten Zeiten. Fritz Ludescher vom Verein Ortsmuseum hat kurze Sequenzen der nostalgischen Zeitzeugnisse in Abschnitte gegliedert, besprochen und mit Eigenkompositionen von Daniel Pfeiffer, Bruno Brodt und Paul Baumgartner untermalt. An diesem Abend zeigen wir Teile davon und Fritz Ludescher erzählt mehr über die Anfänge des Tourismus rund um die Lenzerheide. Zur Ferienregion gehören auch die Parc Ela Gemeinden Lantsch/Lenz und Brienz/Brinzauls.

Donnerstag, 10. März 2011:
Marmorera – Der Staudamm und die Wichtigkeit des Stroms für Graubünden
20 Uhr, Hotel Grischuna, Bivio

Der Marmorera-Staudamm wurde in den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut. Ziel war und ist es, die Stadt Zürich mit Energie zu versorgen. In einer kurzen Filmsequenz werfen wir einen Blick auf die damalige Grossbaustelle und sehen die Männer bei den strengen Bauarbeiten am Hang von Marmorera. Für diesen Abend konnte Hansjürg Gredig, Historiker und Verfasser des Buchs „Unter Strom; Wasserkraftwerke und Elektrifizierung in Graubünden 1879-2000“ als Referent gewonnen werden. Er zeigt unter anderem auf, wie die Wasserkraftnutzung zur Stromerzeugung der Bevölkerung von Graubünden Fortschritt, Wohlstand und Erleichterungen im Alltag gebracht hat.

Donnerstag, 17. März 2011:
Surava in den Jahren 1967/68
20 Uhr, Mehrzwecksaal Schulhaus Surava

Mit grossem Zeitaufwand hielt Remi Janutin in den Jahren 1967/68 das Dorfleben von Surava auf seiner Super 8-Kamera fest: Er filmte die Einwohner und das Geschehen im Dorf, um es für kommende Generationen festzuhalten. Entstanden ist ein authentisches Zeitdokument, das persönliche Einblicke in das damalige Dorfleben erlaubt. Zu sehen sind unter anderem der EHC Surava auf dem Eis, Holztransporte aus dem Wald, allerlei Dorfbräuche sowie immer wieder Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit.

Karin Enzler
Projektleiterin Kommunikation
Parc Ela Management
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Wildnispark Zürich: Das Takhi-Projekt trotz Rückschlag im Aufwind (CH)

25. Januar 2011

Takhis im Schnee im Langenberg

Takhi bedeutet auf mongolisch so viel wie heilig. 1968 war das Przewalskipferd in freier Wildbahn ausgestorben. Dank Takhis in europäischen Zoos, konnte die Art erhalten bleiben und seit 1992 werden Takhis aus Europa zurück in die alte, neue Heimat, die Mongolei gebracht; seit 1996 vom Wildnispark Zürich Langenberg aus. Nach 1999 setzte sich die ITG (International Takhi Group) für die Wiederansiedlung ein und die Zusammenarbeit mit der mongolischen Regierung ist in dieser Zeit immer enger geworden. Im Rahmen des WEF besucht der mongolische Präsident Elbegdorj die Schweiz und trifft sich auch mit ITG-Präsident Thomas Pfisterer.

Die ITG hat sich zum Ziel gesetzt, eine langfristig lebensfähige Takhi-Population aufzubauen und deren Habitat langfristig zu erhalten. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und der Regierung.

Abhärtung in extremis
Zwischen 1992 und 2004 wurden insgesamt 89 Takhis in die Mongolei geflogen, die meisten vom Langenberg aus. In dieser Phase ging es vor allem darum, sie im geeignetsten Lebensraum in der Mongolei wieder anzusiedeln. Dies scheint längerfristig möglich zu sein, obwohl der trockene Sommer und der lange harte Winter 2009/10 ein zweites Mal die Population um mehr als zwei Drittel dezimiert hat. So besorgniserregend diese Tatsache ist, kann man doch davon ausgehen, dass die überlebenden Takhis besonders gut an die harten Lebensbedingungen in dem Gebiet angepasst sind.

Zusammenarbeit mit der Bevölkerung
Die Gobi B ist ein Beispiel, wo traditionelle menschliche Nutzung und das Leben von Wildtieren gut zusammen funktionieren. Die knappen Futter- und Wasserressourcen in der Gobi B bedingen aber ein sorgfältiges Regime. Wichtig ist deshalb die positive Einstellung der Bevölkerung gegenüber den Takhis. Diese wird durch ein sozioökonomisches Projekt unterstützt, das auf den drei Bereichen Viehwirtschaft, Filzproduktion und Holzschnitzerei aufbaut und den einheimischen Nomaden alternative Einkommen erschliesst.

Elbegdorj trifft ITG-Präsident Thomas Pfisterer
Im Januar 2011 wurde zwischen der ITG und der mongolischen Regierung ein neuer Zusammenarbeitsvertrag bis 2020 unterzeichnet. Hauptbestandteil ist die gemeinsame Vision, dass sich das Takhi, eine national und global wichtige Tierart, als selbsterhaltende, freilebende Population jetzt und in Zukunft in der Dschungarischen Wüste halten kann. Gleichzeitig unterstützt die mongolische Regierung die Vernetzung und Aufwertung des Lebensraums zwischen der Mongolei und der Volksrepublik China.

Im Rahmen des Besuchs von Präsident Elbegdorj am WEF in der Schweiz, findet auch ein Treffen mit Parlamentariern und dem Direktor des DEZA, Martin Dahinden statt. Das DEZA engagiert sich in der Mongolei unter anderem zusammen mit der ITG für die Umsetzung eines Managementplans für die Gobi B. Eine weitere Station für Präsident Elbegdorj ist Aarau, wo er sich sehr für das „Haus der Demokratie“ interessiert. In diesem Zusammenhang trifft er auf Alt-Ständerat und ITG-Präsident Thomas Pfisterer, wobei auch die neuesten Entwicklungen im Takhi-Projekt ein Thema sind. Der Leitspruch von Thomas Pfisterer „je globaler die Welt wird, desto mehr haben wir Verantwortung für den Fortbestand der Natur und der auf sie angewiesenen Menschen zu tragen“, fasst das Ziel aller Beteiligten in der Gobi B treffend zusammen.

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18 oder
christian.stauffer@wildnispark.ch

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Gesucht: Parc Ela Detectivs (CH)

25. Januar 2011

Kinder haben neu die Möglichkeit, Parc Ela Detectiv zu werden. Zusammen entdecken sie den Park und brechen auf zu neuen Abenteuern.

Parc Ela Detecivs ist ein Angebot für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren aus dem Parkgebiet. Sie treffen sich einmal im Monat am Samstag mit Leitern und verbringen einen halben oder ganzen Tag zusammen. Sie entdecken die Highlights des Parc Ela, lernen spielerisch die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt kennen und setzen sich aktiv für die Natur ein, indem sie Wiesen mähen, Moore entbuschen oder Hecken schneiden. Bei allem kommen der Spass und das Abenteuer natürlich nicht zu kurz, und die Kinder können neue Freundschaften schliessen.

Am 12. Februar 2011 findet ein Schnuppertag statt. Die angehenden Detectivs und ihre Eltern erhalten wichtige Informationen über den Parc Ela und über die zukünftigen Abenteuer. Die Detectivs lernen sich gegenseitig und die Leitpersonen der Anlässe kennen. Aus Schnee und Eis gestalten sie Kunst, bauen Winterlichter und Baumschmuck. Mit nach Hause nehmen die angehenden Parc Ela Detectivs als Geschenk ihr selbst gestaltetes „Parc Ela Detectiv T-Shirt“.

Treffpunkt ist um 13 Uhr beim Eingang des Hotel Julier in Tiefencastel.

Das Angebot ist für Kinder aus dem Parc Ela gratis. Weitere Auskünfte und Anmeldung bei Maria Anotta, Projektleiterin Umweltbildung des Parc Ela unter 081 508 01 15 oder maria.anotta@parc-ela.ch. Weitere Informationen auf http://www.parc-ela.ch/schulklassen

Karin Enzler
Projektleiterin Kommunikation, Events und Vermittlung
Parc Ela Management
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Biodiversität im Berggebiet (CH)

17. Januar 2011

Grossblütige Gemswurz - Biodiversität im Berggebiet

Medienmitteilung Parc Ela, Tiefencastel, 17. Januar 2011

Vortrag „Biodiversität im Berggebiet“
Am Samstag, 29. Januar 2011 um 20 Uhr ist der Biodiversitäts-Fachmann Prof. Dr. Jürg Stöcklin vom Botanischen Institut der Universität Basel in der Sala Segantini in Savognin zu Gast für ein Vortrag des Parc Ela. Das Thema Biodiversität ist insbesondere für Naturinteressierte und Landwirte interessant.

Derzeit läuft in der Sala Segantini in Savognin die Ausstellung “Der Natur auf der Spur“ von Jürg Barandun. Der Parc Ela lädt in diesem Rahmen am Samstag, 29. Januar, zu einem Vortrag mit Jürg Stöcklin ein. Jürg Stöcklin ist Professor am Botanischen Institut der Universität Basel und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Forums Biodiversität. Er gilt als ausgewiesener Biodiversitäts-Fachmann.

Zum Inhalt des Vortrags: Hinsichtlich der Biodiversität, also der landschaftlichen wie der biologischen Vielfalt, nehmen die Alpen in Europa eine aussergewöhnliche Stellung ein. Mehrere hundert Pflanzen- sowie viele seltene Tierarten leben ausschliesslich hier. Die alpinen Ökosysteme dienen dem Menschen nicht nur als Lebensraum und ermöglichen die Produktion von Nahrungsmitteln und Holz, sondern sie erbringen weitere Leistungen wie die langfristige Erhaltung der Fruchtbarkeit der Böden, die Reinhaltung von Wasser und Luft oder den Schutz vor Lawinen, Steinschlag und Erosion. Entsprechend gross sind die Auswirkungen des Wandels, der sich in den letzten fünf Jahrzehnten in der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung abgespielt hat, die seit Jahrhunderten die Landschaft mitprägt. Der Intensivierung der Landwirtschaft in günstigen Lagen steht ihr kontinuierlicher Rückzug aus Grenzertragslagen und die Ausbreitung des Gebirgswaldes gegenüber; die Waldfläche hat in den vergangenen 150 Jahren um dreissig bis fünfzig Prozent zugenommen. Lebensräume für Tiere und Pflanzen sowie artenreiche Trockenwiesen und -weiden gehen verloren. Die Massnahmen der heutigen Agrarpolitik reichen nicht aus, um die landschaftliche und biologische Vielfalt im Alpenraum zu erhalten. Das System der Direktzahlungen muss so modifiziert werden, dass die Erhaltung besonders artenreicher Lebensräume oder der Unterhalt der traditionellen Kulturlandschaft auch in Zukunft gesichert sind.

Karin Enzler
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Wildnispark Zürich: Wenn der Nebenbuhler geduldig wartet… (CH)

21. Dezember 2010

 "wenn der Nebenbuhler geduldig wartet..."

Medienmitteilung 21/2010 aus dem Wildnispark Zürich

Trotz winterlichen Temperaturen ist es den Steinböcken im Wildnispark Zürich, Langenberg zurzeit warm ums Herz. Sie stehen mitten in der Brunft. Dabei wurde jedoch bereits im Herbst mittels Scheinkämpfen ausgemacht, wer im Dezember als erster darf. So können sie Energie sparen und sich auf das Wesentliche konzentrieren.

„Steinböcke sind ernsthaft, beharrlich und ehrgeizig, Sicherheit geht ihnen über alles“. Was wie ein Auszug aus dem Biologiebuch anmutet, ist in Wahrheit die Charakterisierung derjenigen Menschen, welche im Tierkreiszeichen des Steinbocks geboren wurden. Weiter wird ihnen nachgesagt, dass sie sich in Selbstbeherrschung üben.

Energie sinnvoll einsetzen
Beobachtet man die tierischen Steinböcke bei ihrer Brunft, kommt man in Versuchung sie mit dem Steinbock-Menschen zu vergleichen. Sicherheit geht über alles: Um im Winter, wenn das Futter knapp ist, nicht durch aufreibende Rangkämpfe an die Grenzen zu gelangen, wird die Rangordnung bereits im Herbst ausgemarcht. Die verlorene Energie kann dannzumal durch den Verzehr von Gras, Holzgewächsen und Polsterpflanzen ausgeglichen werden. Wenn es in der Brunft dann zur Sache geht, üben sich die unterlegenen Männchen in Selbstbeherrschung und warten geduldig, bis sie an der Reihe sind.

Brünstige Böcke im Langenberg
Im Langenberg lassen sich die brünstigen Steinböcke im Moment sehr gut beobachten. Die charakteristische Streckhaltung des dominanten Bockes, welche aussieht, als würde er nächstens unter einem Zaun durchkriechen, ist ebenso typisch, wie das Hochklappen der Oberlippe, gefolgt von einem flippernden Geräusch. Auch die rangniederen Steinböcke nehmen gelegentlich diese Haltung ein, sie warten jedoch gesittet, bist sie an der Reihe sind. So wie es die Tradition und die Sicherheit will.

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer, Geschäftsführer Wildnispark Zürich
044 722 55 18 / christian.stauffer@wildnispark.ch
Bilder können auf http://www.wildnispark.ch/medien heruntergeladen werden.

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Wildnispark Zürich: Saisonausklang mit Übergabe des Biodiversitäts-Würfels (CH)

27. Oktober 2010

Kinder knüpfen am Netzwerk der Biodiversität. Bild: Verein «Natur liegt nahe»

Medienmitteilung 19/10 aus dem Wildnispark Zürich

Am Sonntag, 31. Oktober verabschiedet sich das Besucherzentrum in Sihlwald mit seinen drei Ausstellungen in die Winterpause. Bei herbstlichem Speis und Trank findet auch die Übergabe des «Biodiversitäts-Würfels» an Regierungsrat Markus Kägi statt.

Der Saisonausklang im Wildnispark Zürich ist gleichzeitig der letzte von elf Aktionstagen des Vereins «Natur liegt nahe» zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt. An den vergangenen Aktionstagen im Jahr 2010 wurde die Bevölkerung aufgefordert, Wünsche an die Regierung des Kantons Zürich zu formulieren und symbolisch für jedes Anliegen eine Schnur in einen 1.5 Meter hohen Würfel zu knüpfen. Um 14 Uhr wird nun der sogenannte «Biodiversitäts-Würfel» an Regierungsrat Markus Kägi übergeben. Der junge Musiker Nicolas Senn untermalt den Anlass mit seinem Appenzeller Hackbrett.

Handeln für die Biodiversität
Der Aktionstag läuft unter dem Namen «Handeln für die Biodiversität». Deshalb wird den BesucherInnen auf spielerische Weise gezeigt, wie sie sich für die Biodiversität einsetzen können. Es besteht die Möglichkeit, Nisthilfen für Wildbienen zu bauen, einheimische Wildsträucher und Samenmischungen zu kaufen oder am Glücksrad sein Wissen zur Biodiversität zu testen.

Eintritt ins Museum kostenlos
Beim Besucherzentrum in Sihlwald erwartet die Gäste ein herbstliches kulinarisches Angebot mit Glühwein und heissen Marroni. Während des ganzen Tages können die drei Ausstellungen «Wildnis und wir», «Wildnis – wo der Bär zuhause ist» und «Vom Nutzwald zum Naturwald» kostenlos besucht werden. Zudem finden um 15 und 16 Uhr Kurzführungen statt. Das Besucherzentrum öffnet seine Tore wieder am Sonntag, 20. März 2011.

Winter im Wildnispark Zürich
Obwohl das Besucherzentrum in den Wintermonaten geschlossen ist, gibt es im Wildnispark Zürich einiges zu erleben. Im Sihlwald sind der Walderlebnispfad und der Weg «Fenster zur Wildnis» jederzeit frei zugänglich und im Langenberg lassen sich die Tiere gut beobachten, da die Bäume und Sträucher frei von Laub sind. Auch das kürzlich eingeweihte Elchhaus und die neuen Anlagen für Elch und Wisent im Langenberg West sind weiterhin täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Weitere Auskünfte:
Judith Falusi,
Leiterin Marketing
Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 26
Mail: judith.falusi@wildnispark.ch

Bilder zum Download unter http://www.wildnispark.ch/medien

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Wildnispark Zürich: Mehr Licht ins Dunkel mit Fotofallen (CH)

21. Oktober 2010

 An einem Junimorgen tappt dieser Rothirsch im Bast am Albishorn in eine der Fotofallen.

Medienmitteilung 18/2010 aus dem Wildnispark Zürich

Die nachtaktiven Wildtiere im Sihlwald sind schwierig zu entdecken. Um diese Arten zu erfassen, führte die Studentin Jasmin Schnyder von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW in Wädenswil zusammen mit Mitarbeitenden des Wildnispark Zürich eine Arbeit aus, die auf der Fotofallentechnik basiert.

Arten, die tagsüber unterwegs sind, können oft in Direktbeobachtungen erfasst werden. Vor allem nachts aktive Arten hingegen geben noch immer viele Rätsel auf. Um ihnen auf die Spur zu kommen, sind in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Techniken entwickelt worden. Eine davon ist die Fotofallentechnik, die dank der digitalen Revolution nun Möglichkeiten bietet, etwas „Licht ins Dunkel der Nacht“ zu bringen.

Um die Artenpalette, die Verteilung im Raum und die tageszeitliche Verteilung mittelgrosser bis grosser Säugetiere im Sihlwald zu erfassen, wurden zwischen März und Juni während 548 so genannter Fallennächte insgesamt 20 handelsübliche Fotofallen gestellt. Die Arbeit wurde ausgeführt von Jasmin Schnyder, angehende Umweltingenieurin am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW in Wädenswil. Unterstützt durch Mitarbeitende des Wildnisparks Zürich und der Fachstelle WILMA der ZHAW stellte sie die 20 Fallen in zwei Transekten, die von der Sihl bis zur Kante der Albsikette führten. Neben der Artenpalette interessierte die Frage, ob sich Wildtiere mit einem Lockstoff vor die Kamera lotsen liessen oder ob ihnen der gewählte Lockstoff egal ist. So wurde einer der Transekten mit Lockstöcken versehen, der andere nicht.

Reh, Dachs und Fuchs
Trotz einiger technischer Probleme gelang es, insgesamt 168 Fotos herzustellen, auf denen das fotografierte Tier identifiziert werden konnte. Die Artenpalette ist mit 7 Säuger- und 4 Vogelarten vielfältig. Mit rund 40 Prozent der Bilder liegt das Reh vorne, gefolgt vom Dachs mit genau einem Drittel aller Fotos. Der Fuchs löste einen exakten Sechstel aller Bilder aus. Sechsmal liefen Steinmarder in die Fotofalle, und in Einzelbilder wurden Eichhörnchen, Waldmaus sowie Mäusebussard, Kohlmeise oder Stockente erfasst.

Verschiedene erwartete Arten, wie Hermelin oder Iltis konnten nicht registriert werden, und die leise Hoffnung, einen Baummarder zu erfassen, hat sich nicht erfüllt. Alle drei Arten können bei späteren Wiederholungen noch auftauchen.

Huftiere mögen Baldrian
Nicht erwartet werden konnte hingegen der Rothirsch. Obwohl die Art die Albiskette allmählich wieder besiedelt und somit auch im Wildnispark Zürich Sihlwald lebt, hielten es die Projektverantwortlichen für wenig wahrscheinlich, dass die scheuen Hirsche die Kameras auslösen würden. Zu Hilfe kam da offenbar der Lockstoff Baldrian. Während Füchse und Dachse sich in dieser Untersuchung kaum für den Lockstoff interessierten, scheint er für Huftiere attraktiv zu sein. Was, fragen wir uns, macht Baldrian für Huftiere interessant? Noch wissen wir es nicht!

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18
oder christian.stauffer@wildnispark.ch

Klaus Robin, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW in Wädenswil; Leiter der Fachstelle für Wildtier- und Landschaftsmanagement WILMA Tel. 058 9345788 oder klaus.robin@zhaw.ch

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