Das Internationale Alphornfestival (FICA), dessen 25. Jubiläumsausgabe vom 24. bis 26. Juli 2026 in Haute-Nendaz stattfand, wurde gebührend gefeiert – mit einem Konzert von Simon & Mac am Freitagabend, Auftritten von rund zwanzig Folkloregruppen und 130 Alphornbläsern, die am offiziellen Wettbewerb ihr Können unter Beweis stellten.

«Das ganze Wochenende über erfüllte der Klang des Alphorns unsere Berge. Er erfüllte aber auch die Herzen der vielen Leute, die mit dabei waren und liess dabei Verbindungen zwischen Generationen, Regionen und Ländern entstehen.» So das Fazit des OK-Präsidenten Baptiste Constantin, welches den Spirit dieser 25. Ausgabe des Internationalen Alphornfestivals von Nendaz treffend zusammenfasst. Drei Tage lang bot das Festival unvergessliche Momente rund um dieses für die Alpen so charakteristische Instrument. Beim offiziellen Wettbewerb mit von der Partie waren über 100 Bläserinnen und Bläser zwischen 11 und 76 Jahren. Zahlreiche der Teilnehmenden nahmen eine lange Anreise auf sich, um dieses Abenteuer mit zu erleben, darunter sogar fünf Teilnehmer aus den Vereinigten Staaten.
Und sie alle kehren mit unvergesslichen Erinnerungen und schönen Begegnungen nach Hause zurück. Zumindest eine Teilnehmerin aus Illinois wird ihre Reise nach Nendaz bestimmt nicht vergessen: Während anlässlich des 25. Jubiläums des Festivals unter allen Teilnehmenden des Ensemblestücks ein Alphorn verlost wurde, war sie die Glückliche, die dieses einzigartige Andenken mit nach Hause nehmen durfte.
Ein weiteres Highlight, das alle Generationen begeisterte, war das Konzert von Simon&Mac vom Freitagabend mit über 1200 Besucherinnen und Besuchern. Dem berühmten Südtiroler Duo gelang es einmal mehr, mit ihrem Mix aus Tradition und Moderne das Publikum von den Stühlen zu reissen. Und so sah man Gross und Klein gemeinsam zu den einzigartigen Klängen, einer Mischung aus Akkordeon, Percussion und Elektromusik tanzen. Kurz zuvor trat Walti Sigrist mit seinem Superhorn auf, dem mit 14 m und 250 kg längstem Alphorn der Welt.
Ein lang ersehnter Sieg für die Freiburger vom L’Echo du Tunnel
Ob es an der Auslosung lag, als erste Formation zum Finale antreten zu müssen? Oder ob die Festrede des Nationalratspräsidenten Pierre-André Page – ebenfalls aus Freiburg – das nötige Glück brachte? Egal woran es gelegen hat – bei der 11. Teilnahme hat es für die Freiburger vom «L’Echo du Tunnel» endlich mit dem Sieg geklappt. Das Quartett, das schon sehr oft unter den ersten Zehn landete und sich damit regelmässig für das Finale qualifizierte, hatte schon länger Ambitionen auf den Tagessieg und damit auf den Pokal. Entsprechend emotional war dann auch der Moment der Siegerehrung.
Zum Quartett gehören die beiden Brüderpaare Claude und Antoine Castella sowie Christophe und Yvan Oberson, die schon lange ihrem Motto treu sind: «Entweder zu viert oder gar nicht.» Begleitet werden die vier vom dritten Bruder der Familie Castella, Michel, der die Fahne in den Farben des Kantons trägt. Während vor dem Festival noch unklar war, ob sie auch nächstes Jahr wieder die Reise nach Nendaz antreten würden, hat der Sieg alle Zweifel aus dem Weg geräumt. Eins steht fest: Sie werden 2027 versuchen ihren Titel zu verteidigen.
Schlussklassement
1. Quatuor l’Echo du Tunnel (FR) 2. Stofer Thomas (LU) 3. Duo FreMa (ZU) 4. Quatuor de la Tournette (France) 5. Trio de la Tournette (France) 6. Hans Matt (AG) 7. Formation Les Sonneurs de Savoye (France) 8. Monory Patricia (VS) 9. Devènes Benjamin (VS) 10. Frossard Jessica (FR)
Für weitere Informationen
Baptiste Constantin, Direktor Nendaz Tourisme und OK-Präsident:
baptiste.constantin@nendaz.ch
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