Lebensraum dank dynamischem Wechselspiel (CH)

28. Juni 2010

Wildnispark Zürich: Frei fliessende Flüsse bahnen sich ihren Weg ins Tal mit vielen Schlaufen. Im Wechselspiel von Hoch- und Niederwasser entstehen und vergehen dabei unterschiedliche Lebensräume. Obwohl die Sihl ein gezähmter Fluss ist, bestehen hier doch Orte, welche die Bedürfnisse von anspruchsvollen Tierarten wie Ringelnatter und Geburtshelferkröte erfüllen.

Im Frühling, nach heftigen Regenfällen und nach der Schneeschmelze in den Bergen, füllen sich die Bäche und es entstehen kleinere oder grössere Hochwasser. Dies führt an frei fliessenden Flüssen zu Tümpeln, die sich schnell mit Leben füllen.

An der Sihl im unteren Sihltal hat man nach Einstellung der Wasserkraftnutzung begonnen, die früheren Fabrikkanäle in neue Lebensräume umzuwandeln und kleinere Weiher anzulegen. So entstanden verschiedene, vegetationsreiche Wasserstellen, die sich jeweils im Frühling als bedeutende Laichgebiete für Amphibien wie die Geburtshelferkröte erweisen. Gegen Sommer werden diese flachen, ruhigen Stellen auch von Ringelnattern und anderen Reptilien als Jagdgebiete genutzt. Ebenso sind zahlreiche besonnte Stellen und Asthaufen entlang der Sihl ein wichtiger Lebensraum für diese wärmeliebenden Tiere.

Tümpel beschleunigen Entwicklung
Die Population der Geburtshelferkröte ist in der ganzen Schweiz klein. Auch im Sihltal sind die Bestände nicht sehr gross, verglichen mit anderen Standorten aber doch zufrieden stellend. Wenn es wärmer wird, sind die kleinen Weiher entlang der Sihl voll von emsig schwimmenden Kaulquappen, deren Larven das Geburtshelferkröte-Männchen zuvor abgeladen hat. Dort sind sie weitgehend geschützt vor Fressfeinden wie Fischen, wasserlebenden Käfern oder Gross-Libellen-Larven. Das feuchtwarme Klima im seichten Gewässer hilft auch, die Stoffwechselvorgänge und damit die Entwicklung zu beschleunigen. Bis die Tümpel durch die Sommerhitze austrocknen, sind aus den Kaulquappen bereits kleine nachtaktive Geburtshelferkröten geworden.

Bei Gefahr ins Wasser
Auch die Ringelnatter ist auf einen Lebensraum mit vielfältigen, wechselnden Strukturen angewiesen. Im April löst sie sich aus der Winterstarre, die sie unter Blätter- oder in Komposthaufen mit dichter Vegetation verbracht hat. Ein Sonnenbad an vegetationsärmeren Orten ist für sie am Morgen wichtig, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Nahrung findet die Ringelnatter sowohl an Land als auch im Wasser. Sie frisst Amphibien und Fische, die sie ganz verschluckt und anschliessend verdaut. Gerät sie selber in Gefahr, flüchtet sie ins Wasser – ein weiterer Grund, an feuchten Standorten wie Flüssen und Bächen zu siedeln. Die Ringelnattern im Sihltal weisen eine Besonderheit auf: Sie sind so genannte Schwärzlinge, denen der charakteristische helle Fleck hinter dem Kopf fehlt.

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
Tel. 044 722 55 18 oder
christian.stauffer@wildnispark.ch

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Grösstes Anakondaskelett der Schweiz (CH)

8. Juni 2010

Die Sammlung der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) ist um ein eindrückliches Exponat erweitert worden.

Am Montag übergab der Präparator Urs Oberlin das 4,45 Meter lange Skelett einer Anakonda an Notker Helfenberger, Dozent der PHTG. Die Schlange lebte im Abenteuerland WALTER ZOO Gossau, verstarb vor vier Jahren altershalber und wurde dann vom Zoo zur Verfügung gestellt.

Der erste Teil der Präparation wurde im Rahmen eines Biopraktikums von Lernenden der PHTG durchgeführt. So musste jeder einzelne Knochen komplett vom Fleisch gesäubert werden. Urs Oberlin erhielt dann die rund 1‘000 Einzelteile um sie wieder zu einem vollständigen Skelett zusammenzufügen. Das 4,45 Meter lange Skelett besitzt 314 Wirbel und 250 Rippenpaare. Es ist eines der wenigen Exemplare, das eine Schlange in der ganzen Länge zeigt. Schlangen werden sonst meistens aufgerollt präpariert.

Abenteuerland
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Greifvögel erleben im Wildnispark Zürich (CH)

3. Juni 2010

An jedem Sonntag im Juni sind im Wildnispark Zürich Langenberg besondere Akrobaten der Lüfte zu Gast. Das Falknerteam um Steven Diethelm führt in die faszinierende Welt der Greifvögel ein und lässt die Besucher/innen die Tiere aus nächster Nähe erleben.

Mit ihrem kräftigen Körperbau, stark gebogenen Krallen und einem hakenförmigen Schnabel gelten Greifvögel wie Falken und Bussarde seit jeher als Könige der Lüfte. Der erfahrene Falkner und Wildhüter Steven Diethelm stellt diese Vögel im Flug wie auch aus nächster Nähe vor und vermittelt Informationen rund um das Verhalten, die Nahrungssuche und die Lebensweise von Greifvögeln. Zudem bereichert er seine Darbietungen mit stimmungsvollen Jagdhornklängen und kulturhistorischen Aspekten zu diesen Tieren.

Die Greifvogel-Darbietungen finden jeweils um 11 Uhr und 15 Uhr auf der Wiese im Langenberg West statt. Allerdings kann die Veranstaltung nur bei gutem Flugwetter, das heisst bei trockenen Verhältnissen, durchgeführt werden. Informationen dazu folgen jeweils am Samstag vorher unter Tel. 1600, Rubrik «öffentliche Anlässe» und auf http://www.wildnispark.ch.

Der Eintritt für Erwachsene beträgt CHF 15.-, für Kinder CHF 5.-.
Daten: Sonntag, 6. Juni, 13. Juni, 20. Juni, 27. Juni, jeweils 11 Uhr und 15 Uhr

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
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Wildnis-Safari (CH)

26. Mai 2010

Als Beitrag zum internationalen Jahr der Biodiversität organisiert der Wildnispark Zürich am Sonntag, 30. Mai 2010 die Wildnis-Safari. Fachleute unterstützen kleine und grosse Forscher/innen beim Bestimmen ihrer gefundenen Schätze aus der Natur. Das Rahmenprogramm verspricht Faszination und Unterhaltung.

Bäume, Pilze, Fledermäuse – An über dreissig Forschungsständen zu verschiedenen Tieren und Pflanzen können die Besucher/innen an der Wildnis-Safari die regionale Biodiversität selber entdecken und erleben. Unterstützt werden sie dabei von ausgewiesenen Fachleuten aus diversen Bereichen. Die Stände werden sowohl im Langenberg als auch beim Besucherzentrum, am Sihlufer und im Sihlwald eingerichtet.

Im Rahmen der Wildnis-Safari wird im Langeberg Westteil die renovierte und neu eingerichtete mongolische Jurte wieder eröffnet. Mongolinnen erzählen aus ihrem Alltag und bereiten vor Ort kulinarische Spezialitäten zu.

Faszinierende Auftritte
Der Tag beginnt um 11 Uhr mit einer Greifvogel-Darbietung von Falken, Bussarden, Uhus und Co. Mit Jagdhornklängen untermalt, können ihre Flugkünste aus nächster Nähe beobachtet werden. Als Abschluss des Tages treten in Sihlwald – nach einem Rückblick auf die Höhepunkte der Wildnis-Safari – die «Mammutjäger» auf. Das Comedy-Duo begeistert das Publikum mit seiner «Wildnis-Trailer-Show».

Weitere Auskünfte:
Carmen Herzog, Bildung & Erlebnis,
Tel. 044 722 55 15
Bilder zum Download: http://www.wildnispark.ch/medien

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Keine Angst! Wir stechen nicht! (CH)

17. Mai 2010

Am Mittwoch, 19. Mai, und am Samstag, 22. Mai, finden im Abenteuerland WALTER ZOO Infotage zu den Wildbienen statt.

Das Jahr 2010 wurde von der UNO zum Internationalen Jahr der Biodiversität ausgerufen. Biodiversität ist die Vielfalt des Lebens in all seinen Formen. Auch das Abenteuerland WALTER ZOO engagiert sich aktiv für die Biodiversität und setzt verschiedene Projekte zu diesem Thema um.

Zum Erhalt beitragen
Wildbienen leisten einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung zahlreicher Nahrungspflanzen. In der Schweiz gibt es 580 Wildbienenarten, die Hälfte der Arten ist bedroht. Mit etwas Umgestaltung im Garten oder auf dem Balkon können die Bedingungen für die Erhaltung dieser Tiere wesentlich verbessert werden.

Lernen und Fördern
Die Zoologin Manuela Cadilek gibt am Mittwoch, 19. Mai, von 13:00 bis 17:00 Uhr, und am Samstag, 22. Mai, von 10:00 bis 17:00 Uhr, Auskunft zum Thema Biodiversität und Wildbienen. „Was kann jeder Einzelne zur Erhaltung der Wildbienen tun?“
Zusätzlich bietet Mensch – Natur verschiedene Nisthilfen für den eigenen Garten an und gibt Tipps, wie man die Tierchen am besten anlockt. Am Samstag können Kinder gegen einen bescheidenen Unkostenbeitrag gleich selbst Hand anlegen und eine Nisthilfe stopfen.

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Abenteuerland Walter Zoo: Kindersegen im Kamelstall (CH)

14. Mai 2010

Die Kamelherde im Abenteuerland WALTER ZOO hat kräftig Zuwachs bekommen.

Alle fünf Kamelstuten im Abenteuerland WALTER ZOO haben dieses Jahr ein Fohlen bekommen. Die Mütter Tzuij und Balusha gebaren im März und in der zweiten Aprilhälfte bekamen dann Sahira, Esther und Aisha innerhalb einer Woche je ein Fohlen.

Als Nestflüchter stehen die Jungen bereits nach kürzester Zeit auf eigenen Beinen und sind mit ihren Müttern bereits auf der Kamelweide oder beim täglichen Kamelreiten anzutreffen.
(wazo)

Trampeltiere
Kamel ist übrigens der Begriff für eine ganze Tierfamilie. Bei den Tieren im Walter Zoo handelt es sich um Trampeltiere. Diese haben im Gegensatz zu den ebenfalls zur Gruppe der Altweltkamele gehörenden Dromedaren zwei Höcker. Die Tragzeit bei den Tramepltieren beträgt rund 400 Tage. Entwöhnt werden sie nach rund einem Jahr.

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Vielfältiger Nachwuchs im Wildnispark Zürich (CH)

11. Mai 2010

Kälber, Welpen, Frischlinge – der Wildnispark Zürich ist seit kurzem um zahlreiche Jungtiere reicher. Neben den jungen Sikahirschen, Wölfen, Feldhasen und Wildkatzen, die im April zur Welt gekommen sind, geniesst seit letztem Samstag auch ein Przewalski-Fohlen den Frühling.

Gerade mal vier Tage alt ist der jüngste Nachwuchs im Wildnispark Zürich Langenberg. Noch etwas staksig aber wohlauf bewegt sich das Przewalski-Fohlen über die Weide und erfreut die BesucherInnen. Auch die einmonatigen Sikakälber sind im Rudel auf der Weide gut erkennbar. Etwas mehr Geduld und eine Prise Glück braucht es, die Jungtiere bei den Feldhasen, Wölfen und Wildkatzen zu sehen. Die wenige Wochen alten Tiere geniessen zurzeit noch ihre Nestwärme und zeigen sich dem Publikum eher selten. Packt sie jedoch die Neugierde, wagen sie bereits kurze Ausflüge in die Anlage.

Im Gegensatz dazu sind die Frischlinge, geboren Anfang Februar, je länger je aktiver. Sie bewegen sich oft draussen und sind gut zu beobachten, wenn sie ihre Umgebung erkunden. Ebenfalls ein aufgewecktes Jungtier ist der männliche Fischotter in der Anlage beim Besucherzentrum in Sihlwald, dem man von der Kanzel aus beim Baden im Teich zuschauen kann.

Weitere Auskünfte:
Christian Stauffer
Geschäftsführer Wildnispark Zürich
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Das Abenteuerland WALTER ZOO wird als wissenschaftlich geleiteter Zoo anerkannt (CH)

27. April 2010

Zusammen mit den Zoos Zürich und Basel sowie den Tierparks Goldau und Langenberg ist das Abenteuerland WALTER ZOO das fünfte Mitglied der Vereinigung „zooschweiz“.

Europa- und weltweit vernetzt
Das Abenteuerland WALTER ZOO ist seit langem Mitglied der europäischen Zoovereinigung und der Vereinigung „Wildparks und Zoos der Schweiz“. Die Beteiligung an Erhaltungszuchtprogrammen und der Informationsaustausch ist eine wichtige Aufgabe. Mit der Aufnahme bei „zooschweiz“ ist das Abenteuerland WALTER ZOO nun auch Europa- und weltweit vernetzt und Mitglied der Weltzooorganisation und des Verbandes Deutscher Zoodirektoren (VDZ). Der VDZ und zooschweiz sind wegweisend für die zoologische Entwicklung in Europa.

Qualitativ hochstehende Tierhaltung
Im Abenteuerland WALTER ZOO hat sich in den letzten Jahren viel geändert und auch die Eröffnung der neuen Tigeranlage, der Grössten in der Schweiz, ist lediglich ein Meilenstein. Es wurde und wird viel in die qualitativ hochstehende Tierhaltung investiert. Die Aufnahme bei „zooschweiz“ zeigt, dass dieser Ausbau auch bei Fachleuten Anerkennung findet. Unter den Mitgliedern von „zooschweiz“ findet ein intensiver wissenschaftlicher Austausch statt, von dem nun auch das Abenteuerland WALTER ZOO profitieren kann. Und dies nicht zuletzt auch zum Wohle der Tiere.

Mission von zooschweiz
Pflanzen, Tiere und Menschen bilden gemeinsam und in gegenseitiger Abhängigkeit ein Netzwerk lebender Organismen. Tiere im Zoo sind Botschafter ihrer in der Natur bedrohten Lebensgemeinschaften. Sie helfen, die Notwendigkeiten des Schutzes ihrer Naturräume zu begreifen.zooschweiz leistet einen aktiven Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt . Menschen, die von der Schönheit und der Würde der Wildtiere berührt sind, setzen sich auch für die Erhaltung derer Lebensräume ein.(wazo)

Stefan Specht
Marketing und Events
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Wildnispark-Zürich: Wohnraum für Nachmieter im Altholz

26. April 2010

Alte Bäume sind voller Leben. Auch Vögel profitieren von der Entwicklung zu vermehrten Altholzbeständen im Sihlwald. Der Schwarzspecht findet Nahrung und Futter zugleich. Zieht er weiter, ist seine Nisthöhle begehrt. Neben Dohle, Baummarder, Hornissen und Wildbienen bietet sie auch der Hohltaube wichtigen Wohnraum.

Der Schwarzspecht ist eine Charakterart in ausgedehnten Wäldern. Er bevorzugt alte und kräftige Buchenstämme für den Bau seiner Nisthöhle. Nahrung findet er unter der Rinde und im Holz – es sind vor allem Käfer und deren Larven. Auf diese Weise profitiert er gleich doppelt von den vermehrten Alt- und Totholzbeständen. Verlässt er seinen Standort, stehen die Nachmieter Schlange, denn eine bereits gemachte Höhle ist begehrt. Fledermäuse, Baummarder, Siebenschläfer und diverse Vögel versuchen, die Spechthöhle zu besetzen. Die unscheinbare Hohltaube hat dabei oft einen schweren Stand, sich durchzusetzen.

Unauffälliges Leben, unauffälliger Rückgang
Die Hohltaube ist mit ihrer Körperlänge von 28-32cm und einem Gewicht von 250-300g die kleinste Taubenart in Europa, kleiner auch als die Stadttaube, der sie auf den ersten Blick gleicht. Sie lebt aber wie der Schwarzspecht in altholzreichen Laub-Mischwäldern und, wie ihr Name andeutet, in Baumhöhlen oder auch Felsspalten. Im Gegensatz zum Schwarzspecht sucht sie ihre Nahrung am Boden, wobei sie Beeren, Eicheln und Samen bevorzugt. Zwischendurch bezieht sie für die Nahrungssuche auch landwirtschaftliche Flächen ein. In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es an vielen Orten Anzeichen für einen Bestandeseinbruch. Hauptgründe dürften die Vernichtung natürlicher Lebensräume und der Schwund von Altholzbeständen gewesen sein.

Erholung der Bestände im Sihlwald
Laut Angaben von BirdLife Zürich hat sich der Bestand der Hohltauben im Sihlwald in den letzten zehn Jahren stark erholt. Im Perimeter wurden neue Standorte gemeldet und seit 1988 hat sich die Zahl der Brutpaare sogar mehr als verdoppelt. Nach wie vor lebt die Hohltaube im Sihlwald unspektakulär neben anderen Tieren, welche bunter, lauter oder in grösserer Anzahl auftreten. Sie zeigt jedoch durch ihre Präsenz auf, wie wichtig Altholzbestände sind und dass die Entwicklung des Sihlwalds zum Naturwald Früchte trägt.

Weitere Auskünfte: Christian Stauffer,
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Wildnispark Zürich – Grünes Licht für erste Etappe Langenberg West (CH)

14. April 2010

Der Stiftungsrat hat die erste Etappe der geplanten Erneuerung und Erweiterung im Westteil des Wildnispark Zürich Langenberg freigegeben. Die Etappe umfasst im Wesentlichen die Erneuerung von bestehenden Tieranlagen. Im Mai beginnen die Bauarbeiten mit dem Ziel, dass anlässlich des Herbstfestes vom 3. Oktober 2010 erste Teile eröffnet werden können.

Das Projekt Langenberg West umfasst zwei Etappen; die Erneuerung des bestehenden Teils als erste und die Erweiterung als zweite. Der Westteil des Langenbergs wurde zum 100-jährigen Jubiläum 1969 eröffnet. Er beherbergt heute die grossen einheimischen Wiederkäuer Wisent und Elch, sowie Przewalskipferde, Rehe und Füchse. Der grössere Teil der Anlagen ist vierzig Jahre alt, konzeptionell veraltet und teilweise baufällig. Die Erneuerung dieser Anlagen wurde nun als erster Schritt freigegeben.

Vollständig erneuert werden die Anlagen für Wisente und Elche sowie die beiden Eingangsbereiche zum Westteil. Während die Wisente oberhalb des Betriebsgebäudes einen neuen Platz erhalten, wird die bestehende Elchanlage in ein weiträumiges Schaugehege umgestaltet. Es ist das Ziel, die Erneuerung der Tieranlagen bis Anfang Oktober abzuschliessen, so dass diese zum Herbstfest eingeweiht werden können. Die Gestaltung der Eingänge folgt später.

Erweiterung mit Erlebniswelten
Im Zentrum des gesamten Projekts Langenberg West stehen die Beziehungen zwischen Mensch, Tier und Wildnis. In zwei Etappen, die bis in den Herbst 2011 dauern, werden deshalb vier neue Erlebniswelten aufgebaut. In der ersten Etappe wird der heutige Elchstall vollständig renoviert und mit einem breiten Informationsangebot ausgestattet. Eine weitere Erlebniswelt bildet die mongolische Jurte, welche den Alltag der Nomaden in der Mongolei zeigt. In der zweiten Etappe sollen die «Steinzeitwelt» und «Jagen und Sammeln» entstehen.

Erste Etappe vollständig finanziert
Der Stiftungsrat hat sich zum Bau der ersten Etappe entschieden, da die Erneuerung dringlich ist, diese Anlagen für sich funktionieren und die Finanzierung gesichert ist. Für das Gesamtprojekt zeichnen sich aufgrund der durchgeführten Ausschreibungen wesentlich tiefere Kosten ab als im Kostenvoranschlag angenommen waren. Sie belaufen sich nun auf 4.6 Mio. Franken gegenüber den bisher geschätzten 5.4 Mio. Franken. Für die Umsetzung der zweiten Etappe fehlen noch rund 900’000 Franken. Es besteht Zeit bis im Frühling 2011, diese Summe zusammen zu bringen. Dann könnte der Stiftungsrat die Realisierung der zweiten Etappe plangemäss für 2011 freigeben.

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Für weitere Auskünfte:
Christian Stauffer,
Geschäftsführer Wildnispark Zürich,
ab 16 Uhr Tel. 079 509 32 89.