Zoo Zürich: Die 4 jungen Löwen sind wohlauf!

20. Juli 2010

Die 4 jungen Löwen, die letzte Woche im Zoo Zürich zur Welt kamen sind, sind wohlauf und können ab sofort auf der Webcam des Zoos (www.zoo.ch) in der Wurfboxe beobachtet werden. Vielfach sind in den letzten Tagen im Zoo Zürich Anfragen eingegangen, wie denn diese 4 Löwen heissen.

Wie heissen die jungen Löwen im Zoo Zürich?
Mit wenigen Ausnahmen sind die Tiere im Zoo Zürich individuell gekennzeichnet. Sie tragen Ringe, haben ein unverwechselbares Farbmuster oder haben – unsichtbar – einen Mikrochip. Bei vielen Tieren gehört zur individuellen ‚Markierung’ auch ein Name. Die Namensgebung folgt dabei festen Regeln: Die Namen der in einem Jahr geborenen Tiere fangen mit dem gleichen Buchstaben an, und da wir im Jahr 2000 wieder am Anfang des Alphabetes waren, erhalten die Jungtiere von 2010 einen Namen, der mit ‚K’ beginnt. Zudem verwenden wir nicht für Menschen gängige Namen, sondern Namen, die einen geografischen Bezug zum Herkunftsgebiet der Tierart haben, wie geografische Bezeichnungen (Berge, Flüsse, Städte,..) oder spezielle Wörter aus der dort heimischen Sprache.

Vier noch namenlose Löwenjunge
Löwen gelten als die Könige (und Königinnen) der Tiere, entsprechend würdig und klangvoll sollen auch ihre Namen sein. Dies gilt besonders auch für die Zürcher Löwen, denen ja die Ehre zufällt, das Zürcher Wappen zu halten. Noch wissen wir das Geschlecht der Jungen nicht, das werden wir erst bei der ersten veterinärmedizinischen Kontrolle in 7 bis 8 Wochen erfahren. Wir suchen nun schöne und geeignete Namensvorschläge für die 4 am 14. Juli geborenen Löwenkinder. Bis am 3. September 2010 können Vorschläge eingereicht werden (zoo@zoo.ch; Zoo Zürich, Zürichberggstrasse 221, 8044 Zürich), eine kleine Jury wird dann eine Auswahl treffen. Die Gewinner des Wettbewerbs werden zu einem Besuch bei den Löwen im Zoo Zürich eingeladen. Wird ein Name mehrfach genannt, bestimmt das Los den jeweiligen Sieger. Über die Entscheide wird keine Korrespondenz geführt.

Für Fragen stehen zur Verfügung:
Dr. Alex Rübel, Zoodirektor, Tel. 044 254 25 00
Dr. Robert Zingg, Kurator, Tel. 044 254 25 00
Text und Foto sind elektronisch erhältlich unter http://www.zoo.ch/medien

Weitere Informationen zum
Zürich Zoo auf www.Ausflugsziele.ch


175 Jahre Dampfschifffahrt auf dem Zürichsee (CH)

20. Juli 2010

Am Montag, 19. Juli ist es genau 175 Jahre her seit das erste eiserne Schiff, das Dampfschiff Minerva seinen Dienst als Kursschiff auf dem Zürichsee aufnahm. Das wird mit einer nostalgischen Jubiläums-Lunch-Schiff-Fahrt auf dem Dampfschiff Stadt Zürich gefeiert.

Nachdem die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) im vergangenen Jahr das 100 Jahr-Jubiläum ihres ältesten noch im Dienst stehenden Raddampfers Stadt Zürich feiern konnte, steht auch in diesem Jahr ein Jubiläum an.

Vor genau 175 Jahren begann die Kursschifffahrt auf dem Zürichsee, als ersten See der Schweiz. Knapp zwei Wochen später nahm dann auch auf dem Thunersee ein Dampfschiff seinen Dienst auf.

Das erste eiserne Schiff auf dem Zürichsee, die „Minerva“, wurde in England (Manchester) gefertigt und ursprünglich auf den Namen „Vulcan“ getauft. Über Rotterdam gelangte das Schiff auf dem Flussweg den Rhein hinauf nach Basel um dann, zerlegt in fünf Teile auf den letzten Streckenabschnitt über Land anzutreten. Da das Schiff zuviel Tiefgang hatte, musste es vor Ort um 5,8 Meter verlängert werden. Dieser Umbau nahm die Firma Escher & Wyss & Cie. vor, die auch für den Bau der beiden noch in Betrieb stehenden Dampfschiffe auf dem Zürichsee verantwortlich war. Der Bau des Schiffes muss als technische Pioniertat der damaligen Zeit bezeichnet werden, denn damals gab es weder Eisenbahn noch Auto in der Schweiz (die „Spanischbrötlibahn“ nahm ihren Dienst erst im Jahr 1847 auf und das erste Automobil fuhr erst ein halbes Jahrhundert später). Somit war das Schiff eines der wichtigsten Verkehrsmittel der damaligen Zeit.

Nach dem Umbau wurde das Schiff auf den Namen „Minerva“ umgetauft, da „Vulcan“ in Zürich nicht gefiel.

Am 19. Juli 1835 fuhr das Schiff auf seiner Jungfernfahrt von Zürich nach Rapperswil und zurück. Noch hatten nur Zürich und Rapperswil einen geeigneten Landungssteg, so dass Passagiere, die unterwegs zusteigen wollten mit kleineren Booten zur „Minerva“ und zurück gebracht werden mussten.

Mit der Inbetriebnahme des regelmässigen Kursbetriebs zwischen Zürich und Rapperswil folgten auch weitere Gesellschaften mit weiteren Dampfschiffen. Erst als in den 1870er-Jahren am linken Ufer die Nordostbahn gebaut wurde, gingen die Passagierzahlen auf dem Zürichsee ein erstes Mal zurück.

1890 wurde die Zürcher Dampfboot-Gesellschaft gegründet. Diese baute neun Dampfschwalben, die erstmals auch den Nahverkehr rund um Zürich gewährleisteten. Im Jahr 1900 verfügte Zürich mit zwölf Schraubendampfern über die grösste Schiffsflotte der Schweiz.

In den Jahren 1909 und 1914 wurden die beiden Schwesterschiffe Stadt Zürich und Stadt Rapperswil vom Stapel gelassen. Während und nach den beiden Weltkriegen wurden viele Dampfer durch Motorschiffe ersetzt und verschrottet. Einzig die beiden Raddampfer wurden dank zunehmender Wertschätzung für das Historische erhalten und verkehren heute noch auf dem Zürichsee. Noch immer werden die beiden Schiffe mit Dampf betrieben, wenn auch nicht mehr Kohle, sondern Dieselöl den Dampf erhitzt. Die Kommunikation zwischen Kapitän und Maschinisten geschieht ganz ursprünglich über ein Sprachrohr vom Steuerhaus in den Maschinenraum. Der Kapitän steuert, der Maschinist sorgt für den Antrieb. Dank diesem „blinden Vertrauen“ werden auch noch nach 175 Jahren Dampfschiffe sicher über den Zürichsee manövriert.

Zürichsee Schifffahrt,
Mythenquai 333,
8038 Zürich
Telefon: 044 487 13 33,
ahoi@zsg.ch
http://www.zsg.ch

Weitere Informationen zu
Schifffahrten auf dem Zürichsee auf www.Ausflugsziele.ch