«Hoffnung aufgeben ist keine Option.»

Susanne Brunner, Leiterin Auslandredaktion, auf dem Niesen

Susanne Brunner, Auslandredaktorin und Leiterin Auslandredaktion bei SRF, kennt einige Regionen der Welt bestens, darunter auch das «Krisengebiet» im Nahen Osten. Am Donnerstagabend, 18. Juni 2026 erzählte sie auf dem Niesen aus erster Hand von ihrer Arbeit. Sie zeigte eindrücklich mit Worten und Bildern auf, was es bedeutet als Journalist:in in Krisengebieten zu arbeiten und zu leben. Einerseits ist da die Arbeit unter teils erschwerten sowie gefährlichen Bedingungen und andererseits ist da das «normale Leben», in dem man Freunde trifft, ausgeht und eine gute Zeit hat. Sie sprach auch über ihre Funktion als Leiterin der Auslandredaktion und über die Verantwortung die sie für ihre Mitarbeitenden, welche rund die Hälfte in Krisensituationen arbeiten, hat. «Wenn man für andere entscheiden muss, ist das herausfordernder, als wenn man über sein eigenes Handeln entscheiden kann.» so Brunner zu dieser Verantwortung.

Nach der stündigen Präsentation und einer Pause, bei der die rund 70 Gäste den Sonnenuntergang auf der Terrasse bestaunen durften – ein kompletter Kontrast: hier die heile Welt und dort das Thema rund um die «Krisengebiete» – stand die Fragerunde im Pavillon des Berghaus Niesen Kulm auf dem Programm. Dabei stellte das interessierte Publikum vor allem Fragen zu Brunners «Hauptgebiet» den Nahen Osten und zum Journalismus allgemein. Sie betonte dabei, dass der Journalismus gerade in der heutigen Zeit in der Verantwortung steht, nicht nur «Geschichten» zu bringen, welche eine gute Schlagzeile und «Klicks» geben, sondern eben auch Geschichten aus dem Leben der einfachen Menschen.

Auf die Frage, was es dann brauche, damit im Nahen Osten «Friede» einkehren könnte, betonte sie vor allem, dass es Persönlichkeiten von allen Lagern brauche, welche unabhängig von Herkunft und Religion die gleichen Werte teilen und einsehen, dass das Blutvergiessen niemanden hilft. Sie sehe diese Persönlichkeiten vor allem bei den Jungen und Frauen. Diese müssten aber zuerst überhaupt in die «Entscheidungsrollen» gelangen. Und auf die Frage ob sie noch Hoffnung habe, betont Susanne Brunner klar: «Hoffnung aufgeben ist keine Option.»

Das up to culture Programm geht am Freitag, 6. und Samstag, 7. August 2026 weiter mit den 9. Niesen Sessions (Openair-Konzerte) mit Sens Unik, Ritschi, Cielle und Amíra. Mehr Informationen unter niesensessions.ch. Billette sind noch in Kombination mit einer Übernachtung erhältlich. 

Anzahl Zeichen: 2’517

Bilder

Alle Bilder: Kulturabend mit Susanne Brunner auf dem Niesen – Bilder: Niesenbahn AG

Kontakt

Nicolas Overney, Leiter Marketing, Verkauf und Events, 
nicolas.overney@niesen.ch, 033 676 77 02


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