Wildnispark Zürich: Mehr Licht ins Dunkel mit Fotofallen (CH)

21. Oktober 2010

 An einem Junimorgen tappt dieser Rothirsch im Bast am Albishorn in eine der Fotofallen.

Medienmitteilung 18/2010 aus dem Wildnispark Zürich

Die nachtaktiven Wildtiere im Sihlwald sind schwierig zu entdecken. Um diese Arten zu erfassen, führte die Studentin Jasmin Schnyder von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW in Wädenswil zusammen mit Mitarbeitenden des Wildnispark Zürich eine Arbeit aus, die auf der Fotofallentechnik basiert.

Arten, die tagsüber unterwegs sind, können oft in Direktbeobachtungen erfasst werden. Vor allem nachts aktive Arten hingegen geben noch immer viele Rätsel auf. Um ihnen auf die Spur zu kommen, sind in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Techniken entwickelt worden. Eine davon ist die Fotofallentechnik, die dank der digitalen Revolution nun Möglichkeiten bietet, etwas „Licht ins Dunkel der Nacht“ zu bringen.

Um die Artenpalette, die Verteilung im Raum und die tageszeitliche Verteilung mittelgrosser bis grosser Säugetiere im Sihlwald zu erfassen, wurden zwischen März und Juni während 548 so genannter Fallennächte insgesamt 20 handelsübliche Fotofallen gestellt. Die Arbeit wurde ausgeführt von Jasmin Schnyder, angehende Umweltingenieurin am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW in Wädenswil. Unterstützt durch Mitarbeitende des Wildnisparks Zürich und der Fachstelle WILMA der ZHAW stellte sie die 20 Fallen in zwei Transekten, die von der Sihl bis zur Kante der Albsikette führten. Neben der Artenpalette interessierte die Frage, ob sich Wildtiere mit einem Lockstoff vor die Kamera lotsen liessen oder ob ihnen der gewählte Lockstoff egal ist. So wurde einer der Transekten mit Lockstöcken versehen, der andere nicht.

Reh, Dachs und Fuchs
Trotz einiger technischer Probleme gelang es, insgesamt 168 Fotos herzustellen, auf denen das fotografierte Tier identifiziert werden konnte. Die Artenpalette ist mit 7 Säuger- und 4 Vogelarten vielfältig. Mit rund 40 Prozent der Bilder liegt das Reh vorne, gefolgt vom Dachs mit genau einem Drittel aller Fotos. Der Fuchs löste einen exakten Sechstel aller Bilder aus. Sechsmal liefen Steinmarder in die Fotofalle, und in Einzelbilder wurden Eichhörnchen, Waldmaus sowie Mäusebussard, Kohlmeise oder Stockente erfasst.

Verschiedene erwartete Arten, wie Hermelin oder Iltis konnten nicht registriert werden, und die leise Hoffnung, einen Baummarder zu erfassen, hat sich nicht erfüllt. Alle drei Arten können bei späteren Wiederholungen noch auftauchen.

Huftiere mögen Baldrian
Nicht erwartet werden konnte hingegen der Rothirsch. Obwohl die Art die Albiskette allmählich wieder besiedelt und somit auch im Wildnispark Zürich Sihlwald lebt, hielten es die Projektverantwortlichen für wenig wahrscheinlich, dass die scheuen Hirsche die Kameras auslösen würden. Zu Hilfe kam da offenbar der Lockstoff Baldrian. Während Füchse und Dachse sich in dieser Untersuchung kaum für den Lockstoff interessierten, scheint er für Huftiere attraktiv zu sein. Was, fragen wir uns, macht Baldrian für Huftiere interessant? Noch wissen wir es nicht!

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18
oder christian.stauffer@wildnispark.ch

Klaus Robin, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW in Wädenswil; Leiter der Fachstelle für Wildtier- und Landschaftsmanagement WILMA Tel. 058 9345788 oder klaus.robin@zhaw.ch

Weitere Informationen zum
Wildnispark Zürich auf www.Ausflugsziele.ch


Wildnispark Zürich: Die erste Bauetappe der Erneuerung und Erweiterung im Langenberg West ist abgeschlossen.(CH)

30. September 2010
Die neue Schauanlage der Elche mit Biotop im Wildnispark Zürich

Die neue Schauanlage der Elche mit Biotop im Wildnispark Zürich

Medienmitteilung 17/10 aus dem Wildnispark Zürich

Grosses Herbstfest im Wildnispark Zürich
Die erste Bauetappe der Erneuerung und Erweiterung im Langenberg West ist abgeschlossen. Anlässlich des grossen Herbstfests vom Sonntag, 3. Oktober wird das neue Elchhaus eingeweiht. Weitere Höhepunkte aus dem Festprogramm sind die Lesungen von Federica de Cesco und der Auftritt der Band «Schtärneföifi».

Seit Mitte Mai wurde im Westteil des Langenbergs kräftig gebaggert und umgegraben. Alte und mehrheitlich baufällige Gehegeteile mussten erneuert werden, die Elche sind in eine grosszügige Anlage umgezogen und die Wisente haben ein neues Zuhause erhalten. Als zentrales Element des Bauprojekts entstand im Eingangsbereich bei der grossen Holzbrücke ein neues Elchhaus mit Ausstellung und direktem Einblick in die Tieranlage.

Vom Elchfieber gepackt
Die neue Ausstellung befasst sich zum einen mit dem Elch als Wildtier und dessen aktueller Verbreitung, zum anderen wird das ehemals einheimische Tier als Kult- und Sammlerobjekt thematisiert. An den drei verschiedenen Themenstationen «Elch-Test», «Elch-Land» und «Elch-Alarm» lässt sich auf spielerische Weise Überraschendes, Beeindruckendes und Witziges rund um den Elch erfahren. Durch den Einblick können die BesucherInnen ihr neues Wissen direkt am lebenden Elch studieren.

Festprogramm
Neben der Eröffnung des Elchhauses finden im Langenberg West Lesungen von Federica de Cesco statt. In der mongolischen Jurte erzählt sie von mutigen Mädchen und wilden Pferden. In Sihlwald erfreut die Kinderband «Schtärneföifi» das junge Publikum mit zwei Konzerten. Die Sihltal-Zürich-Üetlibergbahn bringt die BesucherInnen den ganzen Tag im 20-Minuten-Takt in den Wildnispark Zürich und zurück.

Weitere Informationen unter http://www.wildnispark.ch.
Für weitere Auskünfte zum Fest: Judith Falusi, Tel. 044 722 55 26

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Vier mal vier Pfoten auf Erkundungstour (CH)

7. September 2010

Die am 14. Juli im Zoo Zürich geborenen Indischen Löwen haben begonnen, ihre „Welt“ zu erweitern: Wenn auch ihre Schritte noch sehr tapsig sind, sind sie mobiler geworden. Seit ein paar Tagen haben sie Zugang zur Innenanlage, und ihre Neugier lässt sie hier erste Entdeckungsreisen unternehmen. Ihre Mutter JOY verfolgt dieses Treiben sehr aufmerksam, und wie schon bei ihren ersten beiden Jungen hat sie einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Nähert man sich der Scheibe zu stark, macht sie Scheinangriffe, und wird ihr die Situation zu unübersichtlich, trägt sie die Jungen noch zurück in die Wurfbox.

Die Jungen sind nun für die Besucher im Löwenhaus aus sicherer Distanz sichtbar (wenn sie in der Wurfbox schlafen, sieht man sie auf dem Monitor). Wir bitten um Verständnis dafür, dass – falls JOY und ihre vier Jungen etwas mehr Ruhe brauchen – wir das Haus temporär schliessen.

An der Pressekonferenz vom 15. September werden die Namen für die vier Jungtiere bekanntgegeben.

Für Fragen stehen zur Verfügung:
Dr. Alex Rübel, Direktor, Tel. 044 254 25 00
Dr. Robert Zingg, Kurator, Tel. 044 254 25 00
Text und Fotos sind elektronisch erhältlich unter http://www.zoo.ch/medien

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Vielfältiger Lebensraum für Wildbienen im Wildnispark Zürich (CH)

3. September 2010

Rund um das Besucherzentrum in Sihl-wald sind verschiedene Nisthilfen für Wildbienen aufgestellt.

Medienmitteilung 15/2010 aus dem Wildnispark Zürich

Sinnvolle Nisthilfen
Nicht nur Hummeln fühlen sich wohl im Gebiet des Wildnispark Zürich. Unzählige Wildbienenarten richten hier in Baumhöhlen, Totholzstämmen, Steinspalten und hohlen Pflanzenstängeln Brutplätze ein. Als sinnvolle Ergänzung dazu stehen an verschiedenen Stellen rund um das Besucherzentrum in Sihlwald Nisthilfen. Die sogenannten «Wildbienenhotels» bestehen aus verschiedenen Materialen wie Holz, Stein, Ton und Lehm und verfügen über vorgebohrte Löcher, die als Brut-kammern dienen. Von der Cafeteria aus ist es möglich, die Wildbienen bei ihrer «Arbeit» zu beobachten. Für etwa einen Sechstel aller Wildbienenarten in der Schweiz ist diese direkte Unterstützung von Menschenhand nützlich, da ihr natür-licher Lebensraum durch die intensive Bodennutzung und den steigenden Bo-denbedarf von Jahr zu Jahr schwindet.

Vielfältiger Lebensraum für Wildbienen
Auf den ersten Blick lässt sich nicht erahnen, welche Bedeutung die kurz-lebigen Wildbienen auf das Leben der Menschen haben. Doch ohne ihre fleissige Arbeit wäre das Leben auf der Erde nicht von Dauer. Das Gebiet des Wildnispark Zürich bietet ihnen einen vielfältigen Lebensraum. Wildbienen sind die wichtigsten Übermittler von Blütenstaub und Pollen und tra-gen wesentlich zum Fortbestand vieler Nutz- und Futterpflanzen bei. Ohne ihre Arbeit gäbe es kaum noch Früchte und Gemüse. Insbesondere gefährdete und seltene Pflanzen werden statt von der bekannten «Honigbiene» von Wildbienen bestäubt.

Kraftpaket mit Fell
Besonders auffällige Wildbienen, die im Wildnispark Zürich leben, sind die Hum-meln. Zu dieser Gattung gehören in der Schweiz rund 30 von insgesamt 600 ver-schiedenen Wildbienenarten. Die grossen, äusserst fleissigen Insekten sind auf offene Flächen mit lockerem Untergrund angewiesen, da sie ihre Nester im Bo-den bauen und die Eier hinein legen. Die sandige und offenporige Erde auf dem Areal des Besucherzentrums in Sihlwald bietet insbesondere den Erdhummeln einen idealen Lebensraum.

Im Gegensatz zu anderen Wildbienenarten fliegen Hummeln bereits sehr früh im Jahr, denn sie sind kälteresistent und ertragen auch Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Diese Eigenschaft verdanken sie neben ihrem isolierenden Fell auch ihrer kräftigen Flugmuskulatur. Zur Aufwärmung des Körpers können sie diese von den Flügeln abkoppeln und im Leerlauf arbeiten lassen.

Anleitungen, wie Sie selber eine Beitrag zum Wildbienenschutz leisten können, finden Sie unter: http://www.pronatura.ch.

Weitere Auskünfte:
Susanne Hofmann,
Leiterin Besucherzentrum Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 14 oder susanne.hofmann@wildnispark.ch

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Die Markierung der Kernzone im Sihlwald ist abgeschlossen (CH)

12. August 2010

Medienmitteilung 14/2010 aus dem Wildnispark Zürich

Stets auf dem richtigen Weg
Die Markierung der Kernzone im Sihlwald ist abgeschlossen. Sie ist ein wichtiger Teil der Besucherinformation und -lenkung, mit der der gesamte Park einheitlich beschriftet worden ist. Damit ist der Wildnispark Zürich in der Umsetzung der geltenden Schutzverordnung einen wesentlichen Schritt weiter.

Wer durch den Sihlwald wandert, kann seit einiger Zeit an einzelnen Bäumen orange Markierungen wahrnehmen. Sie bezeichnen den Umriss der sogenannten Kernzone – jenes Gebiet, in dem ein Weggebot gilt und Flora und Fauna ganzheitlich geschützt werden. Diese Kernzonen-Markierung ist ein wesentlicher Teil der Umsetzung der Schutzverordnung des Kantons Zürich (SVO), die im Oktober 2008 in Kraft getreten ist. Damit die darin festgelegten Regelungen befolgt werden, sind seit Januar 2009 eine Rangerin und zwei Ranger im Wildnispark Zürich Sihlwald unterwegs. Neben ihrer Aufsichtstätigkeit stehen sie den BesucherInnen vor allem auch als kompetente Ansprechpersonen für Fragen rund um den Sihlwald zur Verfügung.

Positive Besucherlenkung
Neben der Umsetzung der Naturschutzziele im Rahmen der SVO ist auch die umfassende Information und entsprechende Lenkung der BesucherInnen ein wichtiges Ziel des Wildnispark Zürich. Dafür wurden einheitlich orange-schwarze Stelen und Wegweiser entwickelt. Diese bezeichnen einerseits die einzelnen Gebiete, andererseits bieten sie eine Orientierungshilfe. Wichtig sind vor allem die Informationen, die zeigen, auf welchen Wegen Reiten und Velofahren erlaubt ist oder wo Hunde zum Schutz der heimischen Wildtiere an der Leine geführt werden sollen. Der Wildnispark Zürich hat bewusst auf eine positive Lenkung anstelle von Verboten gesetzt. So sind die erlaubten Velo- und Reitwege bezeichnet.

Weitere Auskünfte:
Isabelle Roth,
stv. Geschäftsführerin,
Tel. 044 722 55 17

Bilder zum Download unter: http://www.wildnispark.ch/medien

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Wildnispark Zürich auf www.Ausflugsziele.ch


Blick in den Rucksack eines Rangers – Internationaler Rangertag (CH)

27. Juli 2010

Medienmitteilung 13/10 aus dem Wildnispark Zürich

Am Samstag, 31. Juli informieren die Ranger des Wildnispark Zürich über ihre vielfältige Arbeit im Sihlwald. Die Aktion ist Teil des ersten internationalen Rangertages, an dem sich weltweit Ranger aus verschiedenen Schutzgebieten beteiligen.

Am Samstagnachmittag stellen die Ranger des Sihlwaldes verschiedene Aufgaben und Tätigkeiten aus ihrem Berufsalltag vor. Auf spielerische Art erklären sie den Besucher/innen, was ihre Arbeit beinhaltet und mit welchen Hilfsmitteln sie über den Wildnispark Zürich informieren. In ihrem Rucksack bringen sie vielfältige Spiele mit, die Gross und Klein Interessantes über die Geschichte des Sihlwaldes und die Herausforderungen eines Rangers selber erfahren lassen. Das Ranger-Team ist bei trockenem Wetter von 13.30 bis 16 Uhr beim Aussichtsturm Hochwacht auf dem Albisgrat anzutreffen.

Internationaler Rangertag

Mit dieser Aktion beteiligt sich der Wildnispark Zürich am internationalen Rangertag, der in diesem Jahr erstmals durchgeführt wird. Von Afrika bis Kanada führen Ranger aus den unterschiedlichsten Schutzgebieten Veranstaltungen durch, die ihre Arbeit der Öffentlichkeit präsentieren.

Weitere Auskünfte:
Nicole Aebli, Rangerin & Vorstands-Mitglied «Swiss Rangers»,
Tel. 044 722 55 20 oder nicole.aebli@wildnispark.ch
Links: http://www.wildnispark.ch; http://www.swiss-rangers.ch
Sihlwald, 27. Juli 2010

Bild zur Medienmitteilung
Download unter http://www.wildnispark.ch/medien

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Zoo Zürich: Die 4 jungen Löwen sind wohlauf!

20. Juli 2010

Die 4 jungen Löwen, die letzte Woche im Zoo Zürich zur Welt kamen sind, sind wohlauf und können ab sofort auf der Webcam des Zoos (www.zoo.ch) in der Wurfboxe beobachtet werden. Vielfach sind in den letzten Tagen im Zoo Zürich Anfragen eingegangen, wie denn diese 4 Löwen heissen.

Wie heissen die jungen Löwen im Zoo Zürich?
Mit wenigen Ausnahmen sind die Tiere im Zoo Zürich individuell gekennzeichnet. Sie tragen Ringe, haben ein unverwechselbares Farbmuster oder haben – unsichtbar – einen Mikrochip. Bei vielen Tieren gehört zur individuellen ‚Markierung’ auch ein Name. Die Namensgebung folgt dabei festen Regeln: Die Namen der in einem Jahr geborenen Tiere fangen mit dem gleichen Buchstaben an, und da wir im Jahr 2000 wieder am Anfang des Alphabetes waren, erhalten die Jungtiere von 2010 einen Namen, der mit ‚K’ beginnt. Zudem verwenden wir nicht für Menschen gängige Namen, sondern Namen, die einen geografischen Bezug zum Herkunftsgebiet der Tierart haben, wie geografische Bezeichnungen (Berge, Flüsse, Städte,..) oder spezielle Wörter aus der dort heimischen Sprache.

Vier noch namenlose Löwenjunge
Löwen gelten als die Könige (und Königinnen) der Tiere, entsprechend würdig und klangvoll sollen auch ihre Namen sein. Dies gilt besonders auch für die Zürcher Löwen, denen ja die Ehre zufällt, das Zürcher Wappen zu halten. Noch wissen wir das Geschlecht der Jungen nicht, das werden wir erst bei der ersten veterinärmedizinischen Kontrolle in 7 bis 8 Wochen erfahren. Wir suchen nun schöne und geeignete Namensvorschläge für die 4 am 14. Juli geborenen Löwenkinder. Bis am 3. September 2010 können Vorschläge eingereicht werden (zoo@zoo.ch; Zoo Zürich, Zürichberggstrasse 221, 8044 Zürich), eine kleine Jury wird dann eine Auswahl treffen. Die Gewinner des Wettbewerbs werden zu einem Besuch bei den Löwen im Zoo Zürich eingeladen. Wird ein Name mehrfach genannt, bestimmt das Los den jeweiligen Sieger. Über die Entscheide wird keine Korrespondenz geführt.

Für Fragen stehen zur Verfügung:
Dr. Alex Rübel, Zoodirektor, Tel. 044 254 25 00
Dr. Robert Zingg, Kurator, Tel. 044 254 25 00
Text und Foto sind elektronisch erhältlich unter http://www.zoo.ch/medien

Weitere Informationen zum
Zürich Zoo auf www.Ausflugsziele.ch


Lebensraum dank dynamischem Wechselspiel (CH)

28. Juni 2010

Wildnispark Zürich: Frei fliessende Flüsse bahnen sich ihren Weg ins Tal mit vielen Schlaufen. Im Wechselspiel von Hoch- und Niederwasser entstehen und vergehen dabei unterschiedliche Lebensräume. Obwohl die Sihl ein gezähmter Fluss ist, bestehen hier doch Orte, welche die Bedürfnisse von anspruchsvollen Tierarten wie Ringelnatter und Geburtshelferkröte erfüllen.

Im Frühling, nach heftigen Regenfällen und nach der Schneeschmelze in den Bergen, füllen sich die Bäche und es entstehen kleinere oder grössere Hochwasser. Dies führt an frei fliessenden Flüssen zu Tümpeln, die sich schnell mit Leben füllen.

An der Sihl im unteren Sihltal hat man nach Einstellung der Wasserkraftnutzung begonnen, die früheren Fabrikkanäle in neue Lebensräume umzuwandeln und kleinere Weiher anzulegen. So entstanden verschiedene, vegetationsreiche Wasserstellen, die sich jeweils im Frühling als bedeutende Laichgebiete für Amphibien wie die Geburtshelferkröte erweisen. Gegen Sommer werden diese flachen, ruhigen Stellen auch von Ringelnattern und anderen Reptilien als Jagdgebiete genutzt. Ebenso sind zahlreiche besonnte Stellen und Asthaufen entlang der Sihl ein wichtiger Lebensraum für diese wärmeliebenden Tiere.

Tümpel beschleunigen Entwicklung
Die Population der Geburtshelferkröte ist in der ganzen Schweiz klein. Auch im Sihltal sind die Bestände nicht sehr gross, verglichen mit anderen Standorten aber doch zufrieden stellend. Wenn es wärmer wird, sind die kleinen Weiher entlang der Sihl voll von emsig schwimmenden Kaulquappen, deren Larven das Geburtshelferkröte-Männchen zuvor abgeladen hat. Dort sind sie weitgehend geschützt vor Fressfeinden wie Fischen, wasserlebenden Käfern oder Gross-Libellen-Larven. Das feuchtwarme Klima im seichten Gewässer hilft auch, die Stoffwechselvorgänge und damit die Entwicklung zu beschleunigen. Bis die Tümpel durch die Sommerhitze austrocknen, sind aus den Kaulquappen bereits kleine nachtaktive Geburtshelferkröten geworden.

Bei Gefahr ins Wasser
Auch die Ringelnatter ist auf einen Lebensraum mit vielfältigen, wechselnden Strukturen angewiesen. Im April löst sie sich aus der Winterstarre, die sie unter Blätter- oder in Komposthaufen mit dichter Vegetation verbracht hat. Ein Sonnenbad an vegetationsärmeren Orten ist für sie am Morgen wichtig, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Nahrung findet die Ringelnatter sowohl an Land als auch im Wasser. Sie frisst Amphibien und Fische, die sie ganz verschluckt und anschliessend verdaut. Gerät sie selber in Gefahr, flüchtet sie ins Wasser – ein weiterer Grund, an feuchten Standorten wie Flüssen und Bächen zu siedeln. Die Ringelnattern im Sihltal weisen eine Besonderheit auf: Sie sind so genannte Schwärzlinge, denen der charakteristische helle Fleck hinter dem Kopf fehlt.

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18 oder
christian.stauffer@wildnispark.ch

Weitere Informationen zum
Wildnispark Zürich auf www.Ausflugsziele.ch


Grösstes Anakondaskelett der Schweiz (CH)

8. Juni 2010

Die Sammlung der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) ist um ein eindrückliches Exponat erweitert worden.

Am Montag übergab der Präparator Urs Oberlin das 4,45 Meter lange Skelett einer Anakonda an Notker Helfenberger, Dozent der PHTG. Die Schlange lebte im Abenteuerland WALTER ZOO Gossau, verstarb vor vier Jahren altershalber und wurde dann vom Zoo zur Verfügung gestellt.

Der erste Teil der Präparation wurde im Rahmen eines Biopraktikums von Lernenden der PHTG durchgeführt. So musste jeder einzelne Knochen komplett vom Fleisch gesäubert werden. Urs Oberlin erhielt dann die rund 1‘000 Einzelteile um sie wieder zu einem vollständigen Skelett zusammenzufügen. Das 4,45 Meter lange Skelett besitzt 314 Wirbel und 250 Rippenpaare. Es ist eines der wenigen Exemplare, das eine Schlange in der ganzen Länge zeigt. Schlangen werden sonst meistens aufgerollt präpariert.

Abenteuerland
WALTER ZOO AG GOSSAU
Neuchlen 200
CH-9200 Gossau SG 2
Fon +41 (0)71 387 50 50
Fax +41 (0)71 387 50 65
Direktwahl +41 (0)71 387 50 68
marketing@walterzoo.ch
http://www.walterzoo.ch

Weitere Informationen zum Abenteuerland Walter Zoo auf
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Greifvögel erleben im Wildnispark Zürich (CH)

3. Juni 2010

An jedem Sonntag im Juni sind im Wildnispark Zürich Langenberg besondere Akrobaten der Lüfte zu Gast. Das Falknerteam um Steven Diethelm führt in die faszinierende Welt der Greifvögel ein und lässt die Besucher/innen die Tiere aus nächster Nähe erleben.

Mit ihrem kräftigen Körperbau, stark gebogenen Krallen und einem hakenförmigen Schnabel gelten Greifvögel wie Falken und Bussarde seit jeher als Könige der Lüfte. Der erfahrene Falkner und Wildhüter Steven Diethelm stellt diese Vögel im Flug wie auch aus nächster Nähe vor und vermittelt Informationen rund um das Verhalten, die Nahrungssuche und die Lebensweise von Greifvögeln. Zudem bereichert er seine Darbietungen mit stimmungsvollen Jagdhornklängen und kulturhistorischen Aspekten zu diesen Tieren.

Die Greifvogel-Darbietungen finden jeweils um 11 Uhr und 15 Uhr auf der Wiese im Langenberg West statt. Allerdings kann die Veranstaltung nur bei gutem Flugwetter, das heisst bei trockenen Verhältnissen, durchgeführt werden. Informationen dazu folgen jeweils am Samstag vorher unter Tel. 1600, Rubrik «öffentliche Anlässe» und auf http://www.wildnispark.ch.

Der Eintritt für Erwachsene beträgt CHF 15.-, für Kinder CHF 5.-.
Daten: Sonntag, 6. Juni, 13. Juni, 20. Juni, 27. Juni, jeweils 11 Uhr und 15 Uhr

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18 oder
christian.stauffer@wildnispark.ch
http://www.wildnispark.ch

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