Ausstellungseröffnung Paul Klee. übermütig. (CH)

8. März 2011
Paul Klee - Springer, 1930, 183 Aquarell und Feder auf Baumwolle auf Holz; originale Rahmenleisten 51 x 53 cm Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee

Paul Klee - Springer, 1930, 183 Aquarell und Feder auf Baumwolle auf Holz; originale Rahmenleisten 51 x 53 cm Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee

Medienmitteilung
8. März 2011

Furioser Auftakt zur neuen Sammlungsausstellung Paul Klee. übermütig im Zentrum Paul Klee ist Roman Signers Installation «Flügel», die leichtfüssig und spielerisch die Thematik der Ausstellung bündelt. Lily Klees Flügel wird hierin zur vibrierenden und klingenden Skulptur und zum Sinnbild des übermütigen wie auch labilen Daseins.

Mit dem Gemälde Uebermut schuf Paul Klee 1939 nicht nur eines seiner bekanntesten Werke, sondern verband darin seine Vorstellungen des kindlichen Spiels mit dem folgenreichen zeitgeschichtlichen Hintergrund. Ein prekärer Balanceakt erhält eine symbolische Bedeutung: Der Seiltänzer und Trommler weist auf den Überfall der deutschen Streitmächte auf Polen und den «übermütigen» Umgang mit dem Krieg. Balance und Gleichgewicht, Akrobatik und Übermut thematisiert Klee in seiner reduzierten Formensprache der letzten Schaffensjahre. Das Gemälde bildet damit den Ausgangspunkt für die Ausstellung Paul Klee. übermütig, mit der erstmals seit drei Jahren wieder eine umfassende Präsentation aus der Sammlung des Zentrum Paul Klee entstanden ist.

Während seiner gesamten Schaffenszeit hat sich Paul Klee auf hintergründige Art mit Themen des Gleichgewichts, der Rhythmik oder dem Blick des Kindes auseinandergesetzt. Mit dem Begriff der «Balance des Seins» greift er die Alltagswelt auf. Immer wieder stellt er die Verhaltensweisen seiner Zeitgenossen ironisch und kritisch dar, zeichnet präzise die Gefährdung und das Scheitern nach und thematisiert die Höhen und Tiefen der menschlichen Psyche. Das Leben – und oft das Dasein des Künstlers – präsentiert Klee als Gratwanderung, wobei etwa der Seiltänzer zur Metapher wird.

Die Ausstellung
Anhand von rund vierzig Werken aus den Beständen des Zentrum Paul Klee und der hier deponierten Sammlungen präsentieren wir eine vielfältige Auswahl zu den Themen Gleichgewicht, Akrobatik, Spiel und Übermut. Gleichzeitig wird die Bedeutung der Welt des Kindes im Schaffen und Denken von Paul Klee sichtbar.

In den seitlichen Räumen folgt die Ausstellung mit weiteren rund 120 Werken zwanglos der Chronologie von Klees Schaffen und bietet einen Überblick zu gestalterischen und inhaltlichen Themenfeldern. Von den frühen Jahren in Bern und München, über die Zeit des Ersten Weltkriegs und der Lehrtätigkeit am Bauhaus in Weimar und Dessau bis in die 1930er Jahre führt die Präsentation zu den grossformatigen Gemälden der letzten Schaffensjahre hin.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Maria-Teresa Cano,
Leiterin Kommunikation und Kunstvermittlung, mariateresa.cano@zpk.org,
Tel. +41 (0)31 359 01 01

Weitere Informationen zur Ausstellung
„Paul Klee. übermütig“ auf www.Ausflugsziele.ch

Weitere Informationen zum Zentrum Paul Klee auf www.Ausflugsziele.ch


Grosses Echo an der ersten Des1gn Messe Bern im Zentrum Paul Klee – Messe für rares und schönes Design Intérieur des 20. Jh. (CH)

7. März 2011

Am vergangenen Wochenende fand in den Räumlichkeiten des Zentrum Paul Klee die erste Berner Design Messe für Vintage-Desing statt. 19 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentierten Designikonen des 20. Jahrhunderts.

Die einmalige Verbindung zwischen Architektur, Kunst und Design hat bei den Besucherinnen und Besuchern ein grosses Interesse hervorgerufen: Das Zentrum Paul Klee verbuchte am Design-Wochenende rund 3000 Eintritte.

Das Publikum reiste aus der ganzen Schweiz an, erfreulicherweise zu einem guten Teil auch aus der Romandie. Liebhaber von rarem und schönem Vintage-Design kamen voll auf ihre Rechnung und manch ein lange gesuchtes Design-Objekt wechselte den Besitzer.

Dieses überaus grosse und positive Interesse veranlasst das Zentrum Paul Klee, die Design Messe Bern in Zukunft weiterzuführen.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Maria-Teresa Cano,
Leiterin Kommunikation und Kunstvermittlung, mariateresa.cano@zpk.org,
Tel. +41 (0)31 359 01 01

Weitere Informationen zum Zentrum Paul Klee auf www.Ausflugsziele.ch


Messe für rares und schönes Design Intérieur des 20. Jh. (CH)

2. Februar 2011

Messe für rares und schönes Design Intérieur des 20. Jh.

Das Zentrum Paul Klee veranstaltet die 1. Berner Messe für rares und schönes Vintage-Design. Vintage-Möbel-Händler und Sammler aus dem In- und Ausland präsentieren Designikonen des vergangenen Jahrhunderts. In der modernen und lichtdurchfluteten Architektur Renzo Pianos präsentiert sich die Design Messe Bern an einem besonderen Ort.

Das Zentrum Paul Klee bietet mit der Design Messe Bern die einmalige Möglichkeit, die Verbindung von Kunst, Architektur und Design zu erleben. Ausgestellt und gehandelt werden Einrichtungsgegenstände, Leuchten, Glasund Keramikwaren, Werbedrucke und Accessoires aus der Zeit Paul Klees und des 20. Jahrhunderts.

Dieses Design-Projekt, das sich an der Grenze zwischen Kultur und Kommerz bewegt, ist nicht nur für das Zentrum Paul Klee Neuland, sondern auch für Bern. Es ist die erste Durchführung einer Vintage-Design Messe in Bern. Dafür ist die Architektur vom Zentrum Paul Klee wie geschaffen. Und auch zu Paul Klee als Künstler und Lehrer am Bauhaus in Dessau lassen sich viele Bezüge zum klassischen Design der Moderne herstellen.

Design und Stil sind Ausdruck von Zeitgeist und greifen gegebenenfalls der Zeit voraus und können so zum Richtungsweiser für künftige Generationen werden. Während zwei Tagen werden im Zentrum Paul Klee die Facetten des Designs der 30er – 80er Jahre beleuchtet.

Samstag, 5. März 2011 / Sonntag, 6. März 2011, 10 – 18 Uhr

Pauschal-Eintrittspreis: CHF 15 / Tag (Design Messe und Ausstellung)
Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: CHF 8 / Tag.
Vorverkauf: http://www.kulturticket.ch; Tel 0900 585 887 (CHF 1.20/Min)

Aussteller / Händler 2011
Modernikon / Kokoska / Kissthedesign / Rayon Roskar / Koen Steen / Thierry Roche / Arbrokerdesign / Florent Saccon / Espacemoderne / Régis Mornay / Plattform32 / CHDesignFurniture / Monopol Design /SUB / Ludovic Lemaître / Bumadesign / g27 Galerie Peter Tellini

Auskunft und Pressetickets
Julia Vincent, Projektverantwortliche Design Messe Bern,
julia.vincent@zpk.org; Tel. +41 (0)31 359 01 70
Maria-Teresa Cano, Leiterin Kommunikation und Kunstvermittlung, mariateresa.cano@zpk.org,
Tel. +41 (0)31 359 01 01

Weitere Informationen zum
Zentrum Paul Klee auf www.ausflugsziele.ch


Vom Lättli zum Hightech-Bob (CH)

1. Februar 2011

Der Citius-Hightech-Bob im Windkanal. Bild ETH Zürich/Pablo Faccinetto.

Medienmitteilung, Schwyz, 01.02.2011

Was haben die Holzkufen des Horämänels, die ausgeklügelte Materialmischung eines Lindauer-Schlittens und der Schweizer Hightech-Bob «Citius» der ETH-Werkstatt gemeinsam? Dieser Frage gehen Martin Annen, Jo Lindauer, Pascal Arnold und die zwei Horämänel-Rennfahrerinnen Vreni Schuler und Fränzi Tschümperlin nach. Die öffentliche Gesprächsrunde findet am Samstag, 5. Februar 2011 ab 14:00 Uhr in der Ausstellung «Schnelle Schlitten» im Forum Schweizer Geschichte Schwyz statt.

Was haben die Holzkufen des Horämänels, die ausgeklügelte Materialmischung eines Lindauer-Schlittens und der Schweizer Hightech-Bob «Citius» der ETH-Werkstatt gemeinsam? Dieser Frage gehen Martin Annen, Jo Lindauer, Pascal Arnold und die zwei Horämänel-Rennfahrerinnen Vreni Schuler und Fränzi Tschümperlin nach. Die öffentliche Gesprächsrunde findet am Samstag, 5. Februar 2011 ab 14:00 Uhr in der Ausstellung «Schnelle Schlitten» im Forum Schweizer Geschichte Schwyz statt.

Nach der Gesprächsrunde können die Besucherinnen und Besucher an einer Art Tischmesse zirkulieren und den jeweiligen Experten Fragen stellen. Die Veranstaltung dauert rund zwei Stunden. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist für Kunden der Schwyzer Kantonalbank bei Vorweisen einer SZKB-Bankkarte kostenlos.

Datum: Samstag, 05. Februar 2011
Zeit: 14:00- 16:00 Uhr
Ort: Forum Schweizer Geschichte Schwyz. (Hofmatt / Zeughausstrasse 5)
Eintritt: CHF 10.- (Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre gratis)

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitveranstaltungsprogramm sind unter http://www.forumschwyz.ch ersichtlich.

Für weitere Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Karin Freitag-Masa,
Marketing & PR, Forum Schweizer Gesichte Schwyz.
T. +41 (0)41 819 60 18 | karin.freitag@snm.admin.ch

Weitere Informationen zum
Schweizerischen Nationalmuseum in Schwyz auf www.Ausflugsziele.ch


Kindermuseum Creaviva: In 101 Tagen eine Welt erfinden. (CH)

25. Januar 2011

In 101 Tagen kreieren die Besucher und Besucherinnen im Kindermuseum Creaviva ihre eigene Welt. «Welt erfinden» heisst die interaktive Ausstellung, die sich als Brücke versteht zu «Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern» im Zentrum Paul Klee. Die Freundschaft zwischen Paul Klee und Franz Marc wurde durch Marcs Tod im ersten Weltkrieg jäh zerrissen. Als Gegenvorschlag zum Albtraum Krieg geht es im Creaviva um Sehnsüchte und Phantasien über eine neue Welt. Welche Träume Berner Jugendliche und Prominente haben, hört, sieht und liest man an der Vernissage von «Welt erfinden» am Mittwoch 26. Januar 2011 um 17 Uhr.

Das Kindermuseum Creaviva konzipierte die interaktive Ausstellung «Welt erfinden» vor dem Hintergrund der neuen Ausstellung «Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern» im Zentrum Paul Klee. Im Fokus der Installation im Loft des Creaviva steht ein gestalterischer Gegenentwurf zum Thema Krieg – dies mit Blick auf den Tod von Franz Marc als Gefechtsopfer 1916 bei Verdun. In 101 Tagen erfinden die Gäste eine Welt nach ihren Vorstellungen. Mit Bausteinen aus Holz, die bemalt, beschriftet oder beklebt werden können, formen die Besucher und Besucherinnen Tag für Tag eine neue Stadtlandschaft. Die Träume von Berner Jugendlichen und Prominenten dienen dabei als Inspirationsquelle.

Die 19 Träumenden werden mit Portraits der Berner Fotografin Sandra Stampfli visualisiert. Die Gesichtslandschaften mit den persönlich verfassten Visionen wecken die Imagination der Gäste und regen zum Nachdenken an. Das Spektrum der formulierten Gedanken reicht von der schlichten Hoffnung auf Freiheit oder Erinnerungen an verstörende Erlebnisse aus der Kindheit bis hin zu sehr persönlichen Anliegen und Wünschen für die Zukunft der Welt oder des eigenen Lebens. Gäste, welche ihre Visionen ebenfalls formulieren möchten, finden im Loft des Creaviva eine digitale Traumstation, um ihre Vorstellungen zu Blatt zu bringen.

An der Vernissage stellen einige Träumende ihren Traum selber vor: Politikerin Hildegard Fässler, Künstler Luciano Andreani, Schauspieler Manfred Liechti und Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Musikalisch umrahmt wird die Vernissage am 26. Januar 2011 um 17 Uhr von Loten Namling und Gilbert Päffgen.

Wer den Dialog zwischen Paul Klee und Franz Marc gestalterisch erfahren will, ist herzlich willkommen, das «Offene Atelier» im Kindermuseum zu besuchen. Unter professioneller Anleitung von Künstlern und Kunstpädagoginnen gestalten Kinder und Erwachsene ihr persönliches Stück Kunst – täglich (ausser Montag) um 12, 14 und 16 Uhr ohne Voranmeldung. Unter dem Titel «Elfe, Adler, Reh?» kreieren die jungen Gäste im Februar einen Wald voller Linien, wo sich farbige Wesen aus einer anderen Welt verstecken. Im März wird unter dem Titel «Bunter als die Wirklichkeit» die Farbenpracht in einem selbst gemalten Bild eingefangen, wie es sich Franz Marc vor hundert Jahren erträumt hätte.

Die Vernissage der interaktiven Ausstellung «Welt erfinden» im Loft des Kindermuseums Creaviva findet am Mittwoch 26. Januar 2011 um 17 Uhr statt.

Kontaktperson:
Urs Rietmann
Leiter Kindermuseum Creaviva
T +41 (0)31 359 01 60
urs.rietmann@zpk.org

Weitere Informationen zum
Kindermuseum Creaviva auf www.Ausflugsziele.ch


Zentrum Paul Klee: Eine Ausstellung über eine berührende Künstlerfreundschaft. (CH)

25. Januar 2011

Paul Klee mit dem Regenbogen. Aquarell auf Kreidegrundierung auf Papier, mit Aquarell eingefasst, auf Karton 17,4 x 20,8 cm. Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern
Paul Klee mit dem Regenbogen. Aquarell auf Kreidegrundierung auf Papier, mit Aquarell eingefasst, auf Karton 17,4 x 20,8 cm. Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern
Zwei im Menschlichen und Künstlerischen verschiedene Temperamente.

«Wenn ich sage wer Franz Marc ist, muss ich zugleich bekennen wer ich bin, denn vieles woran ich Teil nehme, gehörte auch ihm. Menschlicher ist er, er liebt wärmer, ausgesprochener.»
Paul Klee, Tagebuch IV, 1916

Die Freundschaft zwischen Paul Klee und Franz Marc, einem der Begründer des «Blauen Reiter», gehört zu den berührendsten und nachhaltigsten Künstlerbeziehungen der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Die erste Begegnung der beiden Maler im Frühjahr 1912 bildet den Ausgangspunkt einer Freundschaft, die bis zum tragischen Kriegstod Franz Marcs vor Verdun im Jahre 1916 dauert und zwei im Menschlichen und Künstlerischen grundsätzlich verschiedene Temperamente verband.

Der Zusammenklang beider Namen weckt viele Assoziationen, Gedanken an eine Kunst, die mit dem Kreis des «Blauen Reiter» verbunden ist, aber auch Vorstellungen von einem tiefen Einverständnis beider Maler, die sich gegen Konventionen und Traditionen richteten, um künstlerisch einen neuen, eigenen Weg zu finden.

Was verband die beiden Freunde? Den unabhängigen, analytischen Denker Paul Klee und den religiös inspirierten Utopisten Franz Marc? Was teilte Klee, der die Küche der Schwabinger Wohnung zum Atelier umfunktionierte und der sich um den gemeinsamen Sohn kümmerte, während seine Frau mit Klavierstunden den Lebensunterhalt verdiente, mit dem zivilisationsmüden Marc, der seine Zurückgezogenheit auf dem Lande nicht nur mit den vertrauten Tieren, sondern zeitweise auch mit den zwei Geliebten teilte?

Die Ausstellung
Wie begann diese Freundschaft, wie entwickelte sie sich und was bedeutete sie für beide Künstler? Danach fragt die Ausstellung Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern. Sie vereint zum ersten Mal über 100 Werke beider Künstler, darunter eine grosse Anzahl von Meisterwerken aus renommierten Museen in Deutschland und der Schweiz.

Die in enger Zusammenarbeit mit dem Franz-Marc-Museum in Kochel und der Stiftung Moritzburg in Halle entstandene Ausstellung präsentiert diesen facettenreichen Dialog thematisch strukturiert und vertieft die wichtigsten Aspekte: illustrierte Briefe und Postkarten, gemeinsame Projekte, wie die Illustrationen zur Bibel oder die Candide-Zeichnungen von Paul Klee sowie eine Reihe wichtiger Aquarelle, die in der Auseinandersetzung mit der Farbtheorie Robert Delaunays entstanden sind.

Den Höhepunkt der Ausstellung stellen neben den illustrierten Postkarten die Tierdarstellungen von Franz Marc dar, dem Tiermaler der Moderne par excellence. Wie kein anderer Künstler näherte er sich mit den Mitteln der neuen Kunst der «Seele» der Tiere und der Utopie einer paradiesischen Welt an. Pferde, Rehe, Schafe, Stiere werden in Marcs expressiv farbiger Malerei zu Sinnbildern der Ursprünglichkeit und Reinheit.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Maria-Teresa Cano,
Leiterin Kommunikation und Kunstvermittlung,
mariateresa.cano@zpk.org,
Tel. +41 (0)31 359 01 01

Weitere Informationen zum
Zentrum Paul Klee auf www.Ausflugsziele.ch


Zentrum Paul Klee: Verspielt – übermütig – schonungslos (CH)

13. Januar 2011

Das Zentrum Paul Klee (ZPK) setzt im Ausstellungsjahr 2011 auf das Thema «Kind». Ein verspieltes und übermütiges Programm, welches sich mit dem Kind und all seinen Facetten auseinandersetzt: Fantasie, Verspieltheit, Unbekümmertheit und schonungslos direkt. Die verschiedenen Ausstellungen sind in Kooperation mit namhaften internationalen Museen entstanden und garantieren eine hochkarätige Werkschau. Ein Rahmenprogramm in enger Zusammenarbeit mit dem Kindermuseum Creaviva bietet Familien kunstreiche Wochenenden mit den Schwerpunkten Theater, Geschichtenerzählen, Philosophie und Film.

Das Zentrum Paul Klee beginnt das Ausstellungsjahr 2011 mit «Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern». Die Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Franz Marc Museum in Kochel am See (D) und der Stiftung Moritzburg in Halle (D) entstanden ist, kommt nach den beiden Stationen in Deutschland nun nach Bern. Sie ermöglicht einen einzigartigen Einblick in diese fruchtbare Freundschaft. Das Kindermuseum Creaviva zeigt in diesem Kontext die interaktive Ausstellung «Welt erfinden». Während 100 Tagen bauen die Creaviva-Gäste aus Trümmern und Ruinen gemeinsam ihre neue Welt.

Das Jahresmotto «Kind» wird mit «Paul Klee. übermütig», der Sammlungspräsentation 2011, eingeläutet. Die Faszination für die bildnerische Ausdruckskraft von Kindern zieht sich in unterschiedlichsten Akzenten durch Klees gesamtes Schaffen. Einen weiteren Höhepunkt zum Thema bildet die Ausstellung «Klee und CoBrA – ein Kinderspiel», die in Kooperation mit dem Louisiana Museum of Modern Art in Humlebaek (DK) und dem Cobra Museum voor Moderne Kunst in Amstelveen (NL) entstand. Im September wird schliesslich die Ausstellung «Eiapopeia. Das Kind im Klee» den Ausstellungsreigen rund um das Jahresmotto beenden. Das gesamte Programm wird mit interaktiven Ausstellungen und kreativen Workshops im Kindermuseum Creaviva begleitet.

Die äusserst erfolgreiche Reihe der Meisterkonzerte geht dieses Jahr in die vierte Saison. Den Auftakt machen die Berliner Philharmonische Bläsersolisten, im Frühjahr spielt Maria João Pires gefolgt von Janine Jansen im September und dem Trio Zimmermann Anfang November. Das Ensemble Paul Klee hat sich in seinem Programm ganz dem »Kind» verschrieben und begeleitet die Ausstellungen musikalisch. Ein weiteres Highlight ist die erste Design Messe Bern. Möbel und Wohnaccessoires, Designikonen des 20. Jahrhunderts werden von ausgewählten Händlern präsentiert.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Maria-Teresa Cano,
Leiterin Kommunikation und Kunstvermittlung,
mariateresa.cano@zpk.org,
Tel. +41 (0)31 359 01 01

Ausstellungsprogramm 2011

Paul Klee – Franz Marc. Dialog in Bildern
27.1. – 1.5.2011

Paul Klee und Franz Marc lernten sich 1912 in München kennen. Die Begegnung der beiden Maler war Ausgangspunkt für eine Freundschaft, die bis zum Tod Franz Marcs 1916 im Ersten Weltkrieg dauerte. Neben illustrierten Postkarten und getauschten Bildern der Künstler umfasst die Ausstellung einige wichtige Werkgruppen zu gemeinsamen Themen und Motiven. Marcs Vision einer rein geistigen Welt steht das künstlerische Universum Klees gegenüber, reich an Formen und Empfindungen, voller Widersprüche, Vieldeutigkeit und Weisheit.

Paul Klee. übermütig
Sammlungsausstellung 2011
1 1.3.2011 – 18.3.2012

Der Reigen der Ausstellungen zum Jahresmotto 2011 «Kind» wird durch die neue Sammlungsausstellung «Paul Klee. übermütig» eröffnet. Den Ausgangspunkt bildet das berühmte Bild «Uebermut» aus dem Jahr 1939. Spiel, Übermut, Akrobatik und Balance sind Themen der Kleeschen Bildwelt. Den überraschenden Auftakt bildet eine Arbeit von Roman Signer. In einem Anflug von Übermut hat der Künstler den Flügel aus dem Nachlass von Lily Klee in eine federleichte Klanginstallation verwandelt.

Klee und CoBrA – ein Kinderspiel
25.5. – 4.9.2011

Die Faszination für die bildnerische Ausdruckskraft von Kindern zieht sich in unterschiedlichsten Akzenten durch Klees gesamtes Schaffen. Die Entdeckung des bildnerischen Ausdruckspotentials von Kindern war aber auch ein wichtiger Impuls für die Avantgarde und ist bis heute Inspirationsquelle für Künstler. Die Auseinandersetzung mit der Kinderkunst und die direkte Zusammenarbeit mit Kindern, wie die legendäre Bemalung der Wände und Decken des Hauses in Bregneröd nahe Kopenhagen, waren Marksteine in der Entstehung von CoBrA.

Eiapopeia. Das Kind im Klee
21.9.2011 – 19.2.2012

Eine Ausstellung zum Thema Kindheit, die das komplexe Spannungsverhältnis zwischen einem imaginären Universum, wie es ein Kind erschafft, und einem reellen Universum, wie es Erwachsene erfassen, beleuchtet. Ein anhand von mehr als 100 Werken des Künstlers Paul Klee entwickeltes Thema, das zentral für sein Schaffen ist.

Weitere Informationen zum
Zentrum Paul Klee auf www.Ausflugsziele.ch


Himmel, Hölle, Fegefeuer im Forum Schweizer Geschichte Schwyz (CH)

26. Oktober 2010

Altartafel aus Zürich um 1509. © Schweizerisches Nationalmuseum

Bildlegende:
Die Angst vor dem Tod und der Hölle war im Mittelalter allgegenwärtig, nur ein anständiges Leben und ein guter Tod führte in den Himmel. (Altartafel aus Zürich um 1509. © Schweizerisches Nationalmuseum)

Medienmitteilung
Schwyz, 26. Oktober 2010

Wie gewaltig die Angst vor der Hölle im Mittelalter gewesen sein muss, geht die öffentliche Führung der Fachreferentin Lea Schieback nach. Die Führung zum Thema «Aberglaube und Jenseitsvorstellungen im Mittelalter» findet kommenden Sonntag, 31. Oktober 2010 um 11:00 Uhr im Forum Schweizer Geschichte Schwyz statt und zeigt unter anderem auf, wie die Angst vor dem Jenseits geschürt und ausgenutzt wurde.

Im Mittelalter entwickelten sich klare Vorstellungen vom Jenseits und von den verschiedenen Wegen in die ewige Verdammnis oder Herrlichkeit. Vielfältig waren die Überlegungen, wie man durch Lebensweise und irdische Vorleistungen die Hölle abwenden und das Paradies erreichen konnte. Doch wie waren die Vorstellungen der Menschen im Mittelalter im Hinblick auf den Tod? Vor was fürchteten sich die Menschen – und wie konnte man „das Schlimmste“ vermeiden? Was musste beachtet werden im Umgang mit den Toten und wie konnte man sein Seelenheil retten? Diesen Fragen und weiteren Aspekten des mittelalterlichen Lebens geht die Fachreferentin Lea Schieback in der öffentlichen Führung auf den Grund.

Datum: Sonntag, 31. Oktober 2010
Zeit: 11:00 Uhr
Ort: Forum Schweizer Geschichte Schwyz.
Eintritt: CHF 15.- inkl. Führung & Apéro

Für weitere Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Karin Freitag-Masa, Marketing & PR, Forum Schweizer Gesichte Schwyz.
T. +41 (0)41 819 60 18 | karin.freitag@snm.admin.ch

Weitere Informationen zum
Nationalmuseum in Schwyz auf www.Ausflugsziele.ch


Pipilotti Rist ist Publikumsmagnet: Ausstellung im Museum Langmatt, Baden, wird verlängert (CH)

14. Oktober 2010

Augendeckel Pipilotti Rist, Videoinstallation im Esszimmer der Villa Langmatt, Courtesy die Künstlerin und Hau
Augendeckel
Pipilotti Rist, Videoinstallation im Esszimmer der Villa Langmatt,
Courtesy die Künstlerin und Hauser & Wirth
Foto: Andrés Morya

Medienmitteilung Museum Langmatt, Baden

Pipilotti Rist – Schliessen Sie mir das Kleid, hat bisher über 15‘000 Besucherinnen und Besucher angezogen. Zum 20. Geburtstag des Museums ein neuer Besucherrekord! Vor allem Mund-zu-Mund-Propaganda hat dafür gesorgt, dass der Andrang nicht abreisst.

Die Ausstellung wird daher um zwei Wochen bis 30. November 2010 verlängert.

Pipilotti Rist: Schliessen Sie mir das Kleid, danke

Zum 20jährigen Jubiläum des Museums Langmatt gestaltet die Schweizer Film- und Videokünstlerin Pipilotti Rist ein Kaleidoskop der Farben und der poetischen Überraschungen:

Die Künstlerin richtet ihr Augenmerk auf das verborgene Leben in der 1900/01 von Karl Moser erbauten Villa Langmatt. Sie lenkt unseren Blick auf das heute vergessene Paralleluniversum der Dienstboten und schafft stimmige Gegenwelten zu den Bildern der französischen Impressionisten.

Die Villa Langmatt, das Zuhause der Industriellen- und Sammlerfamilie Sidney und Jenny Brown-Sulzer mit ihren drei Söhnen Sidney, John und Harry, war gleichzeitig auch Arbeits- und Wohnort für eine Reihe von Angestellten, die den Haushalt erledigten und Gebäude und Garten pflegten. Pipilotti Rist ist an diesem grundlegenden Aspekt des täglichen Lebens einer grossbürgerlichen Familie interessiert, der in unserer Wahrnehmung von «Geschichte» kaum zum Vorschein tritt und doch so wichtig war für das gesellschaftliche Selbstverständnis.

Fasziniert von Überlagerungen zwischen Alltag und Kunst, haben sich Pipilotti Rist und ihr süsses Team schon öfters mit ehemals bewohnten Orten auseinandergesetzt (zuletzt 2009 im Schloss Werdenberg). Im Gegensatz zur Situation in einem assoziationsfreien White Cube sind für die Künstlerin solche Ausstellungsräume näher am Leben. Sie ergriff daher die Möglichkeit, das Impressionisten- und Wohnmuseum zu bespielen: „Die Villa Langmatt ist ein Sammlungsort, der vor Leben strotzt und dem man die Geschichte anmerkt“

Als ‚Sommergast’ in der 2006 von Rudolf Velhagen initiierten Ausstellungsreihe erlaubte ihr die mehrmonatige, ‚entschleunigte’ Arbeitszeit, sich auf besonders intensive Weise mit der historischen Substanz des Museums Langmatt auseinanderzusetzen.

In der permanenten Sammlung des Museums Langmatt schickt Pipilotti Rist die Besucher in abgedunkelten Räumen auf eine Entdeckungsreise zu den ‚altbekannten’ Meisterwerken der Impressionisten. Sorgfältig komponiertes farbiges Licht sorgt auf dem Rundgang für einen spürbaren sinnlichen Sog, der in einer gross angelegten Spiegelinstallation in der Gemäldegalerie gipfelt. Für das Museum Langmatt entstandene Videoarbeiten bespielen, wie von Geisterhand, Gegenstände und Bilder. Kunst wird zum Bildträger – Abhängigkeiten und Hierarchien verschiedener Kunstgattungen werden dabei in Frage gestellt.

Einen Akt Renoirs, welcher in der permanenten Sammlung nicht präsentiert wird, holte die Künstlerin ans Licht, weil sie durch die Selbstgenügsamkeit und die uneingeschränkte Körperlichkeit der Dargestellten berührt wurde — der nackte Körper ist für sie ein fundamentales und philosophisches Bild.

In den oberen Räumen des Museums präsentiert Pipilotti Rist „Splitterplaneten“ des von ihr im Erdgeschoss geschaffenen Universums und verweist auf weitere Aspekte: Objekte der von der Künstlerin seit Mitte der 80er Jahre angelegten «White Collection» werden vor einem Fenster aufgetürmt: Die billigen Plastikobjekte sehen im Gegenlicht wie verführerische Kristalle aus. Rist verweist mit dieser Installation darauf, dass ästhetische Kategorien, die besagen, was wertvoll und was wertlos ist, letztlich eine rein gesellschaftliche Übereinkunft darstellen.

Mit einer Lounge zum Verweilen und Lesen betont die Künstlerin schliesslich, dass Schönheit und Ästhetik für sie die zentrale Aufgabe hat, die Betrachter zu beruhigen: „Die Langmatt sehe ich als Ruhepol für die Familie Brown, mittlerweile ist die Langmatt ein Ruhepol für die Gemeinschaft. Dies entspricht im Übrigen meiner Überzeugung von Kunst. Kunst ist für mich Kontemplation“.

Schliessen Sie mir das Kleid, danke
Körperlichkeit spielt im Schaffen der Künstlerin eine besondere Rolle. Der Ausstellungstitel‚ Schliessen Sie mir das Kleid, danke verweist auf die extreme Nähe zwischen Bediensteten und Herrschaft, auf den ständigen Berührungskontakt durch dienende, auch zärtliche Hände. Eine Nähe welche, so Pipilotti Rist, von beiden Seiten nur durch eine strenge soziale Hierarchie überhaupt ausgehalten werden konnte.
Themen und Fragestellungen fanden die Künstlerin und ihr Team durch intensive spielerische Auseinandersetzung mit dem Ort. Auf den Spuren der Dienstboten in der Villa Langmatt näherte sie sich den ‚Stummen Zeugen’ im Sinne Nicholas Talebs (Der Schwarze Schwan, München, Hanser, 2008). Indem sie sich dem Thema dieser schier unzähligen helfenden Hände widmet, welche durch ihre dienende Tätigkeit das grossbürgerliche Leben der Familie Brown überhaupt ermöglichten, gibt Rist dem Haus eine bis anhin verborgene Geschichtlichkeit zurück. Das Thema verweist auch in die Gegenwart, denn viele der damaligen Handgriffe werden auch im heutigen Museumsalltag durch interne und externe Museums-Angestellte vorgenommen. Wie die Künstlerin betont, gilt „nach wie vor nicht-spezialisierte handwerkliche Tätigkeit als weniger wertvoll — denken wir an die alltägliche Hausarbeit. Es ist eine politische, geschlechterpolitische Debatte, was wie viel gilt.“

Die für das Museum Langmatt entstandenen Arbeiten verführen mit lebensbejahender Sinnlichkeit, besänftigende Klänge begleiten die Bilder. Mit grosser Vitalität besetzen die Installationen die Umgebung und reizen zu Assoziationen, etwa zwischen den gesellschaftlichen Hierarchien der Vergangenheit und unserer heutigen Abhängigkeit von Maschinen.

In der Ästhetisierung wird das geschichtliche Thema auch in allgemeingültige Kategorien menschlicher Erfahrungen überführt. Pipilotti Rists ‚helfenden Hände’, welche wir in intimer Nahsicht wahrnehmen, berühren den Betrachter — und wecken in uns unwillkürlich Erinnerungen an eigene Erfahrungen des Umsorgt-Werdens.

Kamla Zogg

Pressemitteilung mit zusätzlichen Informationen (PDF)

Für weitere Auskünfte zur Austellung wenden Sie sich bitte an:

Dr. Rudolf Velhagen,
Direktor des Museums Langmatt und
Kurator der Ausstellung
velhagen@langmatt.ch
Tel. +41 56 200 86 70
Mobile +41 79 734 90 38

Museum Langmatt
Stiftung Langmatt Sidney und Jenny Brown
Römerstrasse 30 – CH-5401 Baden
Schweiz / Switzerland / Suisse
+41 (0)56 200 86 70
info@langmatt.ch

Weitere Museen auf www.Ausflugsziele.ch


Winterlandschaft im Museum (CH)

14. Oktober 2010

Sogenannte „Füdlitrucke“ von 1800 - 1900

Wechselausstellung „Schnelle Schlitten“ im Forum Schweizer Gesichte Schwyz. Schweizerisches Nationalmuseum in Schwyz

In der Innerschweiz, wo der bekannte Schweizer Ex-Bobfahrer Martin Annen herkommt und das spektakuläre Horämänel-Rennen (Heuschlittenrennen) stattfindet, ist das Thema Schlitte(l)n im Winter sehr präsent. Die Ausstellung «Schnelle Schlitten» zeigt historische Figuren-Schlitten mit poetisch-anrührenden Tierformen, einfache „Füdlitrucke“ und schnelle Rodelschlitten in verzaubernder Winterlandschaft. Ausgewählte Filme nehmen die Besucher mit auf vergnügliche, rasante Schlittenfahrten und thematisieren Schlitten als Transportmittel.

Besichtigungen:
Individuelle Besichtigungstermine für Pressevertreter mit der Ausstellungskuratorin Pia Schubiger sind auf Anfrage möglich.

Pressemappe:
Die Pressemappe wird in KW 44/2010 per E-Mail versandt.

Vernissage:
Samstag, 13. November 2010 um 10:30 Uhr

Für weitere Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Karin Freitag-Masa, Öffentlichkeitsarbeit,
Forum Schweizer Gesichte Schwyz.
T. +41 (0)41 819 60 18 | karin.freitag@snm.admin.ch

Weitere Informationen

Schweizerisches Nationalmuseum in Schwyz auf www.Ausflugsziele.ch

Weitere Museen auf www.Ausflugsziele.ch