Wildnispark Zürich: Baumpilze – Parasiten und Erneuerer im Altholzwald (CH)

22. September 2010

Medienmitteilung 16/2010 aus dem Wildnispark Zürich

Sie geben dem Wald Farbe und faszinieren den Wanderer. Baumpilze können vielerlei Formen und Farben haben, im Altholzwald sind sie aber auch von wichtiger Bedeutung. Sie bauen Holz ab und helfen dadurch mit, die Humusschicht zu erneuern. Im Sihlwald kommen sie dank viel Totholz häufig vor.

In Mitteleuropa sind Rotbuchen die weitaus häufigsten Wirtsbäume für den echten Zunderschwamm. Er ist frost- und hitzebeständig und kann ein Alter von bis zu fünfzehn Jahren erreichen. Er kommt hauptsächlich in tieferen Lagen vor und ist im Sihlwald einer der Vertreter der grossen Gruppe von Baumpilzen.

Im Sihlwald geeignetes Substrat
Porlinge, zu welchen der Zunderschwamm gehört, bilden konsolenförmige Fruchtkörper. Diese setzen direkt auf der Rinde auf und gleichen alle Unebenheiten aus. An der Unterseite der grauen, konzentrischen Wulste befinden sich die Fruchtkörper, welche sich immer nach der Schwerkraft orientieren. Fällt ein mit einem Baumpilz befallener Baum um, bilden sich die neuen Baumpilze deshalb um 90 Grad gedreht zu den alten aus. Im Schweizer Mittelland ist der echte Zunderschwamm selten. Dies dürfte an seiner früheren Verwendung als Zunder gelegen haben und daran, dass in den bewirtschafteten Wäldern wenig Alt- und Totholz zu finden ist. Im Sihlwald kommen diese Baumpilze dank des vielen Totholzes hingegen häufiger vor und erfreuen mit ihren Farben die Spaziergänger.

Aus Baum wird Humus Der echte Zunderschwamm befällt alte und kränkelnde Buchen. Nach dem Tod des Baumes kann er noch lange weiterleben. Er bezieht seine Nahrung aus dem Holz, indem er als Weissfäulepilz neben Zellulose auch das hochkomplexe Lignin im Holz abbauen kann. Durch den Weissfäulepilz wird Holz beinahe zu 100% abgebaut und der entstehende Humus geht als Substrat wieder in den Waldkreislauf ein. So ist er nicht nur im Naturwald, sondern auch in Wirtschaftswäldern ein Verwerter von nicht kommerziell nutzbarem Holz.

Und er kann noch mehr….
Als Wund- oder Blutschwamm wurde der echte Zunderschwamm bereits im Altertum zur Wundbehandlung eingesetzt. Die Wirkung beruht auf seiner kapillaren Saugkraft, welche zu einer schnelleren Gerinnung führen soll. Sein Gehalt an keimtötendem Jod desinfiziert die Wunde auch gleich. 1959 entdeckte ein finnischer Forscher zudem, dass mit dem Presssaft aus dem echten Zunderschwamm die roten Blutkörperchen der Blutgruppe B zusammenklumpen. Damit lässt sich die Blutgruppe B innerhalb des Blutgruppensystems relativ leicht bestimmen.

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18 oder christian.stauffer@wildnispark.ch

Bilder zum Download unter http://www.wildnispark.ch/medien


AlpKultur Tage Lenk: ein Stück Schweizer Tradition aus erster Hand (CH)

22. September 2010

M E D I E N M I T T E I L U N G
Lenk, September 2010

Miss trifft König
Am diesjährigen Älplerfest, bei dem unter anderem auch die schönste Kuh zur Miss-Lenk gewählt wird, kommen Besucherinnen und Besucher in den Genuss eines besonderen Leckerbissens. Schwingerkönig Kilian Wenger wird an diesem urigen Anlass zu einer Autogrammstunde anwesend sein! Ein Anlass, der zum sympathischen, bodenständigen Schwingerkönig aus der Region passt.

Tierische Misswahl
Simmentaler Kühe sind weltweit bekannt. Anlässlich des 14. Älplerfests am 16. Oktober 2010 präsentieren Sennen mit Stolz ihre blumengeschmückten und mit Treicheln und Glocken behangenen Kühe. Das weckt Emotionen. Die Hauptattraktion, neben den stündlichen „Zügelten“ (Vieh-Umzug), ist die Wahl der Miss-Lenk. Das Publikum wählt die Schönste aus den 25 erstrangierten Kühen der Beständeschauen. Umrahmt wird das Älplerfest von einem Bauernmarkt mit einheimischen Köstlichkeiten und viel Folklore. Am traditionellen Älplerabend wird gejodelt und getanzt.

Rund um das traditionelle Älplerfest wurde ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. An verschiedenen Workshops können Teilnehmer nicht alltägliche Brauchtümer wie Jodeln, Alphornblasen, Viehbeurteilung, Käsen, Blumenschmuck für die Alpabzüge vom Älplerfest, Heilpflanzenwanderung und Salbenküche, von der Milch zur Butter und Hornussen entdecken. Neu im umfangreichen Angebot ist ein Vortrag über „Bschütti, Gülle, Jauche…“. An diesem nehmen Landwirte Stellung zur „Bschütti“ und zu deren Geruch. Am Sonntag nach dem Älplerfest finden ein Älplerzmorge und ein Alpkäsemarkt statt. Zum Abschluss der AlpKultur Tage Lenk messen sich 250 Aktive aus der ganzen Schweiz beim 4. Hornusserturnier und ein farbenprächtiger Umzug runden die urigen Tage an der Lenk ab. LST / Marianne Tschanz-Rieder

Der Schwingerkönig Kilian Wenger wird am Samstag, 16. Oktober 2010, ab 15.00 Uhr zu einer Autogrammstunde an der Lenk anwesend sein.

Marianne Tschanz-Rieder, Marketing / Medien
Lenk-Simmental Tourismus AG,
Rawilstrasse 3, 3775 Lenk, Tel: 033 736 35 35
e-mail: info@lenk-simmental.ch,
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