Der Parc Ela erhält das Label „Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung“ (CH)

Parc Ela

„Wir sind Park!“
Parc Ela freut sich über Auszeichnung des Bundes

19 Gemeinden sagten letztes Jahr Ja zum Parc Ela, nun hat auch der Bund entschieden: Der Parc Ela erhält das Label „Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung“. Damit wird die zehnjährige Aufbauarbeit belohnt, die in Mittelbünden geleistet wurde.

Der Verein Parc Ela hat allen Grund zur Freude. Heute erhielt er vom Bund das begehrte Naturpark-Label zugesprochen. Er darf sich nun nach langjähriger Aufbauarbeit offiziell „Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung“ nennen. Doch nicht nur das: Der Parc Ela ist mit einer Fläche von 548 Quadratkilometern der grösste Naturpark der Schweiz. „Heute ist ein historischer Tag für Mittelbünden, denn wir haben einen wichtigen Gipfel ist erklommen“, freute sich Luzius Wasescha, Präsident des Vereins Parc Ela „Doch viele weitere Gipfel warten noch auf uns, die wir gemeinsam mit der Bevölkerung besteigen werden.“ Für Geschäftsleiter Dieter Müller bedeutet der Erhalt des Labels vor allem, dass nach Jahren der Unsicherheit die Zukunft des Parc Ela nun für mindestens 10 Jahre bis 2021 gesichert ist. Dann muss das Parklabel neu beantragt werden. Richtig gefeiert wird das Label am 23. Juni 2012 mit einem grossen Fest unter dem Motto „Wir sind Park!“

In der Beurteilung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) schnitt das Gesuch des Parc Ela im Vergleich mit anderen Pärken überdurchschnittlich gut ab. Daher hat der Bund auch dem Finanzhilfegesuch des Parc Ela in vollem Umfang entsprochen: Er unterstützt den Park von 2012 bis 2015 jährlich mit 0,5 Mio. Franken. Im Vorfeld hatte das BAFU eingeschränkt, dass ein Park im Durchschnitt lediglich mit jährlich 300‘000 Franken unterstützt werden könne. Der Kanton Graubünden hat bereits anfangs Jahr eine jährliche Unterstützung von 220‘000 Franken zugesichert. In den kommenden Wochen müssen Bund und Kanton nun klären, für welche vom Parc Ela vorgeschlagenen Projekte das Geld eingesetzt werden soll.

Perimeterfrage vom Tisch
Mit dem Erhalt des Labels sind auch die langjährigen Auseinandersetzungen um den Parkperimeter vom Tisch. Von den 19 Parkgemeinden gehören 17 vollständig zum Park. Lantsch/Lenz ist neu mit der gesamten Gemeindefläche vertreten. Die Gemeinde Landschaft Davos hingegen gehört nur mit dem Teilgebiet Fraktion Wiesen dazu. Auch der Ausschluss des Welschtobels in Alvaneu, das naturräumlich zu Arosa gehört, ist mit der Parkgesetzgebung konform. Die Gemeinde Riom-Parsonz, auf der das Skigebiet von Savognin liegt, und die Gemeinde Tinizong-Rona gehören seit den Gemeindeabstimmung im Herbst 2010 nicht mehr zum Parc Ela. Obwohl mit dem Ausscheiden von Riom-Parsonz im Bereich des Crap Ses an der Julierstrasse eine kleine Enklave entsteht, hat der Bund den neuen Parkperimeter akzeptiert. Der Perimeter sei insgesamt nachvollziehbar und weise hohe Natur- und Landschaftswerte sowie ein relativ geringes Mass an Beeinträchtigungen auf, hält das BAFU fest.

Langjährige Aufbauarbeit belohnt
Begonnen hat der Aufbau des Parc Ela vor zehn Jahren, als der Regionalverband Mittelbünden die Idee eines Naturparks im Albulatal und Surses lancierte. Die damals in einer Charta definierten Ziele sind bis heute gültig: Sommertourismus stärken, Arbeitsplätze sichern, lokale Produkte vermarkten, die Zusammenarbeit zwischen den Tälern fördern sowie die Natur, Landschaft und Kultur erhalten und aufwerten. Seit damals wurde viel geleistet in der Region. Bevölkerung, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Gewerbe und Politik haben sich mit dem Park auseinandergesetzt, diskutiert, zusammengearbeitet und schliesslich mit grossem Mehr dem Park zugestimmt. Präsident Luzius Wasescha und Geschäftsleiter Dieter Müller blicken nach vorne. „Ausschlaggebend für den Erfolg des Parks ist weniger das Label, sondern vielmehr was wir alle daraus machen.“

Weitere Auskünfte:
Dieter Müller, Geschäftsleiter Parc Ela
Luzius Wasescha, Präsident Verein Parc Ela

Parc Ela auf www.Ausflugsziele.ch

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