Erstmals seit 18 Jahren Bärennachwuchs im Natur- und Tier-park Goldau

14. Januar 2026

Am 11. Januar 2026 hat Bärin Tamar zum ersten Mal Jungtiere geboren. Vater ist der 18-jährige Takis. Die Geburt ist ein wichtiger Erfolg für den Artenschutz, denn die Tiere ge-hören zur Unterart der gefährdeten Syrischen Braunbären.

Am 11. Januar stellten die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Natur- und Tierparks Goldau an-hand der Überwachungskameras in den Winterhöhlen erstmals kleine Bewegungen im Bauch-bereich von Tamar fest. Schnell war klar, dass die achtjährige Braunbärin zum ersten Mal Nach-wuchs zur Welt gebracht hat. Wie viele Jungtiere es sind, kann derzeit noch nicht bestimmt wer-den – auch, ob alle Jungtiere überleben, ist aktuell noch ungewiss.

Geburt während Winterruhe, erste Sichtung im Frühling
Der Zeitpunkt der Geburt entspricht den natürlichen Fortpflanzungsbedingungen von Braunbä-ren. Nach der Paarungszeit im Frühjahr folgt die sogenannte Keimruhe, bei der sich der Embryo zunächst nicht weiterentwickelt. Die weitere Entwicklung ist dann so abgestimmt, dass die Jung-tiere während der Winterruhe zur Welt kommen.

Bei der Geburt sind die Jungbären sehr klein und hilflos. Die kommenden Wochen verbringen sie mit Mutter Tamar in den neuen Winterhöhlen im Park, werden von ihr gesäugt und wachsen schnell heran. «Im Frühling werden die Jungtiere mit ihrer Mutter Tamar die Winterhöhle verlas-sen und für unsere Besuchenden erstmals sichtbar sein», freut sich Dr. Pascal Marty, Leiter Zo-ologie und Kurator des Natur- und Tierparks Goldau.

Zucht wieder möglich
Im Natur- und Tierpark Goldau wurde seit 2008 bewusst auf die Zucht von Braunbären verzich-tet. Europaweit gibt es jedoch immer wieder Tiere aus Auffangstationen, die nicht mehr ausge-wildert werden können und ein dauerhaftes Zuhause benötigen. So kamen im Jahr 2024 auch die Bärinnen Tamar und Dalia nach Goldau.

Derzeit wird in Europa ein neues Erhaltungszuchtprogramm speziell für die syrische Unterart des Braunbären aufgebaut. Dieses Programm ermöglicht nun auch wieder eine gezielte Zucht im Natur- und Tierpark Goldau – und führte nun erstmals seit 18 Jahren zu Nachwuchs.

Beitrag zum Schutz einer gefährdeten Unterart
Der Schutz von Arten ist – neben Naturschutz, Forschung und Bildung – eine zentrale Aufgabe eines modernen Tierparks. Der Syrische Braunbär gilt als stark bedroht: In vielen Teilen seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets ist er bereits ausgestorben oder die Bestände sind stark rückläufig. Mit der Haltung und Zucht dieser kleinsten Unterart des Braunbären leistet der Natur- und Tierpark Goldau einen wichtigen Beitrag zu deren Schutz.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Dr. Pascal Marty, Kurator des Natur- und Tierparks Goldau: pascal.marty@tierpark.ch / +41 41 859 06 20

Die Medienmitteilung mit Bildern steht auf www.tierpark.ch/medien zum Download zur Verfügung.


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Neue Braunbären im Natur- und Tierpark Goldau eingezogen

7. November 2024

Der Natur- und Tierpark Goldau freut sich, die Ankunft von zwei neuen syrischen Braunbärinnen bekanntzugeben. Die beiden Tiere sind am Mittwoch nach einer langen Reise aus Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, im Tierpark eingetroffen. Sie gehören zur gefährdeten Unterart der syrischen Braunbären und werden künftig im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) zum Erhalt ihrer Art beitragen.

Seit dem Tod der Bärin Maya im Jahr 2023 lebte der syrische Braunbär Takis allein in der grosszügigen Wolf-Bären-Anlage des Natur- und Tierparks. Mit den beiden Neuankömmlingen aus Georgien, die in der Auffangstation des Zoos Tiflis gepflegt wurden, hat er nun Gesellschaft bekommen.

Herkunft und Geschichte der Bärinnen

Dalia wurde als Jungtier in einem Dorf am Schwarzen Meer als Haustier gehalten, bis sie zu gross war und man sie in die Auffangstation brachte. Über das Schicksal ihrer Mutter ist wenig bekannt, doch vermutlich fiel sie illegaler Wilderei zum Opfer.

Tamar wurde in einem ungeeigneten kleinen Zoo geboren, nachdem ihre Eltern aus der Wildnis dorthin gebracht worden waren. Später kam sie ebenfalls in die Obhut des Zoos Tiflis, da die Haltungsbedingungen im ursprünglichen Zoo nicht artgerecht waren.

Da beide Bärinnen aufgrund ihres Alters und der früheren Haltung an den Menschen gewöhnt sind, ist eine Auswilderung nicht möglich. Der Natur- und Tierpark Goldau bietet ihnen nun in der goldauer Bergsturzlandschaft ein neues artgerechtes Zuhause.

Genetische Bestimmung der Unterart

Bevor der Transfer der Bärinnen nach Goldau organisiert werden konnte, war eine aufwendige Analyse zur genauen Bestimmung der Unterart erforderlich. Um eine Vermischung verschiedener Braunbären-Unterarten zu verhindern, wurden Haarproben der Tiere an ein Labor in Hongkong gesendet, und die Ergebnisse im Senckenberg Institut in Deutschland analysiert. Erst nach dieser Bestätigung konnte der logistisch anspruchsvolle Transport mit Unterstützung der Mitarbeiter des Zoos Tiflis durchgeführt werden. Der syrische Braunbär gilt als eine der kleinsten Unterart des Braunbären und ist bekannt für die helle Fellfarbe vieler Individuen.

Eingewöhnung in Goldau

Tamar und Dalia werden nach ihrem Transport zunächst getrennt und in Ruhe ihre neue Anlage erkunden. Da die beiden Bärinnen sich jedoch bereits aus Tiflis kennen, ist geplant, sie schon bald wieder zusammenzuführen. Ein Treffen mit dem männlichen Bären Takis ist hingegen erst zur nächsten Paarungszeit im kommenden Jahr vorgesehen. Bis dahin können sich die drei Bären durch den Zaun hindurch aneinander gewöhnen.

Die Vergesellschaftung mit den Wölfen wird voraussichtlich reibungslos verlaufen, da beide Bärinnen bereits Erfahrung im Zusammenleben mit Wölfen haben.

Wichtig für den Artenschutz

Neben der Bildung, Forschung und dem Naturschutz ist der Artenschutz die wichtigste Aufgabe eines modernen Tierparks. So ist der Natur- und Tierpark Goldau in vielen internationalen Zuchtprogrammen aktiv, unter anderem in dem neu gegründeten Erhaltungszuchtprogramm für syrische Braunbären. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet wie dem Kaukasus, der Osttürkei oder dem Iran ist die Unterart gefährdet. In Syrien ist der Braunbär wahrscheinlich schon ausgestorben.

Für mehr Informationen und Bildmaterial
Natur- und Tierpark Goldau:
Dr. Pascal Marty, Kurator,
Mitglied der Geschäftsleitung,
pascal.marty@tierpark.ch

Die Medienmitteilung mit Bildern steht auf www.tierpark.ch/medien zum Download zur Verfügung.


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