Die Saison 2011 startet im Wildnispark Zürich mit einigen Neuerungen (CH)

16. März 2011

Wildnispark Zürich, Langenberg Frischlinge in der kühlen Frühlingsluft

Medienmitteilung 2/2011 aus dem Wildnispark Zürich

Die Wohngemeinschaft beim Besucherzentrum in Sihlwald ist noch nicht bezogen. Zur Saisoneröffnung im Wildnispark Zürich am 20. März können die Behausungen jedoch bereits begutachtet werden. Wildnisboten informieren über die späteren Bewohner wie Eidechsen, Igel, Kröten und Käfer.

Nutzungsdruck und Ordnungswahn machen vielen Kleintieren bei uns das Leben schwer. Beim Besucherzentrum in Sihlwald erhalten einige Tierarten nun neue Lebensräume. In den letzten Wochen sind Ast- und Steinhaufen aufgeschichtet und ein „Wildbienenhotel“ aufgestellt worden. Informationstafeln und leicht verständliche Spiele helfen kleinen und grossen Besuchern Eidechsen, Schmetterlinge, Ringelnattern und Co näher kennen zu lernen.

Gratiseintritt zur Saisoneröffnung
Wenn das Besucherzentrum im Frühling seine Tore wieder öffnet, gilt für alle Besuchenden: „Eintritt gratis“. Es werden zusätzlich kostenlose Führungen in die Ausstellungen „Wildnis und wir“, „Wildnis – wo der Bär zu Hause ist“ und „vom Nutzwald zum Naturwald“ angeboten.

Auf dem Areal des Besucherzentrums stellen Wildnisboten die Besonderheiten der Kleintier-WGs vor. Solche WGs kann man mit wenig Mitteln selber gestalten und so grosse Wirkung erzielen. Ein Asthaufen im Garten bietet Nahrung, Unterschlupf und Brutplatz für viele Kleintiere. Anlässlich der Saisoneröffnung besteht zudem die Möglichkeit, selber Wildbienenhotels zu basteln, um diese dann zu Hause aufzustellen.

Würden Sie den Elchtest bestehen? Auf der Westseite im Langenberg gibt es ab Sonntag neu gestaltete Fragen rund um den Elch. Neue Erkenntnisse bringt wohl manch einem die Antwort zur Frage, was der Elch mit seiner riesigen Schnauze so alles kann. Als Erholung eignet sich ein Blick in die Wildschweinanlage, wo sich seit einer Woche 21 junge Frischlinge tummeln.

Wann ist Natur Wildnis
Der erste Gedanke beim Thema Wildnis geht bei den meisten Richtung Natur. Dabei stellt man sich Orte vor, die über die gewohnte Umgebung hinausgehen. Aber wo hört die gewohnte Umgebung auf? Beim einen geschieht dies bei der Maus im Keller und andere reisen um den halben Planeten um in einem entlegenen Urwald das Wildnis-Feeling zu spüren. Vielleicht aber liegt die Wildnis ja doch viel näher; nämlich in unserem Kopf und in unserer Phantasie. Die Ausstellung „Wildnis und wir“ geht solchen Wildnisvorstellungen nach und macht dabei auch vor dem Gegenteil der Natur, dem Grossstadtdschungel nicht halt.

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18 oder
christian.stauffer@wildnispark.ch

Bilder zum Download finden Sie auf „www.wildnispark.ch/medien“.

Weitere Informationen zum Wildnispark Zürich auf www.Ausflugsziele.ch


Wildnispark Zürich: Saisonausklang mit Übergabe des Biodiversitäts-Würfels (CH)

27. Oktober 2010

Kinder knüpfen am Netzwerk der Biodiversität. Bild: Verein «Natur liegt nahe»

Medienmitteilung 19/10 aus dem Wildnispark Zürich

Am Sonntag, 31. Oktober verabschiedet sich das Besucherzentrum in Sihlwald mit seinen drei Ausstellungen in die Winterpause. Bei herbstlichem Speis und Trank findet auch die Übergabe des «Biodiversitäts-Würfels» an Regierungsrat Markus Kägi statt.

Der Saisonausklang im Wildnispark Zürich ist gleichzeitig der letzte von elf Aktionstagen des Vereins «Natur liegt nahe» zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt. An den vergangenen Aktionstagen im Jahr 2010 wurde die Bevölkerung aufgefordert, Wünsche an die Regierung des Kantons Zürich zu formulieren und symbolisch für jedes Anliegen eine Schnur in einen 1.5 Meter hohen Würfel zu knüpfen. Um 14 Uhr wird nun der sogenannte «Biodiversitäts-Würfel» an Regierungsrat Markus Kägi übergeben. Der junge Musiker Nicolas Senn untermalt den Anlass mit seinem Appenzeller Hackbrett.

Handeln für die Biodiversität
Der Aktionstag läuft unter dem Namen «Handeln für die Biodiversität». Deshalb wird den BesucherInnen auf spielerische Weise gezeigt, wie sie sich für die Biodiversität einsetzen können. Es besteht die Möglichkeit, Nisthilfen für Wildbienen zu bauen, einheimische Wildsträucher und Samenmischungen zu kaufen oder am Glücksrad sein Wissen zur Biodiversität zu testen.

Eintritt ins Museum kostenlos
Beim Besucherzentrum in Sihlwald erwartet die Gäste ein herbstliches kulinarisches Angebot mit Glühwein und heissen Marroni. Während des ganzen Tages können die drei Ausstellungen «Wildnis und wir», «Wildnis – wo der Bär zuhause ist» und «Vom Nutzwald zum Naturwald» kostenlos besucht werden. Zudem finden um 15 und 16 Uhr Kurzführungen statt. Das Besucherzentrum öffnet seine Tore wieder am Sonntag, 20. März 2011.

Winter im Wildnispark Zürich
Obwohl das Besucherzentrum in den Wintermonaten geschlossen ist, gibt es im Wildnispark Zürich einiges zu erleben. Im Sihlwald sind der Walderlebnispfad und der Weg «Fenster zur Wildnis» jederzeit frei zugänglich und im Langenberg lassen sich die Tiere gut beobachten, da die Bäume und Sträucher frei von Laub sind. Auch das kürzlich eingeweihte Elchhaus und die neuen Anlagen für Elch und Wisent im Langenberg West sind weiterhin täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Weitere Auskünfte:
Judith Falusi,
Leiterin Marketing
Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 26
Mail: judith.falusi@wildnispark.ch

Bilder zum Download unter http://www.wildnispark.ch/medien

Weitere Informationen zum
Wildnispark Zürich auf www.Ausflugsziele.ch


Wildnispark Zürich: Mehr Licht ins Dunkel mit Fotofallen (CH)

21. Oktober 2010

 An einem Junimorgen tappt dieser Rothirsch im Bast am Albishorn in eine der Fotofallen.

Medienmitteilung 18/2010 aus dem Wildnispark Zürich

Die nachtaktiven Wildtiere im Sihlwald sind schwierig zu entdecken. Um diese Arten zu erfassen, führte die Studentin Jasmin Schnyder von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW in Wädenswil zusammen mit Mitarbeitenden des Wildnispark Zürich eine Arbeit aus, die auf der Fotofallentechnik basiert.

Arten, die tagsüber unterwegs sind, können oft in Direktbeobachtungen erfasst werden. Vor allem nachts aktive Arten hingegen geben noch immer viele Rätsel auf. Um ihnen auf die Spur zu kommen, sind in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Techniken entwickelt worden. Eine davon ist die Fotofallentechnik, die dank der digitalen Revolution nun Möglichkeiten bietet, etwas „Licht ins Dunkel der Nacht“ zu bringen.

Um die Artenpalette, die Verteilung im Raum und die tageszeitliche Verteilung mittelgrosser bis grosser Säugetiere im Sihlwald zu erfassen, wurden zwischen März und Juni während 548 so genannter Fallennächte insgesamt 20 handelsübliche Fotofallen gestellt. Die Arbeit wurde ausgeführt von Jasmin Schnyder, angehende Umweltingenieurin am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW in Wädenswil. Unterstützt durch Mitarbeitende des Wildnisparks Zürich und der Fachstelle WILMA der ZHAW stellte sie die 20 Fallen in zwei Transekten, die von der Sihl bis zur Kante der Albsikette führten. Neben der Artenpalette interessierte die Frage, ob sich Wildtiere mit einem Lockstoff vor die Kamera lotsen liessen oder ob ihnen der gewählte Lockstoff egal ist. So wurde einer der Transekten mit Lockstöcken versehen, der andere nicht.

Reh, Dachs und Fuchs
Trotz einiger technischer Probleme gelang es, insgesamt 168 Fotos herzustellen, auf denen das fotografierte Tier identifiziert werden konnte. Die Artenpalette ist mit 7 Säuger- und 4 Vogelarten vielfältig. Mit rund 40 Prozent der Bilder liegt das Reh vorne, gefolgt vom Dachs mit genau einem Drittel aller Fotos. Der Fuchs löste einen exakten Sechstel aller Bilder aus. Sechsmal liefen Steinmarder in die Fotofalle, und in Einzelbilder wurden Eichhörnchen, Waldmaus sowie Mäusebussard, Kohlmeise oder Stockente erfasst.

Verschiedene erwartete Arten, wie Hermelin oder Iltis konnten nicht registriert werden, und die leise Hoffnung, einen Baummarder zu erfassen, hat sich nicht erfüllt. Alle drei Arten können bei späteren Wiederholungen noch auftauchen.

Huftiere mögen Baldrian
Nicht erwartet werden konnte hingegen der Rothirsch. Obwohl die Art die Albiskette allmählich wieder besiedelt und somit auch im Wildnispark Zürich Sihlwald lebt, hielten es die Projektverantwortlichen für wenig wahrscheinlich, dass die scheuen Hirsche die Kameras auslösen würden. Zu Hilfe kam da offenbar der Lockstoff Baldrian. Während Füchse und Dachse sich in dieser Untersuchung kaum für den Lockstoff interessierten, scheint er für Huftiere attraktiv zu sein. Was, fragen wir uns, macht Baldrian für Huftiere interessant? Noch wissen wir es nicht!

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18
oder christian.stauffer@wildnispark.ch

Klaus Robin, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW in Wädenswil; Leiter der Fachstelle für Wildtier- und Landschaftsmanagement WILMA Tel. 058 9345788 oder klaus.robin@zhaw.ch

Weitere Informationen zum
Wildnispark Zürich auf www.Ausflugsziele.ch


Wildnispark Zürich – Grünes Licht für erste Etappe Langenberg West (CH)

14. April 2010

Der Stiftungsrat hat die erste Etappe der geplanten Erneuerung und Erweiterung im Westteil des Wildnispark Zürich Langenberg freigegeben. Die Etappe umfasst im Wesentlichen die Erneuerung von bestehenden Tieranlagen. Im Mai beginnen die Bauarbeiten mit dem Ziel, dass anlässlich des Herbstfestes vom 3. Oktober 2010 erste Teile eröffnet werden können.

Das Projekt Langenberg West umfasst zwei Etappen; die Erneuerung des bestehenden Teils als erste und die Erweiterung als zweite. Der Westteil des Langenbergs wurde zum 100-jährigen Jubiläum 1969 eröffnet. Er beherbergt heute die grossen einheimischen Wiederkäuer Wisent und Elch, sowie Przewalskipferde, Rehe und Füchse. Der grössere Teil der Anlagen ist vierzig Jahre alt, konzeptionell veraltet und teilweise baufällig. Die Erneuerung dieser Anlagen wurde nun als erster Schritt freigegeben.

Vollständig erneuert werden die Anlagen für Wisente und Elche sowie die beiden Eingangsbereiche zum Westteil. Während die Wisente oberhalb des Betriebsgebäudes einen neuen Platz erhalten, wird die bestehende Elchanlage in ein weiträumiges Schaugehege umgestaltet. Es ist das Ziel, die Erneuerung der Tieranlagen bis Anfang Oktober abzuschliessen, so dass diese zum Herbstfest eingeweiht werden können. Die Gestaltung der Eingänge folgt später.

Erweiterung mit Erlebniswelten
Im Zentrum des gesamten Projekts Langenberg West stehen die Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Wildnis. In zwei Etappen, die bis in den Herbst 2011 dauern, werden deshalb vier neue Erlebniswelten aufgebaut. In der ersten Etappe wird der heutige Elchstall vollständig renoviert und mit einem breiten Informationsangebot ausgestattet. Eine weitere Erlebniswelt bildet die mongolische Jurte, welche den Alltag der Nomaden in der Mongolei zeigt. In der zweiten Etappe sollen die «Steinzeitwelt» und «Jagen und Sammeln» entstehen.

Erste Etappe vollständig finanziert
Der Stiftungsrat hat sich zum Bau der ersten Etappe entschieden, da die Erneuerung dringlich ist, diese Anlagen für sich funktionieren und die Finanzierung gesichert ist. Für das Gesamtprojekt zeichnen sich aufgrund der durchgeführten Ausschreibungen wesentlich tiefere Kosten ab als im Kostenvoranschlag angenommen waren. Sie belaufen sich nun auf 4.6 Mio. Franken gegenüber den bisher geschätzten 5.4 Mio. Franken. Für die Umsetzung der zweiten Etappe fehlen noch rund 900’000 Franken. Es besteht Zeit bis im Frühling 2011, diese Summe zusammen zu bringen. Dann könnte der Stiftungsrat die Realisierung der zweiten Etappe plangemäss für 2011 freigeben.

Weitere Infos zum Wildnispark Zürich auf www.Ausflugsziele.ch

Für weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich,
ab 16 Uhr Tel. 079 509 32 89.