Die Umzugskisten stehen bereit

4. Juni 2026

Grosse Züglete von 12 Millionen Objekten rückt näher

Das Naturhistorische Museum steht vor grossen Veränderungen: In einem Jahr wird der Umzug von Millionen Käfern, Skeletten, Muscheln, Spinnen, Mineralien und vielen anderen naturkundlichen Objekten in vollem Gang sein. Rund acht Jahre lang hat sich das Museum auf dieses komplexe Unterfangen vorbereitet. Bevor die Lastwagen vorfahren, berichtet das Museum über die verschiedenen Hürden, die während der Planung überwunden werden mussten, sowie die Herausforderungen, die der Umzug mit sich bringt. Mit einer neu gestalteten Installation lanciert das Museum zudem seine Informationskampagne über das neue Haus.

Das Naturhistorische Museum Basel verfügt über eine der grössten Sammlungen naturkundlicher Objekte. Über fünf Millionen Käfer, Insekten, Schmetterlinge und andere Wirbellose; sechs Millionen Säugetiere, Fische, Saurier, Mollusken; hunderttausende Vögel, Amphibien und Reptilien; zehntausende Mineralien und vieles mehr: Zwölf Millionen Objekte sind es insgesamt, die ins neue Museum mitgenommen werden.

Schon bald fahren die Umzugswagen vor

Nach der Übernahme des neuen Gebäudes im St. Johann im Februar 2027 werden die Lastwagen beladen, der Umzug startet im März 2027. Rund ein Jahr lang werden dann die verschiedenen Sammlungsbereiche ins St. Johann gezügelt. Die Hälfte der umfangreichen Sammlung befindet sich an der Augustinergasse in den Depoträumen unterhalb des Museums, die andere lagert im externen Sammlungsdepot in Münchenstein. Beide Sammlungsteile werden im neuen Museum zusammengeführt.

Den Anfang des Umzugs machen die Sammlungen im Berribau. Die Mineralogie, Anthropologie, Paläontologie und Osteologie werden als erste in den Regalen am neuen Standort eingeräumt, in den Wintermonaten folgen dann die Sammlungen aus dem externen Depot, unter anderem die Insekten- und Käfersammlung. Diese Reihenfolge ist nicht zufällig, sondern hat mit der Zufahrt über den Münsterplatz sowie mit den klimatischen Anforderungen an die Objekte zu tun. Dabei spielen insbesondere die Jahreszeiten eine Rolle. So können zum Beispiel gewisse Objekte nur in kalten Jahreszeiten umgezogen werden, um sie vor Frassinsekten zu schützen. Die letzten Objekte aus den Sammlungs- und Depoträumen sollten im Februar 2028 am neuen Standort integriert sein.

Aufwändige Vorbereitungen für Umzug

Die vielseitige Sammlung erforderte eine auf das Sammelgut angepasste, individuelle Vorbereitung. Objekte mussten in Schubladen fixiert, Präparate sicher auf Podesten befestigt und Felle gereinigt werden. Ebenso musste das für jede Sammlung geeignete Verpackungs- und Schutzmaterial gefunden werden, bevor die einzelnen Objekte damit verpackt und gepolstert werden konnten. Diese umzugsvorbereitenden Massnahmen in den Sammlungen benötigten rund acht Jahre.

Museum bleibt während Umzug geöffnet

Die Planung sieht vor, die Dauerausstellungen ab Juni 2028 im neuen Museum aufzubauen und einzurichten. Acht komplett neu konzipierte Ausstellungen unter anderem zu den Themen Erdbeben, Evolution oder die Entstehung unseres Planeten erfordern Zeit, präzise Koordination und viel Know-how, um sie in zeitgemässer Form auszustatten und aufzubauen. Das Museum an der Augustinergasse bleibt indes möglichst lange geöffnet, die Dauerausstellungen im Berribau werden weiter zugänglich sein, auch am Angebot für Schulen wird festgehalten. Erst im vierten Quartal 2028 werden die Tore an der Augustinergasse endgültig geschlossen. Danach erfolgt der letzte Teil des Umzugs: Zwischen Januar 2029 und Juni 2029 werden die Objekte aus den Dauerausstellungen ins neue Museum transportiert. Eröffnet werden soll das neue Naturhistorische Museum Basel im Juni 2029.

Informieren und Vorfreude wecken

Das Nebeneinander von Umzug und regulärem Museumsbetrieb erfordert ein hohes Mass an Koordination und umsichtiger Planung. Dazu gehört auch eine gute Information über die anstehende Veränderung. Informieren wird das Museum unter anderem mit einem Installationsprojekt im Museum, das die wichtigsten Meilensteine aufzeigt und die Frage aufnimmt, wie man ein Museum zügelt. Bis zur Schliessung kommen weitere Installationen dazu, die an verschiedenen Orten im

Museum sichtbar werden. Ziel ist es, die Museumsbesuchenden und die Bevölkerung für das grosse und einzigartige Unterfangen zu sensibilisieren und die Vorfreude auf das neue Museum zu wecken.

Weitere Auskünfte

Yvonne Barmettler
Leiterin Vermittlung & Kommunikation
Naturhistorisches Museum Basel
Tel. + 41 61 266 55 32
Yvonne.barmettler@bs.ch

Katrin Huber
Öffentlichkeitsarbeit
Naturhistorisches Museum Basel
Tel. + 41 61 266 55 19
katrin.huber@bs.ch


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Olympische Schätze aus Milano Cortina 2026

4. Juni 2026

Das Olympische Museum präsentiert über 300 neue Sammlungsobjekte

Vier Olympiamedaillengewinnerinnen übergeben am Dienstag, 9. Juni 2026, ihre Ausrüstung von Milano Cortina 2026 im Rahmen einer öffentlichen Schenkungszeremonie offiziell dem Olympischen Museum. Das Museum in Lausanne lädt dazu Medienschaffende zu einer exklusiven Vorbesichtigung von mehr als 300 Objekten ein, die während der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 gesammelt wurden. Die Museumsreserve öffnet für diesen Anlass ausnahmsweise ihre Türen. Dort erhalten Medienschaffende nicht nur einen einzigartigen Einblick in die Sammlungstätigkeit des Museums, sondern haben auch die Gelegenheit, vier Olympiamedaillengewinnerinnen persönlich zu treffen und mehr über die Arbeit der Konservierungs- und Sammlungsteams zu erfahren.

Nach jeder Ausgabe der Olympischen Spiele führt das Olympische Museum eine umfangreiche Sammelkampagne bei Athlet:innen, Delegationen und Organisationskomitees durch, um seine Sammlung zu erweitern. Die Spiele von Milano Cortina 2026 bilden dabei keine Ausnahme. Medienschaffende erhalten erstmals die Möglichkeit, über 300 neu aufgenommene Objekte zu entdecken. Dazu gehören unter anderem:

  • die Skistöcke des sechsfachen Olympiasiegers Johannes Høsflot Klæbo (Norwegen)
  • der Helm des dreifachen Olympiasiegers Franjo von Allmen (Schweiz)
  • der Rennanzug der zweifachen Olympiasiegerin Francesca Lollobrigida (Italien)

Neben Sportausrüstungen werden auch Objekte präsentiert, die mit der visuellen Identität der Spiele sowie den Eröffnungs- und Schlussfeiern verbunden sind.

Die Teams des Olympischen Museums stehen vor Ort zur Verfügung, um Einblicke in den Sammlungsprozess, die Zusammenarbeit mit Athlet:innen sowie die Geschichten hinter den einzelnen Objekten zu geben. Mit über 90’000 Objekten beherbergt das Museum die weltweit grösste Sammlung zum olympischen Erbe.

Die Besichtigung der neuen Erwerbungen ist ausschliesslich von 8.30 bis 10.45 Uhr möglich. Sie steht einer begrenzten Anzahl geladener Gäste des Olympischen Museums offen, ist jedoch nicht öffentlich zugänglich. Ab dem 23. Juni können Besucher:innen ausgewählte Objekte im Rahmen der Dauerausstellung entdecken.

Begegnung mit vier Olympiamedaillengewinnerinnen

Vier Athletinnen, die bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 Medaillen gewonnen haben, stehen von 10.00 bis 10.30 Uhr für Interviews zur Verfügung. Ab 11.00 Uhr nehmen sie an einer öffentlichen Schenkungszeremonie teil, bei der sie ihre Ausrüstung offiziell dem Olympischen Museum übergeben.

  • Alina Müller (Schweiz): Eishockey, Bronzemedaillengewinnerin und Fahnenträgerin der Schweizer Delegation bei der Schlussfeier von Milano Cortina 2026
  • Emily Harrop (Frankreich): Skibergsteigen, zwei Medaillen (1 Gold, 1 Silber) bei Milano Cortina 2026
  • Lou Jeanmonnot-Laurent (Frankreich): Biathlon, vier Medaillen (2 Gold, 1 Silber, 1 Bronze) und Fahnenträgerin bei der Schlussfeier von Milano Cortina 2026
  • Océane Michelon (Frankreich): Biathlon, drei Medaillen (2 Gold, 1 Silber) bei Milano Cortina 2026

Für Anmeldungen zur Vorbesichtigung der Sammlungsobjekte von Milano Cortina 2026 sowie für Interviewanfragen mit den Athletinnen wenden sich Medienschaffende bitte an Dania Capra.

Über das Olympische Museum

Das Olympische Museum beherbergt mehr als 90’000 Objekte, die in den vergangenen 120 Jahren gesammelt wurden. Dazu zählen Sportausrüstungen legendärer Athlet:innen wie Jesse Owens, Emil Zátopek, Cathy Freeman, Michael Phelps, Simon Ammann oder Simone Biles. Die Sammlung verdankt ihre Existenz der Grosszügigkeit zahlreicher Athlet:innen, die dazu beitragen, die Geschichte der Olympischen Spiele und ihre bedeutenden Zeugnisse für zukünftige Generationen zu bewahren.

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