Das Bodensee Ticket für Bahn, Bus und Fähre wird deutlich häufiger genutzt. 2025 reisten über 43’000 Personen mit einer Tageskarte oder einem 3-Tages-Pass grenzüberschreitend durch die Vierländerregion Bodensee – 15 Prozent mehr als 2024. Besonders stark wuchs die Nachfrage in der Schweiz und in Vorarlberg. Im Juni und Juli 2026 setzte sich dieser Trend fort: In der Schweiz wurden 53 Prozent mehr Tickets verkauft als im Vorjahreszeitraum.

Die 4 Länder Mobil GmbH (vormals «ÖV Bodenseeraum») sieht darin eine Bestätigung der gemeinsamen Strategie der Bundesländer und Kantone in der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK). Verbesserungen bei Angebot, Tarifen, Vertrieb und Fahrgastinformation erleichtern grenzüberschreitende Fahrten mit dem öffentlichen Verkehr auf Schiene, Strasse und Wasser.
Bestes Jahr seit 2019 – in der Schweiz sogar überhaupt
2025 wurden insgesamt 32’255 Bodensee Tickets verkauft. Darunter fallen auch 5’187 3-Tages-Pässe, so viele wie noch nie. Rund 12’000 Tickets entfielen auf die Schweiz, über 5’000 auf Vorarlberg. Mit mehr als 15’000 verkauften Tickets blieb Deutschland zwar der wichtigste Markt. In Vorarlberg erfreute sich das Bodensee Ticket mit einem Zuwachs von 15% steigender Beliebtheit. Und auch im ersten Halbjahr 2026 zeichnet sich insbesondere in der Schweiz ein weiterhin starker Nachfrageanstieg ab. Seit 2019 stieg der Absatz in der Schweiz von 8’321 auf 12’796 Tickets im Jahr 2025. Im Juli 2026 wurden dort erstmals mehr als 2’000 Bodensee Tickets innerhalb eines Monats verkauft, etwa 50% mehr als noch 2025 – ein absoluter Rekordwert. Besonders gefragt ist das Angebot in den Agglomerationen St. Gallen, Schaffhausen und Frauenfeld sowie in Romanshorn und Kreuzlingen. Neben gezieltem Marketing tragen einfachere Verkaufswege und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs in den deutschen Landkreisen seit 2023 zur Entwicklung bei. Insgesamt deckt das Bodensee Ticket einen Raum mit über 2.3 Mio. Einwohnenden sowie jährlich über 20 Mio. Gästeübernachtungen und bis zu 70 Mio. Tagestouristen in der Freizeitmobilität ab.
ÖV als attraktive Freizeitmobilität
Am deutschen Bodenseeufer entdecken mit den dortigen ÖV-Gästekarten immer mehr Urlaubsgäste Bahn und Bus als Alternative zu Stau und Parkplatzsuche. Diese Tendenz zeigt sich auch bei grenzüberschreitenden Ausflügen mit speziellen Bodensee Tickets für Gäste mit den Gästekarten «Echt Bodensee Card» oder «Bodensee Card West»: 2025 wurde diese Variante in den deutschen Urlaubsorten mehr als 1’200 Mal genutzt, 25 Prozent häufiger als 2024. Auch im Sommer 2026 lag der Absatz in den teilnehmenden Gemeinden im Vergleichszeitraum erneut rund ein Viertel höher.
Beliebte Ausflugsziele sind etwa St. Gallen, der Bregenzerwald, das Appenzellerland, der Rheinfall, Unter- oder Überlingersee sowie Oberschwaben. Das Bodensee Ticket verbindet Bahn, Bus und Fähre in einem gemeinsamen Tarifangebot.
Jean-Christophe Thieke, Geschäftsleiter der 4 Länder Mobil GmbH, ordnet die Entwicklung ein: «Der Erfolg ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit von Verkehrsunternehmen, Tarifverbünden, Behörden sowie Partnern aus Tourismus, Wirtschaft und Wissenschaft. Entscheidend ist ein verlässliches ÖV-Gesamtnetz über die Grenzen hinweg bis tief in die beteiligten Regionen hinein.»
In den vergangenen Jahren wurden grenzüberschreitende Verbindungen und Anschlüsse kontinuierlich ausgebaut. Dazu zählen direkte Fahrten von Romanshorn nach Lindau-Insel, dichte Takte bis in die Abendstunden rund um den Bodensee sowie attraktive Verbindungen etwa von Konstanz ins Appenzellerland, von Lindau ins St. Galler Rheintal und von Bregenz an den Untersee. Als besonders wichtig und wirksam erweisen sich möglichst wenige Umstiege zu den Top-Ausflugszielen wie etwa dem Affenberg Salem, dem Ravensburger Spieleland, dem Rheinfall in Schaffhausen oder zur Schifffahrt in den Hafenorten. Herausfordernd bleiben allerdings gerade im Freizeitverkehr immer wieder nötige Sperrungen bei Bahnstrecken wegen Bauarbeiten, die Berücksichtigung grenzüberschreitender Verbindungen bei Fahrplänen für Ersatzverkehre und deren rechtzeitige Bekanntmachung, gerade auch über Grenzen hinweg.
Bessere Information und neue Vorteile
Auch die Reiseinformation wird verbessert: Seit Juni 2026 ist die Fähre Konstanz–Meersburg wieder in den Fahrplan-Apps der SBB, der Deutschen Bahn und verschiedener Verkehrsverbünde enthalten. Dadurch werden für viele Reisende kürzere und bequemere Verbindungen angezeigt. Zudem sind weitere grenzüberschreitende Verbindungen, unter anderem aus dem Raum Zürich über Konstanz und mit der Regiobuslinie 700 weiter nach Ravensburg oder umgekehrt, bei der Deutschen Bahn online kaufbar. Apps wie Fairtiq erlauben es Fahrgästen in allen in den Verkehrsverbünden der Vierländerregion Bodensee rund um den Bodensee mit nur einem Ticketingsystem zu reisen und den Fahrpreis nachträglich berechnen lassen; an den Grenzen ist derzeit noch ein Regionenwechsel erforderlich. Weitere Verbesserungen und Innovationen für einen ÖV ohne Grenzen treibt die 4 Länder Mobil GmbH mit zahlreichen Partnern voran.
Ansprechpartner für Medienanfragen: Jean-Christophe Thieke, Geschäftsleiter der 4 Länder Mobil GmbH, thieke@4laendermobil.com Weitere Information sowie Fotos / Abbildungen auch unter https://www.pr2.de/pressefach/49/
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Veröffentlicht von H M MEDIA 

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